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Aus und vorbei
Posted by Johannes Berendt on Mai 15, 2009
Der Traum ist geplatzt. Die Denver Nuggets haben die Dallas Mavericks in nur fünf Spielen ausgeschaltet. Click and Roll Germany trägt Trauer und fasst die Reaktionen der deutschen Experten zusammen. Es hat schon wieder nicht gereicht. Dirk Nowitzki und seine Mavericks sind in der zweiten Runde sang- und klanglos ausgeschieden. Gegen Denver hatten sie keine Chance – obwohl Dirk Nowitzki wieder einmal in Topform war. Nicht umsonst wurde der Deutsche ins All-NBA-First-Team berufen (Handelsblatt). Für mehr als nur die zweite Runde reichte leider die Klasse seiner Kollegen nicht. Spox fasst sinnbildlich für den Verlauf der Serie zusammen: „Irgendeine Ahnung, wie man die Nuggets auch nur ansatzweise verteidigen könnte, hatten die Mavs ohnehin nicht. Zugegeben: Wenn die Offense der Nuggets mal ins Rollen kommt, gibt es nicht viel Spektakuläreres in der NBA. Ein Billups-Dreier von links, ein Anthony-Jumper von rechts, ein Fastbreak-Dunk von Nene - so schnell konnten die Mavs gar nicht schauen, wie ihnen die Punkte eingeschenkt wurden.“ Sport1 hat sich auch ein Urteil gebildet: Die Tugenden reichen nicht. „Eines kann man den Mavericks dabei nicht vorwerfen: Ihrem Schicksal gefügt haben sie sich nicht, haben gerackert bis zuletzt. „Ich bin stolz auf die kämpferische Leistung", merkte Carlisle auch an: "Wir haben die Serie nicht gewonnen, aber wir haben nie Zweifel an unserer Einstellung aufkommen lassen. Und das ist wichtig." Doch das was man hierzulande deutsche Tugenden nennt, reicht nicht, wenn die Qualität nicht stimmt.“ UND NUN? Wie soll es in Big D jetzt weitergehen? Dazu Henrik Öldorp bei Spiegel Online: „In den kommenden fünf Monaten hat Mavericks-Besitzer Mark Cuban reichlich Zeit, über die Zukunft des Teams nachzudenken. Erneut hat der Multimilliardär eine der teuersten Mannschaften gehabt, erneut hat es sich nicht ausgezahlt. "Sie haben mit Dirk Nowitzki einen großartigen Spieler, aber die Mavericks haben auch viele Probleme", sagte Ex-Star Charles Barkley, der mittlerweile als Fernsehanalyst arbeitet. Dallas müsse sich ganz einfach verjüngen und zudem Leute finden, die Nowitzki unterstützen und körperbetont spielen.“ Und weiter: „Es wird auf jeden Fall eine interessante Sommerpause. Alle in Dallas wissen, dass Nowitzki zwar noch einen Vertrag bis 2011 hat, jedoch eine Ausstiegsklausel nach der kommenden Saison besitzt. Seine Zukunft sei offen, hat er immer betont - und genauso oft gesagt, dass er am liebsten mit Dallas den Titel gewinnen wolle. Auch im elften NBA-Jahr hat dies nicht geklappt. Und folgt kein Umbruch im Team ist - so viel lässt sich bereits jetzt sagen - auch 2010 spätestens im Mai für ihn alles wieder vorbei.“ Bei FAZ.net ist zu lesen: „Club-Besitzer Mark Cuban und General Manager Donnie Nelson steht ein arbeitsintensiver Sommer bevor, wollen sie aus Dallas wirklich noch einmal einen Titelkandidaten machen. Verlassen können sich die Verantwortlichen dabei auf Nowitzki, dem Cuban erst vor ein paar Wochen einen Vertrag auf Lebenszeit angeboten hatte. „Wir werden hungrig bleiben und versuchen, im nächsten Jahr wiederzukommen. Und wer immer dann mit mir hier sein wird, ich werde meinen Job machen“, sagte „Dirkules“, der trotz des Ausscheidens zum vierten Mal in seiner Karriere ins „All-NBA First Team“ gewählt wurde. „Das ist eine Ehre für mich“, kommentierte Nowitzki die Auszeichnung - ihm über seinen Frust hinweghelfen konnte sie nicht.“ Vielleicht spielt Dirk ja bei der EM für die Nationalmannschaft. Auf Bild.de wird er zitiert mit: „Was dafür spricht – im September trainiere ich ja sowieso wieder.“ Entschieden ist aber noch nichts.“ Andere Sorgen hat man derweil in Orlando. Wie auf American Arena zu lesen ist, „tragen sie den Zwist in der Umkleidekabine aus. Was durchaus angemessen scheint, wenn der Starspieler eine Beschwerde an die Adresse seines Trainers hat. Der heißt Stan Van Gundy und steht in dringendem Tatverdacht, die Spiele der Magic gegen die Boston Celtics im entscheidenden Moment zu – neues Wort – vercoachen. Dwight Howard hat sich längst das Recht erarbeitet, seinen Mund aufzumachen, wenn ihm etwas nicht passt. Der Mann ist gut. Die Schelte über die Medien an den Trainer zu richten, ist allenfalls eine Stilfrage. Sie wird nichts an den Fähigkeiten des Trainers ändern, aber vielleicht an seinem Status als Leitender Angestellter im Club. Nach der Saison.“
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