Kampf um die besten Plätze
Wie bei einem Kinobesuch streiten sich die Teams kurz vor den Playoffs um die besten Plätze. Es geht um Heimvorteil und Wunschgegner, doch wer ab dem 18. April gegen wen antreten wird, wissen noch nicht einmal unsere NBA Snapshots.

Posted by Emrah Kilic on April 15, 2009 12:05 p.m. ET

Cavaliers demütigen den Champ
Nach dem beeindruckenden 107:76-Erfolg gegen die Boston Celtics dürften nun auch die letzten Zweifler realisiert haben, dass der größte Titelfavorit in diesem Jahr die Cleveland Cavaliers sind.

Vor allem die Defense von LeBron James und Co. war wieder einmal bärenstark. Boston traf im ersten Viertel nur 15 Prozent der Würfe, noch vor der Halbzeit führte Cleveland schon 49:19. Besonders Celtics-Forward Paul Pierce kam mit der harten Verteidigung nicht zurecht, traf nur vier seiner 17 Würfe.

„Ich weiß, dass wir ein gutes Team sind“, erklärte sein direkter Gegenspieler James nach der Partie. „Aber wir wollen trotzdem immer besser werden.“

Mit 65:15-Siegen stehen sie uneinholbar an der Spitze der Eastern Conference und brauchen nur noch einen Heimsieg um den 40:1-Rekord der Celtics von 1985/86 einzustellen.

Sollten die Cavs auch das nächste Spiel bei den Indianapolis Pacers gewinnen, hätten sie, wenn sie soweit kämen, auch in den Finals Heimvorteil.

Die Boston Celtics indes hoffen, dass Kevin Garnett rechtzeitig zu den Playoffs wieder fit ist. Wahrscheinlich soll der Power Forward im letzten regulären Saisonspiel gegen die Washington Wizards erstmals wieder zum Einsatz kommen.

Mavs wollen Lakers aus dem Weg gehen
An die Finals verschwenden die Dallas Mavericks wohl zwar noch keinen Gedanken, doch zumindest die erste Runde muss überstanden werden, um sich überhaupt Gedanken um die Meisterschaft machen zu können. Doch die Frage ist: Wer wird der Gegner in der ersten Runde sein?

Glück für Dallas: Der direkte Konkurrent, die Utah Jazz, haben drei Spiele in Serie verloren und stehen nun auf dem achten Rang, Dallas ist Siebter. Somit würden die Jazz nach dem jetzigen Stand auf die L.A. Lakers treffen, Dallas dagegen bekäme es mit den Denver Nuggets zu tun.

Die Mavs haben noch zwei Partien (gegen Minnesota und Houston) und könnten sogar noch auf den sechsten Platz klettern, wenn die New Orleans Hornets kein Spiel mehr gewinnen.

Allerdings werden auch die Gegner in der ersten Runde erst nach dem letzten Saisonspiel festgelegt, so dass es kaum möglich ist, irgendwelche Vorhersagen zu treffen. Zwischen den Platzen zwei bis fünf ist nur ein Sieg Unterschied.

Die reguläre Saison endet am 15. April, drei Tage später beginnen bereits die Playoffs.

Andrew Bynum in Playoff-Form
Nur drei Spiele nach seiner langen Pause ist Andrew Bynum wieder rechtzeitig ins Rollen gekommen. Der Lakers-Center musste zuvor 32 Spiele wegen einer Knie-Verletzung aussetzen, war beim 92:75-Sieg gegen Memphis aber der beste Mann auf dem Parkett (18 Punkte).

„Ich fühle mich schon viel besser als vor einer Woche“ berichtet der 21-Jährige. „So langsam habe ich meinen Rhythmus gefunden.“

Wade mit persönlicher Bestleistung
Es ist schon fast beängstigend, wie Dwyane Wade in der zweiten Saisonhälfte einen Scoring-Rekord nach dem anderen aufstellt. Gegen die New York Knicks erzielte der Shooting Guard 55 Punkte – persönliche Bestleistung!

Wade traf 19 seiner 30 Würfe, dazu gesellten sich noch neun Rebounds und vier Assists.

„Meine Teamkollegen wunderten sich, was mit mir los sei, weil ich kein Wort sagte“, erzählt der All Star. „Dabei war ich nur fokussiert.“

Der Heat-Franchise-Rekord liegt bei 56 Zählern, aufgestellt von Glen Rice 1995.

Frust bei den Sixers
Nicht zu lachen dagegen in Philadelphia. Die 76ers haben sechs Partien in Folge verloren und befinden sich kurz vor der Postseason im freien Fall.

„Wir hatten zuletzt einige gute Gegner“, sagt ein frustierter Andre Miller, dem beim 104:111 in Toronto überhaupt nichts gelungen war. „Das ist natürlich ein blöder Zeitpunkt für eine Niederlagenserie. Aber lasst uns mal schauen, was in den Playoffs passiert.“

Die Sixers befinden sich momentan mit einer ausgeglichenen Siegesbilanz (40:40) auf dem sechsten Rang der Eastern Conference, spüren aber den Atem der Chicago Bulls im Nacken, die ebenso viele Siege vorweisen können. Beide Teams müssen noch zwei Mal antreten, bevor endlich die Playoffs beginnen …

Dirk Nowitzki
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Dwyane Wade
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Andre Miller
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