Über die NBA wird nicht nur viel geredet, sondern auch immer mehr geschrieben. Grund genug für Click and Roll Germany, sich einmal genauer im Internet umzuschauen. Jede Woche wird Johannes Berendt die interessantesten deutschen Links und Artikel in heiterer Form präsentieren. Wer nicht genug über die NBA lesen kann, ist hier genau richtig.
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Macht Schmerz stärker?
Posted by Johannes Berendt on Nov 2, 2006 3:07 a.m. ET

Endlich ist sie vorbei, die grausame Zeit ohne Basketball. Passend zum Saisonstart meldet sich auch Click and Roll Germany zurück. Jede Woche werden wir Euch wie gewohnt die besten Links zur NBA präsentieren.

Einer wird es kaum erwarten können, wieder seiner Arbeit nachgehen zu dürfen: Dirk Nowitzki. Lange hat er über die bittere Finalniederlage gegen Miami nachdenken müssen (Welt). Aber zurückgekommen sind schon ganz andere, wie man bei Europolitan trefflich bemerkt:

"Spiderman musste den Biss einer radioaktiven Spinne hinnehmen, Batman dem Mord an seinen Eltern zuschauen, Lothar Matthäus Borussia Banana trainieren – und Dirk 'Dirkules' Nowitzki das NBA-Finale verlieren. Zurückgekommen sind sie immer."

Da trifft es sich doch gut, dass Schmerz angeblich stärker macht. Nicht nur Coach Avery Johnson ist es nämlich leid, sich andauernd Klagelieder anhören zu müssen (Tagesspiegel). "Die Final-Niederlage gegen Miami war eine sehr schmerzhafte, aber auch lehrreiche Erfahrung. Diesmal wollen wir die Sache richtig machen und Meister werden", so Nowitzki, der bei unserer großen Saisonumfrage von den General Managern mit großem Abstand zum besten internationalen Spieler gewählt worden ist (nba.com; auf Englisch).

Sebastian Moll glaubt, auf Nowitzki kommt die "vielleicht wichtigste Saison" seiner Karriere zu. Eventuell auch die schwierigste?

"Der Druck, der dabei auf dem deutschen Nationalspieler Dirk Nowitzki lastet, dürfte durch seinen lukrativen neuen Vertrag in Dallas eher zunehmen. Erschwerend kommt hinzu, dass seine Saison-Vorbereitung nicht ideal war. Durch die Teilnahme an der WM in Japan fehlen dem 28-Jährigen knapp drei Wochen Erholung."

"SO WIE CHARLES MÖCHTE ICH NICHT ENDEN"

Torschlusspanik bei Dirk? Auch bei der Sueddeutschen glaubt man, dass die kommende Spielzeit seine wichtigste sein wird. Doch keiner Geringerer als MJ macht ihm Mut.

"Sie haben Blut geleckt, weil sie im Finale waren. Das macht sie gefährlich", behauptet der beste Basketballer aller Zeiten.

Ein Ring ist und bleibt das ultimative Ziel eines jeden Basketballers – da trifft es sich gut, dass Mark Cuban mal wieder weder Geld noch Mühen gescheut hat, um sein Team konkurrenzfähig zu halten (FAZ).

"Manchmal bekommt man das Gefühl, dass dem Milliardär Mark Cuban Geld nicht viel bedeutet. Denn die Verhandlungen mit seinen Angestellten schleppen sich nie sehr lange hin, und am Ende lobt er jedem einen ziemlichen Batzen aus. 180 Millionen Dollar waren es allein in dieser Sommerpause, die der Besitzer der Dallas Mavericks im Rahmen von langfristigen Verträgen für die Spieler Dirk Nowitzki, Jason Terry, Josh Howard und Trainer Avery Johnson ausgab."

In New York spielt Geld ebenfalls keine Rolle...(Sport1).

WACKELPUDDING IM BULLENSTALL

Big Ben im Bullenstall - Tobias Pox geht der Frage nach, ob der Wechsel von Ben Wallace die Bulls zu einem ernsthaften Titelkandidaten gemacht hat.

"Wallace passt optimal in Chicagos taktisches Konzept", schreibt er in seiner Kolumne bei Spiegel Online. "Das Team galt schon vorher als ein engagiert spielendes, kampflustiges Ensemble, das dem Gegner das Leben vor allem mit seiner bissigen Defense schwer macht. Mit dem neuen Star werden die Bulls ihr kratzbürstiges Auftreten intensivieren, immerhin wurde Wallace in den letzten fünf Jahren viermal zum besten Verteidiger der Liga gewählt."

Dennoch fehlt den Bulls ein echter Go-to-Guy:

"Ben Wallace kann diese Rolle keinesfalls ausfüllen. Sein Offensivarsenal beschränkt sich auf krachende Dunkings, ansonsten ist die Wurftechnik wackelig wie ein Pudding."

SCHWEIZER KÄSE IM BULLENSTALL?

Wir bleiben bei kulinarischen Delikatessen - neben Pudding steht in Chicago auch Käse auf der Speisekarte. Schweizer Käse, um genau zu sein. Oder doch nicht? Der erste Auftritt von Eidgenosse Thabo Patrick Sefolosha beim Sieg über die Heat konnte sich sehen lassen.

"Elf Punkte in knapp elf Minuten, alle drei Versuche aus dem Feld und alle vier Freiwürfe verwandelt, dazu zwei Steals und zwei Rebounds. Dabei sind zweistellige Punktzahlen des Aufbauspielers nicht die Regel, er hat seine Stärken vor allem in der Defensive", berichtet Spiegel Online.

"LEDERN GEGEN DEN NEUEN KUNSTSTOFFBALL"

Dort ledert man auch gegen den neuen Kunststoffball. Christian Zdrilic fasst in seinem Artikel noch einmal die Kontroverse um das neue Spielgerät zusammen. Zu den von Shaq angeführten Kritikern gesellt sich auch der umtriebige Mark Cuban, der auf eine interessante Idee kam:

"Er beauftragte die Universität von Texas, beide Bälle einem Testlauf zu unterziehen. Das Ergebnis veröffentlichte er in seinem Weblog: Der neue Ball habe um rund fünf Prozent schlechtere Sprungeigenschaften, nehme weniger und langsamer Feuchtigkeit auf und springe nicht gleichmäßig im selben Winkel ab."

Aha... .

DIES UND DAS UND JENES

Daniel Oberschewen (Crossover-Online) hat zehn Dinge, an denen Ihr merkt, dass die NBA Saison wieder läuft. Unser Favorit:

"Ihr unterhaltet euch auch wieder mit den Teamkameraden, die ihr nicht leiden könnt."

Punkt 4 ist allerdings auch nicht schlecht - "Die Knicks verlieren".

Sport1 hat zehn Antworten auf zehn Fragen.

Die taz zum Tode von Red Auerbach. Und Sport1.

Die Spiegel Online Redaktion hat eine interaktive Landkarte entworfen!

Ebenfalls sehr lesenswert: Die europäische Invasion in der FAZ.

Auf zu neuen Heldentaten. Dirk Nowitzki. NBAE/Getty Images

Mark Cuban, der Schein-Werfer der Liga?. NBAE/
Getty Images

Sieht das etwa wie Wackelpudding aus? Ben Wallace. NBAE/Getty Images

Kein Schweizer Käse: Thabo Sefolosha. NBAE/Getty Images

Trauer in Boston. NBAE/Getty Images

2006-07 ARCHIVE
Oct. 12 -- Bis bald, NBA
Oct. 11 -- Die schlechte Nachricht:
Oct. 10 -- NBA Europe Live