„Keiner kann es mit mir aufnehmen!“

Posted by Johannes Berendt on März 6, 2009 4:18 p.m. ET

Wer ist so effektiv wie Toilettenpapier, verachtet Schönwettertrainer und erlebt gerade in der Wüste seinen vierten Frühling? Genau, Shaquille O´Neal. Click and Roll Germany berichtet über den Superstar der Suns sowie die schwankenden Leistungen der Mavericks.

Auch in dieser Woche gibt es aus Dallas keine guten Nachrichten. Die Mavs quälen sich weiter durch die Regular Season und werden sich wohl bis Mitte April ein enges Rennen mit den Phoenix Suns liefern. In der Gluthitze Arizonas erlebt Shaq, wie es Moritz Wollert in seinem Blog bei BASKET passend formulierte, derzeit seinen vierten Frühling.

„Nach dem Abgang von Mike D’Antoni stecken die Suns im Chaos, Terry Porter ist als Head-Coach Vergangenheit, die Spieler und Lineups wechseln wie die Hautfarbe eines Chamäleons und der sportliche Erfolg bleibt auch aus. Und was macht Shaq?! Der First-Ballot-Hall-Of-Famer mit den vier Meisterschaftsringen an seiner gewaltigen Hand, der es nun wirklich nicht nötig hätte, sich mit diesem Durcheinander rumzuschlagen? Leistung bringen! Nichts anderes! Jede Nacht gehört Shaq mit zu den besten Suns, tut was er kann und lässt teilweise seine Dominanz vergangener Tage aufblitzen. Sogar Freiwürfe trifft er so gut wie noch nie in seiner Karriere. Klar, er ist nicht mehr das absolute Inside-Monster, dass er früher einmal war. Und sicherlich hat er den ein oder anderen Schritt verloren. Doch seine 18,2 Punkte und 8,8 Rebounds pro Partie unterstreichen, dass Shaq doch noch nicht aufs Abstellgleis gehört.“

Sein Fazit: „Die Auferstehung von Shaq unter den widrigsten Umständen ist ein weiteres Testament an seine Größe. Es zeigt, dass er ein wahrer Superstar ist, eine echte Legende in diesem Spiel, dass wir alle so lieben.“

In gewohnter Manier sorgt Shaq auch abseits des Courts für Furore, wie Spox zu berichten weiß.

„Nachdem Magic-Coach Van Gundy O'Neal nach dem Sieg gegen die Suns wegen dessen angeblicher Schauspieleinlage, Stichwort "flopping", kritisiert hatte, schlug Shaq nun zurück. "Wenn ich etwas wirklich verachte, dann sind das Schönwettertrainer. Ich weiß, dass er ein Master der Panik ist. Das ist eine Tatsache. Wenn es Zeit wird für sein Team in die Postseason zu gehen und gewisse Dinge zu tun, wird er seine Spieler im Stich lassen, weil er Panik bekommt. Ich weiß, wie es ist. Ich habe schon für ihn gespielt", sagte O'Neal, der vor einigen Jahren in Miami mit Van Gundy zusammengearbeitet hatte.“

Passend dazu gibt es bei Sport1 die besten Sprüche des Diesels – unter anderem auch diesen:

„Keiner kann es mit mir aufnehmen. Ich bin wie Toilettenpapier, wie Pampers, wie Zahnpasta. Ich habe bewiesen: Ich bin effektiv."

GROTTIG!

Alles andere als effektiv spielen derzeit die Mavs. Zuletzt wurden sie von Chris Paul auseinander genommen (Welt). Zu der Entwicklung in Texas hat Jürgen Kalwa (American Arena) eine ganz besondere Meinung.

„Mark Cuban ist nach mehr als einer halben Saison aus Anlass einer fraglos grottigen Vorstellungen seiner Mannschaft gegen Oklahoma City Thunder endlich der Kragen geplatzt. Wenn sich die Spieler nicht mehr anstrengen, stehen alle Jobs zur Disposition, auch der vermeintlich unverzichtbare Dirk Nowitzki. Wollen wir schon mal spekulieren, wohin Nowitzki getauscht wird? Leider steht ein Job überhaupt nicht zur Disposition: der des Teambesitzers.“

DIE JUNGEN HÜPFER

Bei (Spiegel Online werden indes die besten Rookies dieser Saison vorgestellt. Mit dabei: Derrick Rose: „Der pfeilschnelle Aufbauspieler der Chicago Bulls (r.) gilt als heißer Favorit auf den Titel des "Neulings des Jahres". Der 20-Jährige ist einer der athletischsten Guards der Liga, zweitbester Scorer und bester Assist-Geber der Bulls. Trifft sicher aus dem Feld, sucht allerdings noch nach einem verlässlichen Drei-Punkte-Wurf.“

Shaquille O'Neal
NBAE/Getty Images

Stan Van Gundy
NBAE/Getty Images

Mark Cuban
NBAE/Getty Images

Derrick Rose
NBAE/Getty Images