Zwischen Mega-Trades und All-Star Wahnsinn

Posted by Johannes Berendt on February 12, 2007 11:00 a.m. ET

Endlich ist es wieder so weit: Das All-Star Weekend steht vor der Tür. Alles, was Ihr zum spektakulärsten Wochenende des Jahres wissen müsst, findet Ihr auf unserer offiziellen All-Star Seite.

Dort gibt es zum Beispiel die besten Plays der All-Star Games.

Oder den Dunk Blog mit einer interessanten Idee von Rob Peterson, die auch bei Hoopnation (in neuem Design) Anklang findet. Die interaktive Einbindung von Teamkollegen in den Sprite Slam Dunk Contest – sei es zum Passgeben oder Überspringen – ist hinlänglich bekannt. Wäre doch lustig, meint Rob, wenn Mitspieler einen Blockversuch starten würden. Solche Dunks bleiben gemeinhin in Erinnerung. Robs Liste ist lang.

-- Dr. J over Bob Gross in the 1977 Finals
-- Dr. J over Bill Walton in the 1977 Finals
-- Dr. J over Michael Cooper
-- Darryl Dawkins over Dave Robizine
-- Michael Jordan over Patrick Ewing
-- Shawn Kemp over Alton Lister
-- John Starks over the Bulls
-- Scottie Pippen over Ewing
-- Tom Chambers on Mark Jackson
-- Kevin Johnson on Hakeem Olajuwon
-- Vince Carter on Dikembe Mutombo
-- Amare Stoudemire on Michael Olowokandi
-- Vince Carter on Alonzo Mourning (my all-time in your face disgrace)
-- LeBron James on Tim Duncan
-- Baron Davis on Andrei Kirilenko.

Ist aber nur so ein Vorschlag.

MITTENDRIN UND VOLL DABEI

Live aus New Orleans wird Emrah Kilic für nba.com/germany berichten. Recaps, Quotes und Hintergrund-Stories – ab Freitag ist Emrah für Euch im Einsatz.

SHAQ DIESEL, EIN BREMSKLOTZ?

Das alles beherrschende Thema der vergangenen Woche war der Wechsel von Shaq nach Phoenix. Geniestreich oder Wahnsinn? Die Expertenmeinungen gehen weit auseinander.

Jürgen Kalwa bringt die Kritik in seiner Analyse in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung auf den Punkt.

„ Die Stärke der Suns war bislang das Tempo, mit dem Spielmacher Steve Nash und seine Kollegen die Gegner förmlich überrannten. O'Neal konnte bei solchem Tempo noch nie mithalten und wird die Mannschaft zu einem Stilwechsel zwingen: Weg von der attraktiven Jagd hin zu einem plattfüßigen Kombinationsbasketball, der bei den Zuschauern nur wenig Widerhall findet. Doch da die Verantwortlichen bei den Suns keinen Schönheitspreis gewinnen wollen, sondern eine Meisterschaft, nehmen sie diesen Umstand gerne in Kauf.“

Pavo Prskalo von Spiegel Online sieht das ähnlich – einen Brecher unter dem Korb zu haben, hat schließlich auch Vorteile.

„Mit O'Neal glaubt man, die großen Spieler im Westen wie Tim Duncan (San Antonio) oder den von den LA Lakers jüngst verpflichteten Pau Gasol besser im Griff zu haben. Zudem kann nun Amare Stoudamire von der Center auf die ihm besser liegende Position des Power Forwards rücken. Damit hoffen die Suns, den Abgang von Marion (15,8 Punkte und 9,9 Rebounds pro Spiel) verkraften zu können.“

Haruka Gruber hat bei spox.com eine lange Liste mit sämtlichen Vor- und Nachteilen verfasst. Er kommt schließlich zu folgendem Fazit.

„An D'Antonis Theorie vom entscheidenden Puzzleteil ist etwas dran. Die Suns werden unberechenbarer, das gesundheitliche wie auch finanzielle Risiko scheint einigermaßen überschaubar zu sein. Nur: Für den kurzfristigen Erfolg verkauft Phoenix die Zukunft. Shaq ist nächste Saison 36, Steve Nash (34), Grant Hill (36) und Raja Bell (32) wären auch nicht die Frischesten.“

Bei all der Euphorie um die Wechsel von Shaq (und auch Pau Gasol) wollen wir den jüngsten Blog-Eintrag von Emrah Kilic nicht vergessen. Er warnt eindringlich davor, die San Antonio Spurs abzuschreiben.

„ Spätestens in den Finals heißt es dann wieder: Ach ja, die Spurs, die gibt es ja auch noch. Und dieser Duncan ist ja eh der beste Forward. Und Ginobili holt sich jedes Jahr irgendwo einen Titel ab. Und Parker ist eh nicht zu stoppen, so schnell wie der ist.“