Griffin ist der Top-Pick, Shaq nach Cleveland
Beim diesjährigen NBA Draft haben die L.A. Clippers an erster Stelle Blake Griffin gewählt. Für wen sich die restlichen Teams entschieden haben und welche spannenden Trades es noch gegeben hat (Vince Carter! Shaq O’Neal!), erfahrt Ihr in unseren Snapshots.

Posted by Emrah Kilic on Juni 29, 2009

Nein, spannend ist es nicht gewesen, als die L.A. Clippers beim Draft als erstes Team wählen durften und verkündeten (beziehungsweise über David Stern verkünden ließen), dass sie Power Forward Blake Griffin wählen. Der 20-jährige Big Man wurde bereits vor Monaten als Top-Pick gehandelt. „Wir hoffen, dass Blake uns in den kommenden Jahren viel Freude bereiten wird“, erklärt Clippers-Coach Mike Dunleavy. „Er ist sehr vielseitig, wir können Blake auch als Center oder sogar Small Forward einsetzen.“

Ein weiterer Big Man wurde an Position zwei von den Memphis Grizzlies gewählt: Hasheem Thabeet. Der 2,21 Meter Center ist besonders als Shotblocker eine Macht unter den Körben. „So einen Spieletertypen bekommet man nicht jedes Jahr geschenkt, deshalb mussten wir einfach zugreifen“, sagt Memphis-Manager Chris Wallace über seine Entscheidung.

Die Oklahoma City Thunder haben mit James Harden endlich einen vielseitigen Shooting Guard gefunden, der das Team mit seinem Basketball-IQ deutlich verstärken wird. Harden ist zwar nicht der schnellste Spieler, versteht es aber, seine Mitspieler in Szene zu setzen, gleichzeitig aber auch Würfe für sich selbst zu kreieren.

Die erste große Überraschung gab es dann an Position vier, denn anstatt Ricky Rubio wählten die Sacramento Kings Tyreke Evans, der vergangene Saison für die Memphis Tigers gespielt hat und vor allem als zusätzlicher Scorer helfen soll.

Rubio landete schließlich an fünfter Stelle bei den Minnesota Timberwolves, die einen Pick später mit Johnny Flynn einen weiteren Point Guard verpflichteten. Wie beide zusammen in das Konzept der Wolves passen sollen, ist ungewiss, zumal Rubio erklärt hat, dass er vielleicht noch für eine Saison in Spanien beleiben möchte.

Die Golden State Warriors haben sich an Position sieben den besten Werfer der vergangenen College-Saison geangelt: Stephen Curry erzielte für Davidson pro Partie 28,6 Punkte und kann sowohl als Shooting als auch als Playmaker eingesetzt werden.

Eigentlich wollten die New York Knicks Curry verpflichten, mussten allerdings mit Jordan Hill die beste Alternative aus dem Hut zaubern, was sicher keine schlechte Lösung sein dürfte. Der bewegliche Forward erzielte für Arizona 18,3 Punkte und 11,0 Rebounds und dürfte gut in das Uptempo-System von Coach Mike D’Antoni passen.

Keine große Überraschung hat es an neunter Stelle gegeben, als die Toronto Raptors DeMar DeRozan ausgewählt haben. Der Small Forward ist sehr athletisch, ihm fehlt aber ein sicherer Wurf aus der Distanz.

Die Milwaukee Bucks haben sich die Rechte an Brandon Jennings gesichert, der den Weg von der Highschool in die italienische Liga gewählt hatte und nun unter Beweis stellen muss, dass der Hype um ihn berechtigt ist. Bei den Bucks wird Jennings wohl direkt als Starter auflaufen.

Draft-Übersicht (Positionen 1 - 15)

1. L.A. Clippers Blake Griffin
2. Memphis Grizzlies Hasheem Thabeet
3. Oklahoma City Thunder James Harden
4. Sacramento Kings Tyreke Evans
5. Minnesota Timberwolves Ricky Rubio
6. Minnesota Timberwolves Johnny Flynn
7. Golden State Warriors Stephen Curry
8. New York Knicks Jordan Hill
9. Toronto Raptors DeMar DeRozan
10. Milwaukee Bucks Brandon Jennings
11. New Jersey Nets Terrence Williams
12. Charloitte Bocats Gerald Henderson
13. Indiana Pacers Tyler Hansbrough
14. Phoenix Suns Earl Clark
15. Detroit Pistons Austin Daye

Shaq und Carter packen die Koffer

Auch im Vorfeld des Drafts gab es allerdings schon viel Bewegung in der Liga. Vor allem die Wechsel von Shaquille O’Neal und Vince Carter dürften das Titelrennen noch spannender gestalten. Während Shaq nach seinem Abschied aus Phoenix von nun an an der Seite von LeBron James spielen wird, fliegt Carter in Zukunft beim NBA-Finalisten Orlando Magic durch die Lüfte.

Die Phoenix Suns, die auch noch Amare Stoudemire und Steve Nash loswerden möchten, bekommen im Gegenzug Ex-All-Star Ben Wallace und Sasha Pavlovic.

Im Tausch für Vince Carter wechseln Courtney Lee, Tony Battie und Rafer Alston zu den New Jersey Nets, die sich genauso wie Phoenix mitten im Rebuilding-Prozess befinden.

Spurs verstärken sich mit Jefferson

Nach der enttäuschenden Erstrunden-Niederlage gegen die Dallas Mavericks hat der viermalige Champion San Antonio Spurs wieder aufgerüstet und mit Richard Jefferson einen erfahrenen Small Forward verpflichtet. Jefferson erzielte vergangene Saison 19,6 Punkte und startete in allen 82 Partien.

Im Gegenzug wechseln die Veteranen Kurt Thomas, Bruce Bowen und Fabricio Oberto nach Milwaukee (Oberto wurde im Tausch für Amir Johnson direkt nach Detroit weiter gereicht).

Weitere wichtige Trades

Die Washington Wizards haben ihren fünften Draftpick zusammen mit Etan Thomas, Darius Songaila und Oleksiy Pecherov gegen Randy Foye und Mike Miller getauscht (beide von den Minnesota Timberwolves).

Jamal Crawford wird zukünftig für die Atlanta Hawks auflaufen, während Acie Law und Speedy Claxton zu den Golden State Warriors transferiert wurden.

Hasheem Thabeet
NBAE/ Getty Images

James Harden
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Tyreke Evans
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Ricky Rubio
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