Über die NBA wird nicht nur viel geredet, sondern auch immer mehr geschrieben. Grund genug für Click and Roll Germany, sich einmal genauer im Internet umzuschauen. Jede Woche wird Johannes Berendt die interessantesten deutschen Links und Artikel in heiterer Form präsentieren. Wer nicht genug über die NBA lesen kann, ist hier genau richtig.
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Click and Roll Germany: October 11

Posted by Johannes Berendt on October 11, 2006 11:04 a.m. ET

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Webber was 8-of-14 from the floor on Tuesday.
NBAE/Getty Images

Die schlechte Nachricht: Es kommt nicht zum Aufeinandertreffen von Papaloukas und Nash. Die gute Nachricht: Ein Duell des griechischen Superstars mit Allen Iverson ist ja auch nicht zu verachten.

Die beiden Halbfinalspiele in Köln hatten es wirklich in sich. Zwei grandiose Comebacks, von denen das zweite von Erfolg gekrönt war - die Sixers holten einen 22-Punkte Rückstand auf, während CSKA Moskau gegen Maccabi Tel Aviv beinahe noch eine 19-Punkte Führung verspielt hätte. Sport1 hat die Spielberichte.

Es gibt Abende, da treffen sogar die Suns nichts mehr. Dank ihres Up-Tempo-Styles erarbeiteten sie sich gegen die Sixers einen Vorsprung von 22 Punkten im dritten Viertel. Da lag die Trefferquote noch bei 50 Prozent, bevor in den letzten zwölf Minuten dann 19 von 23 Schüssen ihr Ziel verfehlen. "Uns ist einfach der Sprit ausgegangen", sagte Coach Mike D´Antoni hinterher. Und Steve Nash pflichtete bei: "Drei Viertel haben wir wirklich sehr gut gespielt, doch dann sind wir in Tiefschlaf verfallen."

Halb so wild - Grund zur Freude gab es für Phoenix trotzdem. Zum ersten Mal seit langer Zeit stand Amare Stoudemire wieder auf dem Platz. Das ist der Mann, der 2005 in den Conference Finals gegen die Spurs im Schnitt 37 Punkte erzielte. Schwerwiegende Knieverletzungen zwangen ihn vergangene Spielzeit zur Pause. "Das war wirklich erfreulich", so D´Antoni. "Ich weiß zwar nicht, wo Amare in drei Wochen sein wird, doch es ist toll, dass er wieder da ist." Nash prophezeite dem Center einen "langen Weg": "Sicher wird er viele Formschwankungen erleben. Seine Gesundheit ist besser, aber es wird lange dauern, bis er das Timing wiedergefunden und sich an unsere Spielweise gewöhnt hat."

Für Philly trumpfte Rookie Rodney Carney ganz groß auf. In seinem zweiten Spiel verwandelte er gleich den ersten Game-Winner, einen spektakulären Dreier mit zehn Sekunden Restspielzeit. "Das war unglaublich", so der nba.com Blogger. "Ich werde meinen Freunden erzählen, dass ich das ganze vierte Viertel gespielt, Steve Nash verteidigt und dann auch noch den spielentscheidenden Korb gemacht habe."

Die 13.000 Fans waren ohnehin schon restlos begeistert, wie der Kölner Express bemerkt.

"Schon vor dem Finalgegner (...) stand der eigentliche Gewinner fest. „Die Fans. Wir haben alles dafür getan, dass sich die NBA hier wohlfühlt. Das danken sie uns mit tollem Sport“, sagte ein strahlender Arena-Chef Ralf-Bernd Assenmacher, dem NBA-Boss David Stern in der Pause seinen Dank aussprach."

Für den Arena-Chef ging ein Traum in Erfüllung (KSta).

"Als die für amerikanische Basketball-Spiele typische Orgelmelodie aus den Lautsprechern dröhnte und auf dem Feld jene Spieler standen, deren spektakulärste Szenen während des Aufwärmprogramms über den Videowürfel flimmerten, war Ralf Bernd Assenmacher am Ziel seiner beruflichen Träume: Die NBA-Stars spielten in der Kölnarena. Endlich."