„Ein Wunder, dass wir die Playoffs erreicht haben“

Posted by Johannes Berendt on May 6, 2008 11:00 a.m. ET

Das enttäuschende Ausscheiden der Dallas Mavericks beschäftigt die Experten noch immer – und die Zukunft sieht düster aus.

Sebastian Moll schreibt im Tagesspiegel:

„Eine neue Meister-Mannschaft aufzubauen wird allerdings keine leichte Aufgabe. Zumal die Mavericks im Rückblick ohnehin wohl nie so stark waren, wie man das von ihnen glaubte. (...) Am Ende waren die Schwächen jedoch nicht mehr zu vertuschen. Besonders gegen die jungen, erfrischend energischen Hornets wurde deutlich, wo die Mavericks stehen: Am Ende eines absteigenden Astes und am Anfang einer ungewissen Zukunft.“

Jürgen Kalwa kritisiert in der FAZ die Konzeptlosigkeit auf dem Platz und mangelnde Kreativität des Trainerstabes. Er kann dem frühen K.o. aber auch etwas Gutes abgewinnen:

„Für Dirk Nowitzki dagegen bedeutet das frühe Aus auch eine Erholungspause vor dem Olympia-Qualifikationsturnier, das am 14. Juli in Athen beginnt. Die Aufgabe wird für die deutsche Nationalmannschaft schwer genug: In dem Turnier mit zwölf Teilnehmern erhalten nur die besten drei das Ticket nach Peking.“

Der letzte Woche entlassene Head Coach tritt derweil ordentlich nach.

„Mit diesem Team ist es ein Wunder, dass wir die Playoffs überhaupt erreicht haben", zitiert Michael Spandern Avery Johnson bei Sport1. "Dieses Team hätte auch Zehnter werden können. (...)"Wir sind dann als Siebter in die Playoffs gestolpert, uns fehlte es an Schnelligkeit und wir hatten nicht die Qualität, mit den Topteams im Westen mitzuhalten."

Voll des Lobes ist der arbeitslose General hingegen für Dirk Nowitzki.

„Er ist der am härtesten arbeitende Spieler, den ich in 20 Jahren erlebt habe. (...) Ich fühle mich großartig, dass er während meiner Amtszeit zum MVP werden konnte. So einen Titel gewinnt man immer als Team, wie ich meinen als Trainer des Jahres 2006."

Fast alle sprechen den deutsche Nationalspieler von jeglicher Schuld am erneuten Desaster frei – nur nicht Bill Plaschke, wie Spox.com schreibt.

"Die Mavs haben mit Avery Johnson den falschen Mann gefeuert. Nowitzki muss weg. Solange er in Dallas ist, werden sie nie den Titel gewinnen", so Plaschke in der Sendung "Around the Horn". Um gleich nachzulegen: "Wenn es in den Playoffs darauf ankommt, versteckt er sich wie ein Feigling. Er ist die Titanic der Mavs."

Unsinn, meint Florian Regelmann: „Wenn Nowitzki von den Aussagen Plaschkes hört, sollte er am besten einfach weghören.“

SONSTIGES

Begeisterung für die Comic-Figur – Sebastian Moll im Tagesspiegel über Chris Paul.

Unser Blogger Uli Tangl über die Lakers.

Der dritte Teil von Mike Liems schon jetzt legendärer Serie Ehre, wem Ehre gebührt.

Christian Trojan über LeBrons Auseinandersetzung mit einem gewissen DeShawn Stevenson.

2007-08 ARCHIVE

Apr. 30 -- Aus und vorbei: Dallas am Boden
Apr. 29 -- Leben Totgesagte wirklich länger?
Apr. 22 -- Von Wandlungen und Weicheiern
Apr. 16 -- „Einfach weitermachen“
Apr. 8 -- Von Kriegern und Männern aus Stahl
Apr. 1 -- Das große Zittern
Mar. 25 -- Nowitzki: Glück im Unglück
Mar. 18 -- Zwischen Weltraumbestattung und Mondlandung
Mar. 11 -- Ein Pfundskerl und ein „Hunds-kerl“?
Feb. 26 -- Der Spieler sind genug gewechselt – lasst uns auch endlich Taten sehen
Feb. 20 -- Ge-Kidd-Nappt
Feb. 12 -- Zwischen Mega-Trades und All-Star Wahnsinn
Feb. 5 -- Der Trade zum Titel?
Jan. 30 -- Unerklärliche Leistungen und unerwartete Hilfe
Jan. 22 -- Zwischen Fressorgien und nächtlicher Selbsterfahrung
Jan. 15 -- Einfach gigantisch
Jan. 8 -- Von Vergangenhei-tsbewältigung und realistischer Selbsteinschätzung
Dec. 26 -- Schöne Bescherung!
Dec. 21 -- Gute Zeiten, schlechte Zeiten
Dec. 14 -- Von Langzeit-Urlaubern, Zahnlücken und Siegesserien

2006-07 Archive

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