Höhenflüge und Abstürze

Posted by Johannes Berendt on März 16, 2009 4:18 p.m. ET

Dank Dirk Nowitzki geht es mit den Dallas Mavericks aufwärts. Nicht so gut läuft es hingegen bei Allen Iverson. Click and Roll Germany fasst wieder einmal die interessantesten NBA-Links zusammen und berichtet dabei unter anderem von Raubvögeln auf Höhenflug.

Zu Beginn etwas Erfreuliches – mit den Dallas Mavericks geht es aufwärts.

„Das ganze Jahr schon haben uns die Leute schon abgeschrieben gehabt. Umso mehr genießen wir es, was wir erreicht haben“, so Jason Terry im Welt-Bericht über die derzeitige Stimmung bei den Mavericks nach dem insgesamt siebten Erfolg in den vergangenen neun Spielen.“

So langsam scheint ein Rad in das andere zu greifen. Das hat auch einen Grund. Die Welt schreibt weiter:

„Dass die Rivalen offenkundig wieder mit Dallas rechnen müssen, ist auf die Rückbesinnung von Mavericks-Coach Rick Carlisle auf eine jahrelang bewährte und auf Nowitzki zugeschnittene Taktik zurückzuführen. Denn seit die Texaner ihren Kapitän wieder wie zu früheren Erfolgszeiten unter Carlisle-Vorgänger Avery Johnson rund um die Freiwurf-Linie freispielen, kann der deutsche Hüne entweder selbst zum Korbwurf ansetzen oder im Falle einer gegnerischen Sonderbewachung einen Teamkollegen anspielen.“

Auch die Netzeitung findet lobende Worte für den Dirkster.

„Dirk Nowitzki leistet sich kaum Aussetzer, ist meist der punktbeste Werfer seines Teams und spielt überaus mannschaftsdienlich. Auch in dieser Saison hatte er wieder zu Recht die Ehre, beim NBA All-Star-Game als einer der besten im Westen aufzulaufen. Doch um nach 2007 wieder Wertvollster Spieler (MVP) der Liga zu werden, fehlt etwas anderes. Ein erfolgreiches Team.“

Kann ja noch werden...vielleicht.

ALT UND UNEFFEKTIV?

Im Zentrum der Aufmerksamkeit fand sich lange Zeit auch stets Allen Iverson wieder. In Detroit ist das freilich anders. "Alt, verletzt und uneffektiv - Hat Allen Iverson ausgedient?", fragt Philipp Dornhegge bei Spox.

Ein Blick auf die Statistik legt eine Antwort nahe: „Rechnet man die ersten Spiele der Saison und den aktuellen Lauf der Pistons zusammen, hat der dreimalige NBA-Champion acht von neun Spielen ohne ihren vermeintlichen Star gewonnen. Wenn Iverson spielte, weist Detroit dagegen eine Bilanz von 23-29 auf. Ob es nun daran liegt, dass Iverson ein Egozocker ist, der nicht mehr an alte Leistungen anknüpfen kann, ob er für miese Stimmung im Team sorgt oder ob es einfach nicht passt mit The Answer und den Pistons, sei mal dahingestellt. Fest steht, dass Iversons Verpflichtung dem Team eher geschadet hat.“

HÖHENFLUG DER RAUBVÖGEL

So manch einer wird sich schon gefragt haben, warum die Atlanta Hawks diese Saison so erfolgreich spielen. Joshua Wiedmann nennt auf crossover-online Gründe für den Höhenflug der Raubvögel.

„An erster Stelle muss dabei Mike Bibby genannt werden. Der 30-Jährige, der im Februar des vergangenen Jahres per Trade nach Atlanta kam, war in der vergangenen Spielzeit in den wenigen Wochen mit den Hawks verständlicherweise noch nicht richtig integriert. In der laufenden Spielzeit nimmt der Ex-Sacramento-King jedoch genau die Rolle ein, die seine Vorgänger auf dem Point-Guard-Spot in Atlanta nur selten ausfüllen konnten: die des Denkers und Lenkers. Mit seinen Passfähigkeiten weiß Bibby seine athletischen Teamkollegen im Fastbreak oder nach dem Pick-and-Roll oftmals gut in Szene zu setzen. Zudem ist er ein passender Backcourt-Kollege für Joe Johnson: Bibby bestraft als einer der besseren Dreierschützen der NBA (39,5% 3FG) nicht nur regelmäßig das Doppeln gegen den dreifachen All-Star, sondern nimmt auch Druck von Johnson. Dieser ist nun seltener als alleiniger Ballschlepper gefragt und kann sich vermehrt auf seine Aufgabe als Scorer konzentrieren.“

UND ZUM SCHLUSS

Mit welcher Peinlichkeit sorgte Yao Ming einst für Aufsehen – und was macht Spencer Hawes so besonders? Viel Spaß bei dem etwas anderen NBA Quiz auf Spox.

Allen Iverson
NBAE/Getty Images

Dirk Nowitzki
NBAE/Getty Images

Atlanta Hawks
NBAE/Getty Images