Dirk Nowitzki:
Ja, erstmal guten Morgen. Schade, dass es natürlich vor zwei, drei Tagen nicht geklappt hat, aber wir hatten leider Training, vom Training zurück gekommen, aber bitte ...aber freut mich, dass es klappt. Ja kurze, kurzes Wort: Die reguläre Saison war glaube ich mit Höhen und Tiefen voll, aber wir sind jetzt zum Schluss doch erfreut darüber, dass wir die Playoffs erreicht haben und ich glaube jetzt in den Playoffs ist alles möglich. Der Westen ist vollgesteckt mit guten Mannschaften und jetzt kommt es darauf an, wer einfach am besten drauf ist. .... nächsten Samstag geht es los und wir hoffen auf eine gute Serie mit neuen Wins und dann schaun wir weiter. Ansonsten, let's go.
Dirk, Sie sind ja letztes Jahr ja sehr unglücklich oder tragisch in der ersten Runde ausgeschieden aus den Playoffs. Gehen Sie da dieses Jahr möglicherweise mit mehr Respekt hinein?
Ich meine, letztes Jahr war letztes Jahr und dieses Jahr ist wieder ein neues Jahr. Uns ist klar, dass die erste Runde sehr, sehr schwer wird. Auch dieses Jahr wird im Westen, und in LA gibt es keine leichten Match-Ups mehr. Aber Respekt hatten wir trotzdem auch letztes Jahr, aber Golden State war einfach der falsche Gegner zum falschen Zeitpunkt, das muss man einfach so sagen. Die waren damals heiß, die hatten ja damals glaube ich die letzten zehn oder elf regulären Saisonspiele gewonnen und haben quasi diesen Moment mit in die Playoffs reingezogen und haben super gegen uns gespielt, und deswegen müssen wir einfach das letzte Erlebnis in den Playoffs vergessen und dieses Jahr wieder auf ein Neues angreifen. Wir haben ja eine neue Mannschaft mit Kidd und einigen neuen Spielern, wie Allen, Tyronn Lue, wie Wright. Das sind einige neue Leute und ich hoffe, dass wir dieses Jahr einen besseren Playoff hinlegen, das müssen wir aber abwarten und sehen, wie es läuft.
Hi Dirk. Du hast nach dem Kidd-Trade davon gesprochen, dass ihr so ein gewisses Zeitfenster hättet, um Meister zu werden, nicht in zwei oder drei Jahren, sondern in diesem Jahr. Seid ihr jetzt nach den letzten guten Spielen soweit zu sagen: „Ja, wir wollen, wir werden dieses Jahr Meister.“?
Ich meine so was kann in der NBA nicht voraus sagen. Ich glaube, um in der NBA Meister zu werden, gehören eine Menge Sachen dazu. Da muss man eine Menge Glück haben, man muss über zwei Monate lang in den Playoffs den besten _____ spielen, es gehört eine Menge Glück dazu, hier und da. Und die Mannschaft muss natürlich passen und die Chemie muss stimmen, also, da fließt eine Menge mit rein. Aber ich glaube schon, dass zunächst erstmal alles offen ist. Wir haben gezeigt in den letzten Wochen oder zehn Tage, dass wir auch richtige Spiele gewinnen können. Das war wichtig, wir haben dann zu Hause Utah geschlagen, und ich glaube die Siege müssen uns jetzt Selbstbewusstsein geben jetzt für die Playoffs. Wir haben gestern in einem hochklassigen Spiel New Orleans geschlagen, ich glaube schon, dass die Siege Selbstbewusstsein geben, zumindest für die erste Runde, und ich glaube, wenn man erst einmal etwas Momentum gewonnen hat in den Playoffs, dann ist alles möglich. Na ja, jetzt schauen wir einfach mal wie die ersten paar Spiele laufen und dann…
Du selbst hast ja ein super Comeback gefeiert nach deiner Verletzung. Die Medien haben vom „Man of Steel“, vom „Außerirdischen“ gesprochen. Kannst du uns erklären, wie das zustande kommt, dass du so gut bist nach so einer schweren Verletzung? Und wie wichtig war da die Luftkammer und diese Filmgeschichten, die man da zu lesen bekam?
