Die Krönung des Königs

Posted by Johannes Berendt on Mai 7, 2009

Schon jetzt gibt es in Cleveland Grund zum Feiern – LeBron James wurde erstmalig zum MVP gewählt. Eher düster sieht es hingegen in Dallas aus. Nur wenige Experten trauen den Mavs ein Comeback zu, wie Click and Roll Germany berichtet.

Für Charles Barkley ist jetzt schon klar, wie die Serie zwischen den Nuggets und Mavs ausgehen wird. Spox hat seine allgemein bekannte Abneigung gegenüber den Texanern in wenigen Sätzen zusammengefasst:

„Für Barkley ist Dirk Nowitzki zu soft. Die Mavs ein Team aus Weicheiern, das nur Jumpshots nimmt, keine Defense spielt und eigentlich im Western-Conference-Halbfinale nichts zu suchen hat. In der Zeit, in der Barkley seinen Tipp für die Serie zwischen Denver und Dallas fertig hatte, konnte ein normaler Mensch nicht einmal auf Toilette gehen. Dallas hat keine Chance.“

Weiter berichtet Florian Regelmann: „Wie viel Barkley auf der anderen Seite aber von den Denver Nuggets hält, offenbarte er jetzt in einem TV-Interview. ‚Wenn ich mich jetzt entscheiden müsste, würde ich auf Denver als kommenden Champion setzen’, sagte Barkley.“

Nun geht die Serie nach Texas. Der Tagesspiegel macht Hoffnung. Oder etwa nicht?

„Die Mavericks hoffen nun auf ihre Heimstärke, haben sie doch in eigener Halle seit Mitte Februar 17 von 18 Spielen gewonnen. Die einzige Niederlage erlitten sie allerdings gegen Denver.“

Bei Sport1 stellt Rainer Nachtwey derweil die wichtigsten Spieler der Nuggets einmal vor. So auch Chris Andersen.

„Am Erfolg in Spiel eins hatte der "Birdman" maßgeblichen Anteil: Zum einen glänzte er durch seine bekannt starke Verteidigung - ihm gelangen sechs Blocks, und nach seiner Hereinnahme traf Nowitzki nur noch 6 von 16 Würfen nach einem 6-von-6-Start. Zum anderen zeigte er bis dato unbekannte Scoringqualitäten, als er elf Punkte erzielte.“

Detaillierte Analysen gibt es zudem in Folge 18 von BASKET TV.

NOWITZKI TRIFFT KEINE SCHULD

Genau wie die Kollegen schreibt auch Spiegel-Korrespondent Gerhard Spörl die Mavs schon ab.

„Und auch die weiteren Aussichten sind schlecht. Nowitzki könnte sich einreihen in die lange Schlange guter Spieler, die das Talent zur Größe besitzen, sie aber nicht erreichen. Wenn alles vorüber ist in diesen Playoffs, dürften die Mavericks auseinanderbrechen. Das ist überfällig. Aber die Schuld an der Misere trägt nicht der Trainer Rick Carlisle oder Nowitzki, der einzige zuverlässige Werfer in dieser Mannschaft. Die Schuld liegt allein bei Mark Cuban.“

Voll es Lobes ist Spörl hingegen für Kobe Bryant.

„Er macht die Mannschaft besser. Er giert nicht mehr nach Ruhm nur für sich. Trainer Phil Jackson muss ein neues Buch über ihn schreiben, in dem Kobe besser wegkommt als im vorhergehenden. Und Jackson wird ihn am Ende noch lieben lernen, nicht so sehr wie Michael Jordan in den schönen Zeiten in Chicago, aber doch ein bisschen wenigstens. Kobe gegen LeBron im Finale dann: Es gibt etwas, worauf sie sich freuen können im trostlosen Cleveland, niedergedrückt von der Krise des Kapitalismus.“

DIE KRÖNUNG DES KÖNIGS

Apropos Cleveland: Dort hatte man schon diese Woche Grund zum Feiern.

Dazu RP Online: "LeBron James schrieb wieder einmal ein Kapitel Basketball-Geschichte: Der NBA-Superstar von den Cleveland Cavaliers wurde als jüngster Korbjäger seit 30 Jahren zum "wertvollsten Spieler" (MVP) gewählt. In der Abstimmung der Fachjournalisten aus den USA und Kanada nach Ende der regulären Saison setzte sich der 24-Jährige deutlich gegen Vorjahres-MVP Kobe Bryant von den Los Angeles Lakers und Dwyane Wade von den Miami Heat durch.“

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Charles Barkley
NBAE/Getty Images

Chauncey Billups
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Dirk Nowitzki
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LeBron James
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