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Mavs finden den richtigen Mix um Hornets zu schlagen - 121407
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Dallas revanchiert sich für Niederlage nach Verlängerung Anfang des Monats

Mavs finden den richtigen Mix um Hornets zu schlagen

Art Garcia | Mavs.com

Geposted am 14. Dez. 2007

Aus dem Amerikanischen von Ruth Gross und Frank Knipprath

Die Kombinationen waren andere. Auch die Auswechsel-Systeme waren diesmal andere. Die Mavericks hatten einige Sachen am Freitag Abend geändert und standen am Ende als Sieger auf dem Platz.

Es war nicht alles Gold, denn auch die Hornets hatten den einen oder anderen Lauf. Es gab Situationen, in denen es in der Verteidigung nicht gut lief und auch vorne gab es für Dallas ab und an eine Durststrecke zu überstehen. Außerdem fand der amtierende MVP nie zu seinem Wurfrhythmus.

Aber unter dem Strich überwogen die positiven Dinge, so dass die Mavs sich am Ende gegen ihren direkten Konkurrenten in der Southwest Division aus New Orleans mit 89:80 durchsetzen konnten, nachdem man vor 2 Wochen in New Orleans (The Big Easy) nach Verlängerung noch das kürzere Ende für sich hatte. Jason Terry erzielte mit 25 die meisten Punkte für Dallas. Die Mavs haben nun drei ihrer letzten vier Spiele gewonnen.

„Ich denke, dass wir über weite Strecken des Spiels unsere Taktik umsetzen konnten,“ meinte Mavs Coach Avery Johnson im Anschluss. „Wir haben unsere Systeme durchgespielt. Sie haben viele Würfe nicht getroffen, wir standen ihnen aber auch oft auf den Füßen. Und die Einstellung war gut.“

Das galt vor allem für die Verteidigung. Nachdem er Dallas vor ein paar Wochen noch sehr große Probleme bereitet hatte, wurde Chris Paul einigermaßen unter Kontrolle gehalten. David West und Peja Stojakovic – die zusammen 17 Punkte beisteuerten – konnten weitestgehenst neutralisiert werden. Und die Hornets kamen als Team nur auf eine Trefferquote von 36 Prozent aus dem Feld. Ihre 80 Punkte waren die wenigsten Punkte, die die Mavs zugelassen haben, seit Portland am 30. November genau so wenig Punkte gemacht hatte.

Jerry Stackhouse lieferte das Paradebeispiel für die gute Defensivarbeit, als er im dritten Viertel einen Block setzte und damit einen wichtigen Wendepunkt im Spiel markierte. Beim Spielstand von 54 beide, nachdem die Hornets noch kurz vorher die Führung übernommen hatten, gelang es New Orleans Bobby Jackson nicht, einen eigentlich sicheren Korbleger im Netz unterzubringen.

Ihm auf den Versen timete Stackhouse seinen Sprung so perfekt, dass er Jacksons Wurf noch blocken konnte. Das riss die Fans von den Stühlen und die Mavs konnten gleich den Gegenangriff einleiten. Terry verwandelte dann einen Dreier zur 57:54 Führung. Und von da an gab Dallas die Führung nicht mehr ab.

„Dieser Block von Stackhouse,“ kommentierte Johnson, „war ein wichtiger Wendpunkt für uns im Spiel.“

Der Beginn des Spiels verlief vielversprechend für die Mavs, bei denen Devin Harris wieder zurück in der Starting Lineup stand. Denn die Hornets erzielten im ersten Viertel nur 13 Punkte – bisheriger Minusrekord für einen Gegner der Mavs im ersten Viertel – und in den letzten 4:38 Minuten des Viertels trafen sie überhaupt nicht mehr und schossen 8 Fahrkarten in Folge.

Harris kam im ersten Spielabschnitt auf 4 Punkte und 3 Assists, Dallas erzielte insgesamt 24 Punkte im ersten Viertel. Harris Backcourt Partner, Terry, hatte da schon 7 Punkte auf dem Konto. Danach wuchs die 11 Punkte Führung auf 16 an, bevor sich New Orleans anschließend wieder heran kämpfte.

Am Ende behielten die Mavs (15:9) die Hornets (14:9) unter Kontrolle. Stackhouse (16 Punkte) verwandelte einen Sprungwurf zur 78:64 Führung mit noch 4:48 Minuten auf der Spieluhr. Damit war das Spiel für New Orleans praktisch gelaufen. Auf dem Weg dahin waren einige interessante, neue Kniffe zu beobachten.