Man muss sagen, dass ich da einfach verdammt viel Glück hatte. Ich meine, die Verletzung hätte glaube ich sehr, sehr viel schlimmer ausfallen können. Ich habe eigentlich Glück gehabt, dass ich meinen Fuß nur etwas oben überdehnt hatte und mein Knie überdehnt hatte - von daher hatte ich wirklich Glück im Unglück. War zwar …Fast eine Woche hatte ich so einen ____ Gipsarm, den ich quasi nachts abnehmen konnte. Den hatte ich für eine Woche an, und danach habe ich einiges machen können. Ich habe die Woche schon ein bisschen Rad fahren können und von daher war ich jetzt für die Woche oder zehn Tage, in denen ich weg war, war ich nicht nur da gelegen, sondern konnte mich schon ein bisschen bewegen und da hatte ich wirklich Glück gehabt. Mit der Sauerstoffkammer und was wir da alles gemacht haben in der Woche und was da wirklich geholfen hat, ist schwer zu sagen. Aber wir haben eine Menge gemacht. Die Mannschaft war ja auswärts unterwegs und haben hier …Der zweite Physiotherapeut ist hier mit mir geblieben und quasi rund um die Uhr waren wir beschäftigt, ob jetzt Sauerstoffkammer war oder in der Halle war und Eisen. Die ersten zwei, drei Nächte bin ich sowieso alle zwei Stunden aufgestanden und habe quasi durch geeist. Wir haben da eine Menge gemacht. Wir haben da so ein Laufband unter Wasser, das ein bisschen den Druck von den Gelenken weg nimmt. Da war ich dann jeden Tag dann drin und habe angefangen zu laufen. Am Schluss bin ich dann schon ein bisschen gerannt für drei, vier Minuten. Wir haben in der Woche, als die Mannschaft weg war verdammt viel hier gemacht. Da kann man nicht sagen, was genau da jetzt den Ausschlag gegeben hat, dass ich so schnell wieder spielen konnte. Aber es hat natürlich hingehauen, weil die Playoffs waren da ein bisschen in Frage für eine Weile. Es sah nicht gut aus, nachdem wir in Denver und gegen Golden State ordentlich verloren haben, sah es eine Weile lang nicht gut aus. Da war ich natürlich froh, dass ich jetzt helfen konnte, dass wir die Playoffs noch geschafft haben in den letzten zwei, drei Wochen.
Schönen guten Morgen, Herr Nowitzki.
Morgen.
Im letzten Jahr gegen Golden State zeigte sich auch, dass der Nelson versucht hat, sich eine Idee auszudenken, wie man sich gegen Nowitzki verteidigt, und das hat ja auch relativ gut geklappt. Gestern in dem Spiel gegen die Hornets konnte man sehen, dass sie zwar nur relativ wenig Punkte erzielt haben, aber doch sehr gut den Nebenmann gesehen und gefunden haben, also sich auch ein bisschen vielleicht auf eine etwas andere Rolle gegen die Hornets eingestellt haben. Kann man sagen, dass Sie schon ein wenig geprobt haben, wie man gegen die Hornets spielt? Oder soll das nur das Spiel sein was man da ____?
Ja, ich glaube auch, dass ich in der Offensive gestern keinen guten Rhythmus gehabt habe. Ich habe ein paar gute Freiwürfe eigentlich gehabt, war von Anfang an aber nicht aggressiv genug. Ich wusste eigentlich schon von den zwei vorhergehenden Meetings mit New Orleans die _____Taktik. Ich wusste, dass mich da nicht isolieren lassen und mich da groß punkten lassen. Das wusste ich schon aufgrund des letzten Meetings. Die kommen ziemlich schnell mit dem zweiten Mann dazu und versuchen den Ball auch aus meinen Händen zu holen. Das war mir aber schon vorher klar. Aber ich glaube schon, dass man von Anfang an etwas aggressiver sein muss und dass man nicht immer auf das Doppeln warten muss, sondern auch vorher schneller eine Aktion starten muss und nicht immer einfach den Ball raus passen. Das habe ich am Anfang gemacht. Damit habe ich selber offensiv überhaupt keinen Rhythmus gehabt als ich dann die freien Schüsse bekommen hab, ja klar, dann war der Rhythmus ein bisschen weg. Klar, wenn die mich so verteidigen wie in den Playoffs, dann hoffen wir, dass die Jungs so schießen wie gestern. Der Terry war unglaublich gestern, der Kidd hat uns das Spiel gewonnen gestern im zweiten und dritten Viertel. Als wir wieder mit zehn Punkten hinten waren, hat er super verteidigt, vorne die Dreier reingehauen. Wenn wir so zusammen spielen als Mannschaft, dann sind wir in den Playoffs sehr, sehr gefährlich.
