Aus dem Englischen übersetzt von Johannes Berendt


Team-By-Team Fantasy Previews

NORTHWEST DIVISION

UTAH JAZZ
Wir lieben:
Andrei Kirilenko. Wir sagen klipp und klar. Dieser Forward muss gekauft werden! Die Playoff-Träume der Jazz waren letztes Jahr effektiv am 27. November vorbei, als sich Kirilenko verletzte.

Diese Saison wird er wieder auf seiner angestammten Small Forward Position spielen, was vielleicht leichte Einbußen bei den Rebounds bedeutet. Dafür wird er die Liga in Blocks anführen (knapp drei pro Spiel).

Die zweite Saisonhälfte hat es schon angedeutet: Er ist nun auch in der Lage, richtig zu scoren. 17.3 Punkte bei einer Field Goal Quote von 48.4 Prozent sind aller Ehren wert. Zudem trifft er 0.8 Dreier pro Spiel. Er ist wirklich ein All-Around-Spieler, um den man leicht eine Mannschaft formen kann.

Mehmet Okur, der Center mit dem Shooting Touch, wird aus den Fehlern der vergangenen Saison lernen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten lag er nach dem All-Star Break bei 30.1 Minuten pro Spiel. Liegt die Anzahl seiner Schussversuche im zweistelligen Bereich, erreichte er 16.5 Punkte, 9.1 Rebounds und fast einen Block pro Spiel. Als Bonus sammelt er für einen großen Mann viele Assists (2.5 nach dem All-Star-Weekend). Okur ist ein perfekter Pick für die Mitte des Drafts.

Wir raten ab von:
Matt Harpring lockt Team-Besitzer mit Punkten, Rebounds und Field Goal Quote, doch er enttäuscht bei Dreiern, Steals und Blocks. Erwartet keine Heldentaten von ihm, denn es gibt ja noch Kirilenko, Okur, Carlos Boozer, Gordan Giricek und sogar Deron Williams, die alle scoren können.

Ausblick:
Die Jazz haben tolle Fantasy-Spieler. Alle Starter spielen mannschaftsdienlich. Und Kirilenko wird sich zu einem der besten Spieler der NBA mausern.



SEATTLE SUPERSONICS
Wir lieben:
Luke Ridnour hat sich in seinen ersten beiden Jahren prächtig entwickelt. Der Trainerstab hat daran keinen geringen Anteil. Die bisher gesammelten Erfahrungen als Point Guard sollten ihm helfen, sich dieses Jahr in die Startaufstellung zu spielen. Seine „Pass-First, Shoot-Second Mentalität“ hat ihm Vergleiche zu John Stockton oder Steve Nash beschert. Seine Manager wird er mit Dreiern und Assists verzücken. Er wird sich zu einem der besseren Fantasy Point Guards mausern.

Wir raten ab von:
Hier muss ja ein Name stehen, darum legen wir uns mal auf Nick Collison fest. Hier könnte aber auch der komplette Front Court der Sonics Erwähnung finden. Die Sonics haben hohe Erwartungen in Collins, die er zum Teil auch erfüllt hat, doch er sammelt Fouls mit erschreckend hoher Geschwindigkeit. Das wird seine Spielzeit – und folglich auch seinen Fantasy-Wert – doch stark einschränken. Die Sonics können sich das erlauben, haben sie doch genügend große Spieler unterm Korb. Ausreichend Spielzeit, um nachhaltigen Eindruck bei Managern zu hinterlassen, wird kaum jemand bekommen.

Ausblick:
Ray Allen und Rashard Lewis waren hinter Shaq und Dwyane Wade das Duo mit dem zweithöchsten Punkteschnitt. Diese Saison wird es kaum anders werden. Der Run-and-Gun Stil wird auch nach dem Trainerwechsel fortgeführt werden.