So wurde Johnson im zweiten Viertel wegen Foulproblemen und infolge müder Beine einiger Spieler zu einer großen Aufstellung gezwungen, die aus Eddie Jones, Josh Howard, Brandon Bass, Juwan Howard und Stackhouse bestand. Kein Point Guard? Kein Problem.

„Diese Aufstellung hat sich gut behauptet,“ meinte Johnson. „Das war etwas, was wir in der Hinterhand hatten und heute Abend ausprobieren wollten. Wir meinen, dass hat uns ein paar wertvolle Minuten verschafft, denn Devin war zu diesem Zeitpunkt ein bisschen erschöpft.“

„Sein Energie-Level war ein bisschen unten, weil er seine vorangegangenen Magenprobleme noch nicht ganz überwunden hatte und Jet hatte schon zu viele Fouls. Also hab ich diese andere Option gezogen, die wir uns zurechtgelegt hatten.”

Gana Diop, der in den ersten 14 Spielen immer als Starting Center aufgelaufen war, kam in der ersten Hälfte gar nicht zum Einsatz. In der zweiten Spielhälfte kam ihm allerdings eine Schlüsselrolle zu. Vorne schloss er seine Aktionen überzeugend ab, insbesondere zu Beginn des letzten Viertels mit einem fulminanten, einhändigen Dunk.

Johnson räumte ein, dass er Diop aus Motivationsgründen auf die Bank gesetzt hatte. Er kam am Ende auf sieben Punkte und 5 Rebounds.

„Ich fühlte mich eigentlich sehr gut,“ sagte Diop. „Er hat mich in der ersten Hälfte des Spiels auf der Bank schmoren lassen. Da ich also in den ersten beiden Vierteln nicht gespielt hatte, war mein Tank entsprechend voll. Daher bin ich danach raus und im Kampf um Loose Balls mit vollem Einsatz zur Sache gegangen.“

Dirk Nowitzki (schwächste Saisonausbeute mit sieben Punkten) nahm nur 8 Würfe, von denen er nur 2 verwandelte. Trotzdem kämpfte er sich 32 Minuten durchs Spiel, holte 9 Rebounds und öffnete Wege für seine Kollegen mit sechs Assists. Josh Howard beendete den Abend mit 16 Zählern und 10 Rebounds.

Der Job, den das Team gegen Paul machte, war bewundernswert. Noch am 1. Dezember schenkte Paul den Mavs beim 112:108 Sieg 33 Punkte ein. Auch wenn er jetzt wieder 21 Punkte machte (9 von 21 Versuchen), kam er mit 3 Assists auf den niedrigsten Wert seiner bisherigen Saison.

„Er ist so unglaublich antrittsschnell und hat eine unglaublich gute Ballbehandlung,“ meinte Stackhouse. „Ich denke, wir waren heute nicht mit einem besonderen Spielzug in der Verteidigung gegen ihn erfolgreich. Es war mehr eine Einstellungs- und Energiesache. Ich glaube, wir hatten heute den Willen, bis zuletzt dagegen zu halten und wenn mal einer nicht mitkam, dann übernahmen unsere langen Leute und stellten sich ihm in den Weg, was ihnen einige Male auch sehr gut gelang.“

„Jemand wie er, der den Ball ständig in Händen hält und im Dribbling so stark ist, ist kaum das ganze Spiel über unter Kontrolle zu halten. Aber ich denke, es ist uns in wichtige Phasen des Spiels gut gelungen.“

Jetzt geht es am Samstag auf der Division Straße weiter nach Houston. Die ersten beiden Begegnungen gegen die Rockets konnten die Mavs für sich entscheiden, so dass sie mit einem weiteren Sieg aus den insgesamt vier Saisonspielen gegen Houston den direkten Vergleich schon für sich entscheiden können.

„Jetzt müssen wir schauen, dass wir diese Einstellung mit ins nächste Spiel nehmen und dann werden wir sehen, wo wir stehen,“ meinte Johnson. „Sie wissen, dass Houston gerade einen wichtigen Sieg gegen Detroit eingefahren hat und dass wir beim letzten Mal am Spielende noch einem Rückstand hinterherlaufen mussten, um noch erfolgreich zu sein.“

„Wir sitzen alle im selben Boot. Aber ich hoffe, dass wir dahin fahren und zumindest konstant weiter auf diesem Level spielen können. Das ist alles, was ich will, konstanter werden. Wenn uns das gelingt, dann glauben wir eine Chance zu haben.”



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