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Aus dem Englischen übersetzt von Johannes Berendt
Team-By-Team Fantasy Previews
PACIFIC DIVISION
LOS ANGELES LAKERS
Wir lieben:
Kwame Brown gehört dieses Jahr auf der Sleeper-Liste ganz nach oben. Wirklich? Keine Frage – die Lakers haben kaum Tiefe auf seiner Position. Deswegen sollte er zum ersten Mal in seiner Karriere garantiert mindestens 30 Minuten auf dem Parkett stehen.
Wenn er den Ball bekommt, dann ist er auch sehr effektiv. Als er in 2003 zeitweise über zehn Schüsse pro Spiel bekam, dankte er es mit 12.8 Punkten und 8.5 Rebounds. Der Stichprobenumfang ist zwar klein (nur 18 Spiele), aber es deutet an, zu was er diese Saison in der Lage ist: mindestens 15 Punkte und zehn Rebounds.
Chris Mihm findet sich in einer ähnlichen Lage wie Brown. Auch er wird immer mehr als 30 Minuten spielen. In den 14 Spielen, wo seine Spielzeit die 30-Minuten-Marke überschritt, machte er 14.4 Punkte, 11.5 Rebounds und 2.2 Blocks. Er könnte ein echter Fantasy-Hit werden.
Wir raten ab von:
Für Lamar Odom kann es nur bergab gehen. Auf der Small Forward Position an der Seite von Mihm und Brown wird er kaum noch Rebounds sammeln. Zu erwarten ist ein Rückgang von über zehn (letzte Saison auf der Small Forward Position) auf knapp sieben bis acht. Außerdem gibt es keine Garantie dafür, dass seine Trefferquote bei 47.3 Prozent bleibt. Die Tatsache, dass er nun viele Schüsse aus der Distanz nehmen wird, wird seine Quote nicht gerade positiv beeinflussen. Die schwache Dreier-Quote von 30.9 Prozent spricht Bände.
Ausblick:
Die Lakers verpassen vielleicht die Playoffs, aber einige Spieler können ihren Managern zum Gewinn der Fantasy League verhelfen. Brown und Mihm sind mehr als vielversprechende Kandidaten. Sie sollten überall ganz oben auf der Einkaufsliste stehen. Aaron McKie könnte unter der Triangle-Offense seinen zweiten Frühling erleben.
GOLDEN STATE WARRIORS
Wir lieben:
We like Ike! Diogu hat definitiv seinen Wert für Fantasy-Teams. Wir können es nicht erwarten, zu sehen, wie er sich in der schwungvollen Offensive der Warriors schlagen wird.
Wir raten ab von:
Wenn Talent eine eigene Kategorie wäre, dann würde in der ersten Runde kein Weg an Baron Davis vorbeiführen. Dummerweise spielen aber auch Field Goal- und Freiwurf-Quote eine Rolle. Da wird er Euch keinen Gefallen tun. Wir raten nicht davon ab, ihn auszuwählen, doch wollen wir aber auf den Schaden hinweisen, den diese beiden Kategorien verursachen können. Seine Freiwurfquote war akzeptabel in den ersten 46 Spielen, doch das bringt uns nur zu seiner größten Schwäche: die Verletzungen. Knie, Rücken und Schulter machen ihn zu einer sehr riskanten Anlage, die nichtsdestotrotz eine hohe Rendite bringen könnte.
Ausblick:
Das Schicksal liegt in den Händen von Davis. Bleibt er gesund, kann er die Mannschaft vielleicht zum achten Playoff-Platz führen. Richardson, Murphy und Dunleavy sind diese Saison alle Fantasy-Starter.
LOS ANGELES CLIPPERS
Wir lieben:
Cuttino Mobley. Er ist nicht der beste Fantasy-Spieler dieses Teams, weswegen ihn viele Manager eventuell unter „Ferner liefen“ einstufen werden. Doch er kann locker mit Maggettes Statistiken mithalten, auch wenn er ein paar Runden später gedraftet wird. Einer der am meisten unterschätzen Spieler in diesem Draft.
