Drés Corner: Bosh wohl raus, die Mavs und Knicks bald auch?

André Voigt

Die Meinungen, die im Playoff Blog geäußert werden, geben lediglich André Voigts persönliche Einschätzung wieder, nicht aber die Sichtweise von NBA.de, der NBA oder irgendeinem NBA-Team.

Bosh im Flieger, Melo auf der Vier

Vorab: Keine Bange, Chris Bosh hat sich nicht aus Frust über sein Dasein als dritte Geige an einer Vitrine vergangenen. Auch will der Power Forward nicht aus reinem Sportsgeist die Chancen den arg unterlegenen Knicks auf einen Sieg im heimischen Madison Square Garden aufbessern. Bosh wird Vater. Wahrscheinlich heute Nacht. Deshalb flog er zurück nach Miami, um bei seiner Frau zu sein.

Ob er rechtzeitig zurück nach New York fliegen kann, ist zur Stunde ungewiss.

Die Entscheidung von Bosh ist verständlich, richtig, aber auch gut für die Knicks.

Dass bei denen Amar’e Stoudemire fehlt, weiß mittlerweile jeder Basketballfan mit Internetanschluss oder Freunden, die einen solchen besitzen. Der Power Forward erklärte heute, dass er plane auf jeden Fall zur vierten Partie zur Verfügung zu stehen.

Das dritte Spiel wird er aber aufgrund seiner Handverletzung verpassen.

Die Abwesenheit beider Starter auf der Vier dürfte bedeuten, dass Carmelo Anthony – wie schon in der regulären Saison – als Power Forward für die Knicks agiert. Eine Taktik, die nicht die schlechteste ist.

Steht Anthony mit Tyson Chandler und drei Schützen auf dem Feld, kann Melo eins-gegen-eins zu Werke gehen. Vor dem eigenen Publikum muss der Star dann zeigen, dass er in der Lage ist auf einem Level mit LeBron James oder Dwyane Wade zu agieren.

Wenig Hoffnung für Dallas …

Hätte Kevin Durant seinen Gamewinner zum Auftakt nicht getroffen … Wenn die Mavericks ein wenig bessere Entscheidungen getroffen hätten … Die Serie zwischen den Oklahoma City Thunder und Dallas Mavericks könnte genau so gut 2-0 für Dallas stehen.

Doch in den NBA Playoffs gilt der Konjuntkiv nicht. Die Thunder haben in eigener Halle zwei Mal gewonnen. Sie kontrollieren die Serie. Eigentlich muss das ja auch erwartet werden. Sie sind das an Nummer zwei gesetzte Team im Westen.

Aber: Beginnt eine Serie nicht erst, wenn das Heimteam verliert?

Theoretisch schon … Aber Dallas MUSS heute gewinnen. Ein 0-3 käme dem Ausscheiden gleich. Denn die Aufgabe ist so schon schwerer als schwer. Denn: Wer traut den Mavs ernsthaft zu Durant, Russell Westbrook und Co. in vier der nächsten fünf Spiele zu bezwingen?

Vor allem Westbrook ist bisher, nicht zu kontrollieren. Nicht von Jason Kidd, nicht von Delonte West, nicht – und das ist die bitterste Erkenntnis – von der Teamdefense der Mavs.

Dirk Nowitzki? Der spielt sehr, sehr gut, muss sich aber persönlich der Attacken von Serge Ibaka und Kendrick Perkins erwehren …

Das wäre 2011/12 nicht passiert. DeShawn Stevenson und Tyson Chandler hätten solchen Methoden ruckzuck ein Ende bereitet, ohne dass sich der Superstar die Hände selbst schmutzig machen muss.

Aber gut, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und niemand darf sich wundern, sollte Dirk Nowitzki heute in seinem American Airlines Center die 40-Punkte-Marke durchbricht.

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