Aber, Sie versuchen sich wirklich nun auch ein bisschen in der Assistrolle zu definieren, oder ist das nur situationsbedingt, weil Sie den Ball loswerden müssen und einfach einen guten Nebenmann finden?
Ich sage es mal so, ich muss natürlich so spielen, dass die Mannschaft gewinnt. Wenn die Hornets sich darauf konzentrieren, den Ball aus meiner Hand zu lassen, dann muss ich natürlich irgendwo schon auch den freien Mann finden. Ich meine, wenn die mich doppeln, dann ist einer von unserer Mannschaft frei. Das haben wir gestern super hingekriegt. Es ist immer einer rüber geschritten, der frei war und da haben wir in der zweiten Halbzeit von außen sehr gut getroffen, vor allem der Kidd und der Terry. Wenn das in den Playoffs auch so der Fall ist, dann müssen wir auch so zu den offenen Punkten hinkommen und da den Ball hinbringen und dann natürlich das Wichtigste, die mit den Schüssen, die wir so kriegen, treffen.
Danke schön.
Kein Problem.
Guten Morgen, Dirk. Hallo Als erstes Mal soll ich dir noch einen schönen Dank von deinem Kollegen Podolski für dein Trikot bestellen.
Hat alles geklappt?
Es hat alles super geklappt. Er hat sich sehr gefreut darüber. Jetzt zu euch. Was meinst du, wie negativ kann sich das noch auswirken kann, dass ihr in den kompletten Playoffs keinen Heimvorteil haben werdet?
Ja, ich meine, das hätten wir uns natürlich vor der Saison nicht erträumen lassen. Nachdem wir letztes Jahr 70 Siege geholt haben und quasi durch die ganzen Playoffs Heimrecht gehabt hätten, dass wir in diesem Jahr nicht mal in der ersten Runde Heimrecht haben - das ist natürlich schon bitter. Ich glaube, sogar in den letzten Monaten haben wir noch damit geliebäugelt, auch wenn es knapp war nach unten, aber wir haben eigentlich immer nach oben geschaut und wollten schon noch, zumindest für die erste Runde, noch den vierten Platz holen, unser Heimrecht in der ersten Runde zu ergattern. Es ist dann aber ein bisschen anders gelaufen. Wir hatten da einen unglücklichen Run da gehabt. Wir haben da fünf, sechs, sieben knappe Spiele gehabt gegen gute Mannschaften und haben sie alle verloren, gegen die Lakers, ein paar Mal, in Utah, da waren alle dabei. Da waren wir eigentlich immer dran, im vierten Viertel teilweise sogar vorne, und dann am Schluss noch knapp mit drei, vier Punkten verloren. Von daher war es dann auch schon auch klar, dass es mit dem Vierten nichts mehr wird und dann war natürlich das Ziel in den letzten Wochen einfach die Playoffs noch zu schaffen. Und dann wäre alles klar, die Karten werden jetzt neu gemischt. Ich glaube mit der Mannschaft vereinigen wir viel Erfahrung: der Jeff, der Josh, ich und der Stack. Die ganzen Leute waren damals vor zwei Jahren in den Finals, der Jeff Kidd war schon zwei Mal in den Finals. Ich glaube, da muss man auch schon richtige Spiele auswärts gewinnen. Vor zwei Jahren haben wir in San Antonio Spiel Sieben sogar auswärts gewonnen. Ich meine, wenn man in den Playoffs auch voran kommen will, muss man Heimspiele gewinnen, man muss aber auch richtige Spiele auswärts gewinnen können. Von daher müssen wir auch das Bewusstsein haben, dass wir auch auswärts richtige Spiele gewinnen können und dann ist glaube ich alles offen.
Ok. Was denkst du? Wie hilfreich ist es für dieses Jahr für euch, dass ihr nicht in der Favoritenrolle seid, sondern von Anfang an eigentlich wenig Druck habt und dadurch, dass ihr bis gestern quasi unter Druck standet und keine jetzt auch Ruhepause hattet?
