“Starbury” in Boston gelandet
Vom Versager zum NBA-Champion? Das könnte die Story von Stephon Marbury in dieser Saison sein. Weitere Kurzgeschichten findet ihr in unseren NBA Snapshots

Posted by Emrah Kilic on März 3, 2009 12:05 p.m. ET

Bei den New York Knicks durfte (oder wollte) Stephon Marbury in dieser Saison kein einziges Spiel absolvieren – jetzt hat der Playmaker die Chance, mit den Boston Celtics Champion zu werden. Der 32-Jährige hat nach seinem Buyout bei den Knicks in Boston unterschrieben und ist dort ab sofort als Backup für Rajon Rondo im Einsatz.

Sein erster Einsatz im Celtics-Dress war ein voller Erfolg. Der ehemalige All-Star erzielte acht Punkte und traf vier seiner sechs Würfe. „Meine Beine waren schwer, aber das Publikum hat mich mit viel Liebe empfangen“, sagte Marbury nach dem 104:99-Sieg gegen die Indiana Pacers und freute sich über das Angriffssystem seines neuen Clubs. „In der Offense gibt es keine Einschränkungen. Wer frei steht, darf den Wurf nehmen.“

„Starbury“ ist nicht der einzige Neuzugang des Titelverteidigers. Al weitere Alternative für den Frontcourt haben sich die Celtics den ehemaligen Center der Sacramento Kings Mikki Moore geangelt. Der 33-jährige Big Man ist momentan auch deshalb so wichtig, da Kevin Garnett wegen einer Knieverletzung noch zwei bis drei Wochen ausfallen wird.

„Big Ben“ fällt aus
Schlechte Nachrichten für die Cleveland Cavaliers: Ben Wallace hat sich beim Spiel gegen die Houston Rockets das rechte Bein gebrochen und wird voraussichtlich bis Ende März fehlen. Für ihn rückt Anderson Varejao in die Startformation.

Wade nicht zu stoppen
Die Miami Heat lagen gegen die New York Knicks zuhause mit 88:103 in Rückstand, als sich ihr Topscorer Dwyane Wade bei einem Zusammenstoß mit Danilo Gallinari eine blutige Lippe zuzog. Von da an, übernahm der Heat-Guard die Partie und führte sein Team fast im Alleingang zum 120:115-Erfolg.

Am Ende hatte Wade 46 Zähler vorzuweisen, 15 davon erzielte während eines 19:0-Laufs im letzten Viertel. „Ich war sauer“, gab Wade hinterher zu Protokoll. „Und wenn ich sauer bin, attackiere ich den Korb.“

Überzeugen konnten auch die Neuverpflichtungen Jermaine O’Neal (18 Punkte) und Jamario Moon (17 Punkte, 12 Rebounds), die kurz vor der Trading Deadline von den Toronto Raptors nach Miami gekommen waren.

Rockets verspielen hohe Führung
Eine ähnliche Aufholjagd war am selben Abend auch den Chicago Bulls gelungen. Aufholjagd. Sechs Minuten vor dem Ende lagen die Bulls gegen die Houston Rockets mit 82:99 hinten, bevor Rookie-Spielmacher Derrick Rose das Kommando übernahm. Rose erzielte 16 seiner insgesamt 22 Punkte im vierten Viertel und sicherte so den knappen 105:102-Erfolg.

Überstunden für Mavs
So eine enge Partie hatten die Fans der Dallas Mavericks beim Heimspiel gegen die Oklahoma City Thunder sicher nicht erwartet. Dank der 41 Punkte von Dirk Nowitzki gelang den Texanern nach Verlängerung ein 110:108-Sieg, nachdem die Gäste bereits mit zwölf Zählern geführt hatten.

„Das war sicher ein glücklicher Sieg für uns“, erklärt der deutsche All-Star. „Normalerweise geht es nicht gut, wenn man so deutlich hinten liegt.“ Für Nowitzki war es das zwölfte Mal in seiner NBA-Karriere, dass er 40 oder mehr Punkte aufgelegt hat.

Shaq-Gala gegen Toronto
So einfach hat es bei Shaquille O’Neal schon lange nicht mehr ausgesehen. Beim deutlichen 133-113:Sieg gegen die Toronto Raptors erzielte der Center der Phoenix Suns, der in wenigen Tagen seinen 37. Geburtstag feiern wird, satte 45 Punkte.

Noch imposanter war seine Wurfquote: Der „Diesel“ verwandelte 20 seiner 25 Schüsse, traf zudem fünf Mal bei acht Versuchen von der Freiwurflinie.

Mitleid musste man dagegen mit seinen Gegenspielern Andrea Bargnani und Jake Voshkul haben. Beide kassierten jeweils sechs Fouls und mussten sich die Schlussphase von der Bank aus anschauen.

Für die Phoenix Suns war es das erste Mal, dass sie ohne Steve Nash und Amare Stoudemire (beide verletzt) gewinnen konnten.

Detroit zurück auf der Erfolgsspur
Ausgerechnet ohne Allen Iverson gewinnen die Detroit Pistons wieder. Nach acht Niederlagen in Folge konnte der Champ von 2004 zuletzt zwei wichtige Auswärtssiege einfahren: Bei den Orlando Magic (93:85) und Boston Celtics (105:95)!

Mit einer Bilanz von 29:29 stehen die Detroit Pistons in der Eastern Conference weiterhin auf einem Playoff-Rang.

Dwyane Wade
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Dirk Nowitzki
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Shaquille O'Neal
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