Rückblick 2004
Wenn ein Team seinen wichtigsten Spieler verliert, könnte man meinen, es geht alles den Bach herunter, oder? Weit gefehlt.
Die Neuzugänge Jason Terry und Devin Harris halfen den Mavericks, den Weggang von MVP Steve Nash zu verdauen. Das Experiment, die Defensive in Person von Erick Dampier zu verstärken, verlief nicht so gut wie erhofft. Der Trainerwechsel vom offensiv spielenden Coach Don Nelson zum defensiv-orientierten Avery Johnson hingegen schon. Er bewirkte wahrlich Wunder.
Dirk Nowitzki meisterte den nächsten Schritt auf dem Weg zum absoluten Superstar und ließ alle Kritiker, die ihn nach dem Wechsel von Nash auf dem absteigenden Ast sahen, verstummen. Ein überfüllter Backcourt sorgte stets für Schwung in der Offensive und die Mavs eliminierten die Rockets in einer spannenden Serie von sieben Spielen. Ironischerweise war es Steve Nash mit seinen Suns, der den Mavericks ein frühzeitiges Playoff-Ende bescherte. Diese Saison hofft man in Dallas, sich defensiv zu verbessern – allerdings nicht auf Kosten der starken Offensive. Und man wünscht sich eine Siegesserie in den Playoffs.
Zugänge |
Abgänge |
Voraussichtliche Startformation |
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Doug Christie DeSagana Diop |
Michael Finley | PG: Jason Terry SG: Marquis Daniels SF: Josh Howard PF: Dirk Nowitzki C: Erick Dampier |
Schlüsselspieler auf der Bank / Positionskämpfe
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Dallas' Josh Howard
Barry Gossage/NBAE/Getty Images |
Sogar nach dem Weggang von Michael Finley bleibt der Backcourt überfüllt wie eh und je. Jerry Stackhouse hat seine Qualitäten als sechster Mann unter Beweis gestellt und wird auch diese Saison die gleiche Rolle einnehmen. Wenn er genügend Spielzeit bekommt, kann er immer noch ordentlich punkten. Daher wird er in Fantasy Teams auch diese Saison einer der beliebtesten Bank-Spieler sein.
Devin Harris ging als Starter in die Saison, bis ihm Jason Terry schon bald den Rang ablief.
Terry wird versuchen, sein Platz in der Anfangsformation zu behalten, doch Harris bleibt ein harter Konkurrent, wenn es um Spielzeit geht. Harris hat – bei genügend Spielzeit – durchaus seinen Wert für Fantasy Teams, besonders in der Kategorie der Steals. Die Mavs hoffen auf gute Verteidigungsleistungen von Doug Christie, aber Fantasy Basketball Spieler sollten nicht zuviel von ihm erwarten. Keith Van Horn, als Back-up von Nowitzki, wird ab und zu Small Forward spielen. Mehr aber auch nicht.
Diesen Spieler lieben wir
Josh Howard war ein echter Glücksfall aus dem Shawn Marion Trade. Am Anfang der letzten Saison musste er sich ganz hinten auf den Flügel-Positionen anstellen, doch nach einigen Verletzungen wurde er plötzlich zum Starter. Diesen Job gab er die gesamte Saison nicht mehr ab. Trotz all dem Talent, das die Mavs auf den Flügeln besitzen, ist Howard der einzige, der garantiert so viel Spielzeit wie ein Starter bekommen wird. Er hat nämlich eine besondere Qualität, die Johnson sehr schätzt – er kann verteidigen. Vorne muss man bei ihm auch keine Bedenken haben. Er hat sich in jeder Kategorie als wertvoll erwiesen. Mit dem angereicherten Erfahrungsschatz einer weiteren Saison wird Howard einen Level erreichen, der ihm in Fanatsy Leagues viel Respekt einbringen wird.
Diesen Spieler sollte man lieber nicht nehmen
Viele Jahre lang wurde Keith Van Horn gnadenlos unterschätzt. Aber dieses Jahr irrt Ihr Euch nicht, wenn Ihr ihn nicht nehmt. Er mag einer der effizientesten Fantasy Spieler sein, wenn er eine wichtige Rolle in einem Team innehat. Bei der Mavericks ist aber einfach kein Platz für ihn. Nehmt ihn lieber nicht. Es sei denn, jemand vor ihm verletzt sich.
Was in 2005 zu erwarten ist
Den Beweis, dass sie das Zeug zum Champion haben, sind die Mavericks bislang schuldig geblieben. Das wissen sie. Allein die bemerkenswerte Einstellungsänderung zu einer defensiveren Ausrichtung ist ein Indikator dafür. Sie wollen es allen zeigen. Alle Fantasy Spieler fragen sich, ob der Fantasy Wert der Mavs immer noch so hoch ist wie vorher. Die Antwort lautet, ganz einfach, ja.
Marquis Daniels wird den Shooting Guard Startplatz von Michael Finley übernehmen, was ihn zu einem Sleeper-Kandidaten in jeder Fantasy League macht. Daniels hat sein Potential schon oft angedeutet; dieses Jahr wird er es auch ausschöpfen.
Neben Daniels und Howard haben die Mavericks zwei aufregende Spieler auf der Flügelposition. Terry erwischte letztes Jahr einen miserablen Saisonstart, bevor er dann gegen Ende richtig aufblühte. Er ist genau der richtige Spieler, den man irgendwann zu einem niedrigen Preis an Land ziehen sollte.
Dampier bekommt eine weitere Chance, zu zeigen, dass sein Breakout-Jahr bei den Warriors auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass er um einen neuen Vertrag gekämpft hat. Schlussendlich liegt das Glück der Mavericks – und von vielen Fantasy Teams – aber einzig und allein in den Händen von Nowitzki.
Die Mavs fürchten, dass es sich herumgesprochen hat, wie die Rockets in den Playoffs Nowitzki ausgeschaltet haben. Sie stellten eine großen, athletischen Small Forward gegen ihn, der ihm mit guter Beinarbeit das Leben schwer machte. Er steigerte sich im Verlauf der Serie, doch immer mehr Teams werden Verteidiger gegen ihn stellen, die zwar kleiner, dafür aber schneller sind. Das könnte Nowitzki ins Stolpern bringen. Dennoch ist er einer der Spieler, die einen Weg finden, diese neue Taktik zu neutralisieren.
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