Also ich muss sagen, dass ich es so fast besser finde dieses Jahr als letztes Jahr, bis auf dass wir nicht so viel Pause haben. Wenn man eigentlich letztes Jahr mal schaut, dann hatten wir eigentlich schon Heimvorteil, den ersten Platz sicher quasi schon Ende März und dann hatten wir drei Wochen fast im April und da haben wir versucht irgendwie den Druck aufrecht zu halten, aber es war nicht leicht. Wenn du schon vorher ins Spiel gehst und weißt, es ist eigentlich egal, ob wir das Spiel gewinnen oder verlieren, es ändert nichts an unseren Playoff-Standings. Da war es etwas schwer den Druck aufrecht zu halten die letzten drei Wochen und dann als die Playoffs losgingen, war es so ein bisschen von 0 auf 100 der Effekt, dass jetzt auf einmal ist wieder alles total wichtig. Da haben wir den Sprung nicht mehr ganz geschafft, nach drei Wochen den Fuß ein bisschen vom Gas nehmen und dann wieder Vollgas – das hat einfach nicht so gut funktioniert. Ich hoffe doch, dass es dieses Jahr besser klappt. Wir hatten ja bis zum Schluss quasi mussten wir Volldampf gehen jetzt die letzten Wochen und ich hoffe, dass wir das mit in die Playoff-Runde mit reintragen können und hoffentlich gleich gut reinstarten können. Hoffentlich natürlich gleich mit einem Sieg am Samstag – das wäre natürlich das Optimalste. Was war der Erste? Als Favorit war letztes Jahr der Druck schon immens groß, vor allem in der ersten Runde. Ich glaube die Nicht-Favoritenrolle ist schon leichter zu spielen, wenn du keinen Druck hast und einfach frei spielen kannst und mal schauen, was rauskommt; ich glaube schon, das ist leichter ist und das es schon eine Rolle ist, die uns besser passt. Aber, was dabei rauskommt, werden wir die nächsten paar Wochen ja sehen.
Vielen Dank und viel Erfolg.
Danke.
Ja, schönen guten Morgen erstmal.
Morgen.
Im Prinzip wurden meine Fragen schon beantwortet. Ich hatte mich vor einigen Minuten eingeklickt. Aber ich habe doch noch eine Frage jenseits der NBA? Es steht ja nach der Saison mit den Nationalmannschaften auch noch die Olympia-Quali an. Und da wollte ich mal hören: Wie stehen Sie denn zur Diskussion um einen möglichen Boykott der Spiele?
Ja, ich stehe eigentlich überhaupt nicht dazu. Ich glaube, ich habe es in den letzten Wochen schon ziemlich klar gemacht, dass die olympischen Spiele eben nach China verlegt worden sind, und das hätte man sich eigentlich schon damals denken können, oder das hätten sich die Funktionäre denken können, dass da zwei Welten aufeinander krachen und dass da zu Konflikten kommt aber das hätten wir schon vorher wissen müssen und von daher finde ich das eigentlich ganz schwach, dass immer auf den Sportlern auszutragen, auf den Rücken von Sportlern. Der Sportler in diesem Fall ist das schwächste Glied und hat mit Politik eigentlich wenig zu tun. Ich meine, warum soll es der Sportler auszahlen, was die Politik schon seit Jahren einfach nicht hinkriegt. Warum soll das auf dem Sportler seinen Rücken ausgetragen werden? Das finde ich. Viele Sportler bereiten sich da seit vielen Jahren auf das eine Ereignis vor. Ich glaube einfach, das kannst du den Sportlern nicht wegnehmen. Von daher fand ich die Boykottdiskussion natürlich sehr, sehr ungerecht und hoffentlich findet es auch nicht statt.
Alles klar. Vielen Dank. Viel Erfolg.
Danke.
Hallo Dirk. Ich habe eine Frage bezüglich der Playoff, also zurück zur NBA. Inwiefern sind Sie froh, dass es gegen die Hornets geht und nicht gegen die LA Lakers oder gegen die Spurs, die auch möglich gewesen wären?
