Jazz nicht zu stoppen
Fast unbemerkt haben die Utah Jazz elf Spiele in Folge gewinnen, während sich der Rest der Liga noch einmal mit erfahrenen Free Agents verstärkt hat. Was sonst noch in der vergangenen Woche passiert ist, erfahrt Ihr in unseren NBA Snapshots.

Posted by Emrah Kilic on März 10, 2009 12:05 p.m. ET

Es ist fast schon beängstigend, mit welcher Selbstsicherheit die Utah Jazz zurzeit ihre Spiele gewinnen. Elf In Serie sind es nun, darunter auch Erfolge gegen die direkte Konkurrenz wie die Lakers, Hornets, Rockets, Mavericks und Nuggets. So eine Siegesserie gab es zuletzt im April 1999 zu feiern.

„Es ist ein gutes Gefühl nach dem es für uns schwierig gewesen ist, uns zu positionieren“, weiß Headcoach Jerry Sloan. „Wenn alle gesund bleiben und happy sind, können wir auf jeden Fall oben mitspielen.“

Bester Spieler der Jazz ist in dieser Phase ihr Playmaker Deron Williams, der in den letzten fünf Spielen durchschnittlich 19,6 Punkte und 13,0 Assists aufgelegt hat.

Bobcats wollen in die Playoffs
Ähnlich gut drauf sind die Charlotte Bobcats, die immerhin sechs Partien in Folge gewinnen konnten. Zwar hatten sie überwiegend einfache Gegner, trotzdem dürften sich die Bobcats über ihren neuen Franchsie-Rekord freuen, zumal die Chancen auf die erste Playoff-Teilnahme der Klub-Geschichte von Tag zu Tag besser werden.

„Wir werden von Tag zu Tag besser“, berichtet Boris Diaw, der beim 114:105-Auswärtserfolg gegen die New York Knicks 22 Punkte beisteuerte. „So muss es jetzt weiter gehen, wenn wir in die Playoffs wollen.“

Rückschlag für Celtics
Nachdem die Boston Celtics seit acht Spielen auf den verletzten Kevin Garnett verzichten müssen, fiel gegen die Orlando Magic auch noch ihr Starting Point Guard Rajon Rondo aus. Prompt gelangen dem Titelverteidiger nur 79 Punkte, während man 86 kassierte. Für Rondo rückte Stephon Marbury in die Startformation, doch der Ex-Knickerbocker konnte in über 20 Minuten Einsatzzeit nur vier Punkte beisteuern, bei den Assists ging er sogar leer aus.

Fünf Teams bekommen Verstärkung
Auch nach der Trading Deadline hat es noch einige spannende Wechsel gegeben. Den größten Fang haben dabei wohl die San Antonio Spurs gemacht, die ihren Kader mit Drew Gooden aufgefüllt haben. Der 2,08 Meter große Forward begann die Saison bei den Chicago Bulls, wurde dann zu den Sacramento Kings geschickt, die ihn nach nur einer Partie aus seinem Vertrag heraus kauften. Gooden wäre der 19. Spieler, der in dieser Spielzeit für die Spurs zum Einsatz kommt.

Zu den Cleveland Cavaliers zurückgekehrt ist der 33-Jährige Joe Smith. Der Power Forward wurde vor wenigen Tagen bei den Oklahoma City Thunder aus seinem Vertrag heraus gekauft und unterschrieb einen Vertrag bei den Cavs, für die er bereits 200/08 in der regulären Saison und in den Playoffs aushalf.

Die Phoenix Suns haben auf den Ausfall ihres All-Star-Forwards Amare Stoudemire reagiert (siehe unten) und Stromile Swift verpflichtet. Bei den New Jersey Nets kam er in den ersten Saisonwochen nur zu Kurzeinsätzen. „Er wird uns defintiv weiterhelfen“, erklärt Suns-Manager Steve Kerr. „Er besitzt genügend Erfahrung, zudem ist er sehr athletisch, was gut zu unserem Stil passt.“

Nach dreieinhalb Jahren bei den Houston Rockets hat Lutzher Head eine neue Heimat gefunden. Die Miami Heat angelten sich den Combo-Guard, nachdem ihn die Texaner entlassen hatten. „Luther kann den Ball nach vorne bringen, aber auch selbst aus der Distanz abschließen“, analysiert Heat-Präsident Pat Riley. „Für die Mannschaft ist das ein Schritt nach vorne.“

Um die Liste zu vervollständigen, sei auch noch Pops Mensah-Bonsu erwähnt, der nach Zwischenstopps in Spanien, in der NBDL und den San Antonio Spurs die Saison bei den Toronto Raptors beenden wird.

Suns müssen ohne Stoudemire auskommen
Die Augenverletzung, die sich Amare Stoudemire kurz nach dem All-Star-Weekend zugezogen hat, scheint nun doch ernsthafter zu sein als bisher vermutet. Zunächst hatte man gehofft, dass der Power Forward zu den Playoffs wieder eingreifen könne, doch die Ärzte nach einer erneuten Untersuchung haben die Hoffnungen begraben. So wird Stoudemire erst 2009/10 wieder für die Suns zum Einsatz kommen.

Deron Williams
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Boris Diaw
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Joe Smith
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Amare Stoudemire
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