Wir raten ab von:
Ist Sam Cassell kein Starter, haben Fantasy-Spieler wenig Freude an ihm. Selbst wenn er anfängt, werden die Clippers seine Spielzeit in Grenzen halten, da er ja bald 36 sein wird und zudem Livingston mehr spielen soll. Er könnte ein guter Pick sein, wenn die Clippers ihn traden. Doch den Clippers hat es ja noch nie etwas ausgemacht, dass Spieler nicht wirklich für sie spielen wollten. Kein Grund, jetzt damit anzufangen.
Ausblick:
Irgendwann wird Cassells Wunsch nach einem Trade erfüllt. Wahrscheinlich kurz vor dem Ende der Wechselfrist. Shaun Livingston könnte gegen Ende der Saison ein echter Star werden. Ansonsten gibt es nicht viel Neues: Brand, Maggette und Mobley werden weiterhin von vielen Managern unterschätzt.
PHOENIX SUNS
Wir lieben:
Amare Stoudamire ist einfach der Beste (Tut uns leid, Paul Pierce). Viele denken, er sei erst durch Steve Nash ganz groß herausgekommen. Dazu sei gesagt, dass er bereits in der zweiten Hälfte der Saison 2003-04 – nachdem Marbury zu den Knicks getradet wurde – im Schnitt 24.5 Punkte erzielte.
Er ist die unumstrittene Nummer eins bei den Centern. Er hat praktisch keine Schwächen. Dieses Jahr könnten seine Blocks und Rebounds sogar noch mehr werden, falls er durch den Wechsel von Kurt Thomas öfter auf der Power Forward Position aushelfen muss. Er ist jedes Investment in der ersten Runde wert.
Wir raten ab von:
MVP hin oder her, Steve Nash Wert für Fantasy-Ligen ist nicht ganz so hoch wie im wahren Leben. Die Scharfschützen Quentin Richardson und Joe Johnson sind weg. Ihre Treffer werden zu Fehlwürfen, und Nash wird seine Bestmarke von 11.5 Assists nicht wiederholen können. Gleiches gilt für seine Field Goal Quote von 50.2 (persönliche Bestmarke). Seine Freiwurfquote von 88.7 Prozent hilft Euch bei nur 3.2 Versuchen pro Spiel nicht so viel, wie Ihr vielleicht denken mögt. In Fantasy Leagues rangiert er deutlich hinter Jason Kidd.
Vorsicht ist ebenfalls bei Raja Bell geboten, den viele für einen Sleeper halten. Er ist nicht mehr als ein Ersatz-Guard.
Ausblick:
Die Suns werden sich mehr auf die Defensive konzentrieren und deswegen offensiv nicht ähnlich spektakuläre Werte wie vergangene Saison erzielen. Stoudamire ist ein Fantasy-Star, Nash nicht.
SACRAMENTO KINGS
Wir lieben:
Die Entscheidung zwischen Mike Bibby und Shareef Abdur-Rahim ist uns nicht leicht gefallen. Beide werden dieses Jahr bessere Statistiken als in der Vorsaison produzieren. Bibby wird besser sein als viele andere Point Guards, die vor ihm gedraftet werden.
Wir raten ab von:
Allen Back-ups. Sollte es Verletzungen geben, nehmt sie als Free Agents. Sonst hat wirklich niemand von der Bank einen Fantasy-Wert.
Ausblick:
Das Mannschaftsgefüge der Kings hat sich in der vergangenen Jahren oft verändert, doch ihr Fantasy-Wert ist immer gleich hoch geblieben. Bonzi Wells wird nicht so viele Dreier wie Cuttino Mobley treffen, dafür reboundet er aber besser. Bibby und Stojakovic werden bestimmt in den ersten Runden gepickt werden.
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