Ich glaube, wenn man sich die ersten Vier anschaut, da haben wir glaube ich schon den besten Gegner erwischt. Ich weiß, New Orleans ist eine Supermannschaft, aber wenn man sich die Mannschaft anschaut, dann sind sie doch noch sehr Playoff unerfahren. Ich glaube, viele sind das erste Mal jetzt in den Playoffs, wie der Druck da so ist und die Intensität ist, das ist doch alles glaube ich nochmal ein bisschen neu. Von daher hoffe ich doch, dass wir mit unserer Playoff-Erfahrung, die wir haben, mit Jason, mit allen, die mit uns vor zwei Jahren in den Finals waren, dass wir da mit unserer Playoff-Erfahrung doch noch hoffentlich dann auswärts zuschlagen könne, dann schauen wir weiter. Ich glaube die Lakers sind nach dem Pau-Gasol-Trade in dem schweren Westen doch der Hauptfavorit mit einem Kobe, der eine unglaubliche Abwehr gespielt hat, da passt der wirklich super rein und deswegen sind die schon für mich Hauptfavorit. Und jedes Mal, wenn die Playoffs losgehen, die Spurs immer schwer zu schlagen sind und und von daher wollten wir glaube ich denen auch aus dem Weg gehen. Von daher, ja, ich meine leichte Gegner gibt es dieses Jahr nicht in den Playoffs und ich glaube schon, dass New Orleans alles geben wird, und ich hoffe, dass wir zum Schluss in einer knappen Serie gewinnen können. Das werden dann die nächsten paar Wochen zeigen.
Danke.
Dirk, New Orleans ist eine Mannschaft, die extrem auf Chris Paul ausgerichtet ist. Ihr habt jetzt mehrere Tage vor Playoff-Beginn und dann auch während der Serie viel Zeit euch auf ihn ganz exakt einzustellen, auf ______, auf das Team und so. Inwieweit ist das ein Vorteil, wenn ihr so einen ganz klaren Ansatzpunkt habt? Du kannst da wahrscheinlich aus Erfahrung sprechen aus der Serie letztes Jahr gegen Golden Gate zum Beispiel.
Ja, klar, das ganze Spiel fängt schon mit Chris Paul an. Er ist quasi der Kopf der Schlange und verdammt clever. Wir haben es gestern auch schon ein bisschen versucht als wir im dritten Viertel hinten waren, da haben wir es ein bisschen versucht, ihm den Ball aus seinen Händen zu nehmen, haben wir ein bisschen gedoppelt, haben wir im Rückfeld so eine kleine Presse aufgezogen, damit sie ein wenig etwas anders machen müssen als nur er, der da rum dribbelt und die offenen Leute findet – das macht er schon wie kein Zweiter, das macht er schon verdammt gut. Da muss man dann erstmal schauen, was da für Sachen in den Playoffs machen. Aber heute Abend, jetzt in einer Stunde haben wir eine kleine Filmsession, wo wir uns so ein bisschen einstellen werden. Und dann natürlich zwischen Spiel zu Spiel – das macht den Spaß der Playoffs aus, dass du immer einen Tag dazwischen hast, wo du dich neu einstellen kannst, wo du neu Sachen probieren kannst. Ich glaube schon, dass Chris Paul natürlich der entscheidende Faktor für New Orleans sein wird. Von daher glaube ich schon, dass die Coaches sich einiges einfallen lassen und dann schauen wir weiter. Der Kidd hat ihn gestern ganz gut verteidigt, wir haben schon versucht ihm den Ball ein bisschen aus den Händen zu nehmen. Aber ich glaube schon, einen Ball aus dem Point-Guard dahinten herausrollen ist schwerer als wenn man einen Großen hat. Dunken, wenn der einen Ball hat, das weiß jeder, da unten steht er. Du kannst ihn doppeln, doppeln. Aber wenn er einen aufbauenden Ball selbst bringt, das ist natürlich verdammt schwer. Der ist quirlig, der ist schnell. Und so im offenen Feld jemanden zu doppeln, der so schnell ist – das kann natürlich auch hinten losgehen. Von daher muss man schon schauen, bestimmte Bereiche am Spielfeld, wo man doppeln kann, wo es Sinn macht. Von daher wird es uns mit Sicherheit Spaß machen, wenn wir uns auf morgen auf ihn einstellen und dann schauen wir weiter.
Kannst du uns vielleicht ganz kurz noch sagen, wie es um unseren neudeutschen Jared Reiner steht?
Du, glaube ich nicht gut. Also ich glaube nicht, dass das hin haut. Kaman ist noch immer nicht ganz durch, was ich gehört habe. Aber das wäre schon Mal eine Riesenhilfe für die Mannschaft, die hat eine Supersaison hier gespielt. Waren jetzt hier am Schluss zwar einige verletzt. Aber ich glaube schon, dass er eine Riesengestalt für unsere, in unserer Mannschaft ist. Das soll es aber eigentlich gewesen sein. Ich glaube aber nicht, dass es mit dem Jared Reiner noch hin haut.
Vielen Dank und viel Erfolg natürlich.
Danke.