PORTLAND TRAILBLAZERS
Wir lieben:
Darius Miles wird auf dem Weg zum All-Star sein Talent richtig einsetzen. Die horrende Freiwurfquote von 60 Prozent ist zwar eine bittere Pille, doch ein Small Forward, der im Schnitt auf zwei Blocks kommt, ist wirklich eine Seltenheit. Hinzu kommen ja noch 18 Punkte pro Spiel bei einer Quote von 48 Prozent. Er ist wahrlich ein unterschätzter Fantasy-Star.

Wir raten ab von:
Wir raten nicht gänzlich ab von Joel Przybilla, dennoch sei auf seine unterirdische Freiwurfquote von 52 Prozent hingewiesen. Er hat seine Präsenz unterm Korb durchaus unter Beweis gestellt (zehn Rebounds und drei Blocks pro Spiel nach Februar), aber wir zweifeln daran, dass er diese Leistungen bestätigen kann. Außerdem ist es nahezu unmöglich, Theo Ratliff zu einem anderen Team zu traden, was Przybilla zusätzliche Spielzeit kosten wird.

Ausblick:
Die Verjüngungskur geht weiter. Sebastian Telfair und Martell Webster werden irgendwann einmal einen furchteinflößenden Backcourt bilden. Noch verhindern viele Turnovers und verschossene Freiwürfe aber eine siegreiche Saison.



MINNESOTA TIMBERWOLVES
Wir lieben:
Marko Jaric, der neue Starting Point Guard, hat nach der Verletzung von Shaun Livingston seine tolle Spielübersicht unter Beweis gestellt. Es gibt keinen Grund, daran zu zweifeln, dass das diese Saison anders werden sollte. Fantasy-Spielern bringt er sicher zwölf Punkte, sechs Assists, einen Steal sowie einen Dreier pro Spiel.

Wir raten ab von:
Rashad McCants trifft gut von draußen und kann auch schnell aus dem Dribbling schießen, doch wir befürchten, dass seine fragwürdige Trainingseinstellung dem neuen Trainer Dwane Casey nicht gefallen wird. Auch mit recht viel Spielzeit wird er schätzungsweise nicht mehr als acht oder neun Punkte machen. Ähnlich schlecht sieht es bei Rebounds und Assists aus.

Ausblick:
Die Timberwolves könnten wieder 50 Siege erreichen, doch es bleiben die alten Zweifel. Mal abgesehen von der (zweifelhaften) Chemie im Team fehlt immer noch ein starker Center. Alles deutet auf ein frühes Aus in den Playoffs hin.



DENVER NUGGETS
Wir lieben:
Nachdem Carmelo Anthony anfangs die hohen Erwartungen nicht erfüllen konnte, haben ihn viele schon abgeschrieben. LeBron James und Dwyane Wade sind in ihrer Entwicklung sicher bereits einen Schritt weiter. Doch Anthony begeisterte in der zweiten Saisonhälfte. Dieses Jahr steht eine weitere Leistungssteigerung bevor.

Die schwache Statistiken der vergangenen Saison haben viele Manager zweifeln lassen. Alle, die ihn dieses Jahr auswählen, werden sich hinterher ins Fäustchen lachen. Auch falls Ihr ihn nicht billig bekommt: Was kann man gegen jemanden einwenden, der über 20 Punkte im Schnitt macht und zudem noch in anderen Kategorien brilliert?

Wir raten ab von:
Viele Manager schwärmen von Nenê. Zugegeben, er ist verlockend. Er wäre ein perfekter Fang später im Draft. Potential hin oder her, seine limitierte Einsatzzeit rechtfertigt aber keinesfalls eine frühe Auswahl. Ohne Verletzungen von Camby oder Martin wird er für ähnliche Statistiken wie in der vergangenen Saison gut sein.

Ausblick:
Voshon Lenard ist zurück und sorgt für Gefahr aus der Distanz. Mit Camby, K-Mart und Nenê haben die Nuggets einen der besten Front Courts der Liga, doch das ist gleichzeitig der Grund, warum keiner sein volles Fantasy-Potential ausschöpfen wird.

 
 
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