Die schönste Zeit des Jahres

Posted by Johannes Berendt on April 20, 2009

High Noon in Texas: Wieder einmal stehen sich die Spurs und die Mavs in den NBA Playoffs gegenüber. Welche Chancen die deutschen Experten Dirk Nowitzki geben und was Holger Geschwindner in Dallas treibt, berichtet Click and Roll Germany.

Endlich ist es so weit: Dieses Wochenende starten die NBA Playoffs. Droht den Mavericks das dritte Erstrunden-Aus in Folge? Die Experten bei BASKET TV sind sich nicht einig.

Doch schaut selbst.

Guter Dinge hingegen ist Holger Geschwindner. Der Shot Doctor ist einmal mehr nach Dallas gejetted, um seinem Schützling moralischen Beistand zu leisten. Doch was genau macht er da eigentlich?

„Das ist die gleiche Routine, wie wir sie jetzt seit zehn Jahren kennen. Da hat sich nicht viel verändert. Es ist ja auch kaum Zeit, etwas zu machen. (...) Es geht um kleine Hilfen. (Und) um mentale Sachen, minimale Veränderungen in der Vorbereitung“, so Geschwindner im Interview mit den Ruhr Nachrichten.

Für den Nowitzki-Entdecker ist die körperliche Frische der Playoff-Teilnehmer von großer Bedeutung.

„Viele Klubs hatten Verletzungsprobleme, das könnte ein entscheidendes Kriterium sein. Und man muss sehen, wer die körperliche Frische noch mitbringt. Schauen Sie sich New Orleans an. Die haben ihre Stars in der regulären Saison 40 Minuten und länger spielen lassen und jetzt riesige Probleme.“

Und weiter: „Die Lakers sind scheinbar nicht zu schlagen. Alle anderen bewegen sich auf einem ähnlichen Niveau. Man sieht zum Beispiel, wie es Phoenix ergangen ist. Die hat es richtig zerrissen. Für Dallas spielt es keine Rolle, dass es nun gegen die Spurs statt gegen Denver oder Houston geht. Alle drei sind schlagbar.“

Den großen Wurf trauen die Experten den Mavs gemeinhin trotzdem nicht zu. Lediglich Spox-Redakteur Haruka Gruber wagt eine kühne Prognose. Er rechnet mit der Meisterschaft für den Dirkster.

„Warum? Ein bisschen Wunschdenken, ein bisschen Hard Facts. Dirks One-Foot-Euro-Fadeaway verfehlt so gut wie nie, Kidd und der Rest sind "in sync", die Heimstärke und: Die so dallas-untypische 18-5-Bilanz in Spielen, die mit 5 Punkten oder weniger entschieden wurden.“

Christian Schwarzer, Tommy Haas und Stefan Kretzschmar sehen das freilich anders.

ES GEHT HEISS HER

Für Tobias Pox sind die Spurs ein Gegner auf Augenhöhe, wie er auf ard.de berichtet.

„Die Ergebnisse aus den direkten Aufeinandertreffen während der regulären Saison deuten darauf hin, dass San Antonio und Dallas, der Setzliste zum Trotz, ebenbürtig sind: Beide Teams gewannen jeweils zwei Partien.

„Der Branchenführer dieser Dekade geht jedoch arg geschwächt in diese Meisterrunde. Zum einen fällt der Argentinier Manu Ginobili verletzungsbedingt aus. Den Spurs fehlt also jener Spieler, der mit seinem unorthodoxen Stil die komplette gegnerische Abwehrreihe im Alleingang auseinanderhebeln kann. Zum anderen plagen den bald 33-jährigen Tim Duncan (...) akute Schmerzen an beiden Knien. San Antonio ist trotzdem noch sehr gefährlich. Dafür sorgt allein Tony Parker.“

Eines ist klar: Auf jeden Fall werden die Fetzen fliegen.

„Beim Showdown zwischen den San Antonio Spurs und den Dallas Mavericks ist es nie freundlich zugegangen. Die Club-Bosse Peter Holt und Mark Cuban verstehen sich in etwa so gut wie Uli Hoeneß und Christoph Daum. Dreimal trafen die texanischen Teams in den Playoffs aufeinander - dreimal ging's heiß her.“

Hier geht es zum dpa-Bericht mit der Historie der vergangenen Serien.

PLAN B?

Falls die Mavs wieder einmal frühzeitig nach Hause geschickt werden, könnte es im Sommer zum großen Umbruch kommen, so welt.de.

„(Dann) ist nicht ausgeschlossen, dass Nowitzki Dallas im Sommer nach zehn Jahren verlässt. "Wenn ich nächstes Jahr sehe, mit Dallas wird es schwer, Meister zu werden, würde ich mich umschauen", hatte der 30-Jährige nach der Erstrunden-Niederlage des vergangenen Jahres gesagt, obwohl er in Dallas ein gültiges Arbeitspapier bis zum Jahr 2011 hat. In den nächsten Tagen wird sich also auch seine Zukunft entscheiden, auch wenn das "German Wunderkind" entsprechende Wechselgerüchte offiziell immer noch dementiert. "Das gehört zum Geschäft", sagt der gebürtige Würzburger, "ich plane meinen Vertrag zu erfüllen und mit den Mavericks Meister zu werden. Das ist und bleibt mein Traum."

SONSTIGES

„Giftzwerg“ Nate Robinson im Portrait bei Spiegel Online.

Ein neuer Blog-Beitrag von David Digili.

Dirk Nowitzki
NBAE/Getty Images

Tim Duncan
NBAE/Getty Images

Dallas Mavericks
NBAE/Getty Images