Lakers erwarten Denver
Es ist angerichtet, die vier Teilnehmer für die Conference-Finals stehen fest: Lakers, Nuggets, Rockets und Magic. Wer die besten Karten auf dem Weg ins Finale hat, verraten unsere NBA Snapshots

Posted by Emrah Kilic on Mai 18, 2009

Western Conference

L.A. Lakers – Denver Nuggets
Es war ein hartes Stück Arbeit für die favorisierten L.A. Lakers, als sie in Runde zwei gegen die Houston Rockets über die volle Distanz von sieben Spielen gehen mussten. Doch nach dem 89:70-Sieg in der entscheidenden Partie steht nur noch eine Hürde auf dem Programm, um genauso wie 2008 die NBA Finals zu erreichen.

Doch mit den Denver Nuggets wartet auf die Kalifornier ein harter Brocken. Während bei den Rockets Tracy McGrady und in den letzten drei Partien auch Yao Ming verletzungsbedingt fehlten, treten die Nuggets komplett an und sind heiß darauf, für eine Überraschung zu sorgen. In der Postseason haben sie nur zwei von zehn Spielen verloren, jeweils knapp mit zwei Punkten Differenz. Das haben im Westen selbst die Lakers nicht geschafft.

Die Nuggets haben zum ersten Mal seit 1985 die Conference Finals erreicht.

Während Nuggets-Topscorer Carmelo Anthony das erste Mal so weit vorgedrungen ist, kennen seine Mitspieler Chauncey Billups und Kenyon Martin die Situation bereits. Billups erreichte mit Detroit die Conference Finals sogar sechs Mal in Folge.

„Es geht mir nur ums Gewinnen“, sagt Billups, der in den diesjährigen Playoffs bisher 22,1 Punkte und 7,3 Assists erzielt hat. „Das siebte Mal in Serie so weit zu kommen, ist natürlich ein tolles Gefühl. Aber ich will noch mehr.“

Mehr, das wäre die NBA-Meisterschaft. Doch da haben die L.A. Lakers auch noch ein Wörtchen mitzureden, zumal das Team von Superstar Kobe Bryant in der Serie Heimvorteil hat.

„Gegen die Rockets haben wir nicht immer gut ausgesehen“, warnt Bryant. „Wir müssen aggressiver spielen und immer mit der richtigen Einstellung ins Spiel gehen. Das wird keine leichte Aufgabe gegen Denver.“

In Denver versprüht man dagegen Optimismus, wie Kenyon Martin bestätigt.

„Ich trete nicht an, um in den Conference Finals auszuscheiden“, sagt der Power Forward. „Ich will die Meisterschaft. Alles andere wäre eine Enttäuschung.“

Das gilt natürlich auch für die Lakers, die nach der schmerzhaften Finals-Niederlage im vergangenen Jahr auf Wiedergutmachung aus sind.

Ob es den Kaliforniern gelingen wird, hängt dabei nicht nur von Kobe Bryant ab, sondern vor allem von seinem Teamkollegen Pau Gasol, der in Spiel sieben gegen Houston mit 21 Punkten und 18 Punkten der Matchwinner gewesen ist.

Spiel eins zwischen Los Angeles und Denver ist für Dienstag terminiert, Spiel zwei bereits für Donnerstag.

Eastern Conference

Cleveland Cavaliers – Orlando Magic
Die Orlando Magic haben es tatsächlich geschafft: Im siebten und entscheidenden Spiel konnten Dwight Howard und Co. den amtierenden Meister bezwingen und in die Conference Finals einziehen.

“Wir haben in diesen sieben Spielen viel über uns selbst gelernt”, berichtet Hedo Türkoglu, der beim 101:82-Erfolg 25 Punkte erzielte. “Deshalb glaube ich, dass wir gegen Cleveland besser auftreten werden.”

Während dessen sind die Playoffs für die Cleveland Cavaliers bisher ein Spaziergang gewesen. Weder von den Detroit Pistons, noch von den Atlanta Hawks wurden sie bisher wirklich gefordert, jedes Spiel ging mit mindestens zehn Zählern Differenz für Cleveland aus.

Jetzt hatten sie über eine Woche Pause, um sich auf ihren nächsten Gegner vorzubereiten.

„Das ist langweilig“, berichtet Point Guard Mo Williams. „Du bereitest dich auf den nächsten Gegner vor und trotzdem hast du kein Spiel und weißt nicht mal, wer dich erwartet.“

Und auch Ben Wallace hätte lieber ein paar Tage früher losgelegt. „Wenn ihr jetzt alle in Trikots und Sportschuhen erscheinen würdet“, könnten wir gleich gegen euch spielen“, witzelte er beim Interview mit den Reportern. „Im Training muss ich ja sonst immer gegen die gleichen Spieler ran.“

Das erste Duell zwischen Cleveland und Orlando ist für Mittwoch angesetzt.

Nowitzki will in Dallas bleiben

Nach dem Playoff-Aus in Runde zwei gegen die Denver Nuggets hat All-Star-Forward Dirk Nowitzki, den Wunsch geäußert, bei seinen Dallas Mavericks bleiben zu wollen.

„Ich will weiterhin mit Dallas den Titel gewinnen“, erklärte der Power Forward in der vergangenen Woche. „Mit einem anderen Team wäre es einfach nicht dasselbe. Am liebsten würde ich meine Karriere hier in Dallas beenden. Ich glaube, dass noch drei oder vier gute Jahre in mir stecken.“

Allerdings hat Nowitzki auch betont, dass er weitere Verstärkungen wünscht, um seinen Traum wahr machen zu können. „Wir sind nicht athletisch genug. Das hat uns gegen Denver gefehlt.“ Darüber hinaus soll versucht werden, den Vertrag von Mavs-Playmaker Jason Kidd zu verlängern. „Jason macht uns alle besser“, sagt Nowitzki.

Chauncey Billups
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Hedo Turkoglu
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LeBron James
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Dirk Nowitzki
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