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Die Southwest Division Posted by Johannes Berendt on October 31,
2007 12:00 p.m. ET
DALLAS MAVERICKS
Endlich ist sie vorbei, die lange Zeit des Wartens. Was haben sich die Dallas Mavericks nach ihrem sensationellen Erstunden-Aus gegen die Golden State Warriors nicht alles anhören müssen. Kein gutes Haar wurde an Dirk Nowitzki und seinen Teamkollegen gelassen – schließlich haben sie jetzt acht der letzten zehn Playoff-Spiele verloren. Nun mag zwar die Regular Season beginnen, doch wirklich rehabilitieren können sich die Mavs erst im April. „Wenn es in den Playoffs darauf ankommt, verlieren wir sowieso wieder – zumindest denken das die Leute“, gibt Nowitzki unumwunden zu. „Selbst dann, wenn wir alle 82 Spiele der Regular Season gewinnen würden. Wir gelten als Verlierer-Team. Aber genau das kann unser Vorteil sein.“ Keine Frage, Nowitzkis Image hat unter dem Playoff-Debakel arg gelitten. Bei der jüngsten Befragung der General Manager, wer denn dieses Jahr MVP werden würde, bekam der Titelverteidiger nicht eine einzige Stimme. Coach Avery Johnson hat Dirk diesen Sommer dazu ermahnt, an seinen Führungsqualitäten zu arbeiten. „Dirk kann auf und neben dem Platz besser werden“, so die Order des Trainers. Mark Cuban wollte die Leadership Skills seines MVPs hingegen nicht infrage stellen. „Jeder, der so etwas denkt, ist ein Idiot“, lautete seine klare Ansage. Viel getan hat sich bei den Mavs in diesem Sommer nicht. Devin Harris hat seinen Vertrag um fünf Jahre verlängert, was zeigt, welch´ hohe Wertschätzung er genießt. Austin Croshere und Anthony Johnson sind weg, dafür kamen Veteran Eddie Jones und Brandon Bass. Siebenmal hintereinander haben die Mavs mehr als 50 Siege in der Regular Season geholt – das wird auch dieses Jahr nicht anders sein. Einmal mehr werden sie sich mit den Spurs um den ersten Platz im Westen streiten. HOUSTON ROCKETS
Hinter den Rockets liegt ein ereignisreicher Sommer. Sie haben einen neuen Trainer, neue Gesichter im Front Office und eine Vielzahl an neuen Spielern. Endlich könnten Yao Ming und Tracy McGrady – die in der vergangenen Saison verletzungsbedingt 45 Spiele verpasst haben – die notwendige Entlastung bekommen. Zu Beginn der turbulenten Offseason verpflichteten die Rockets Rick Adelman als neuen Head Coach. Danach wurde Steve Francis zurück nach Texas geholt, Mike James ein neuer Vertrag gegeben, für Jackie Butler und Luis Scola getradet, Bonzi Wells behalten und Aaron Brooks an 26. Stelle im Draft gepickt. Glaubt man ESPN.com, haben die Rockets ihr Roster von allen Teams am besten verstärkt. Sicher werden sie sich mit den üblichen Verdächtigen im Westen einen spannenden Kampf um den ersten Conference Titel seit 1995 liefern.Mit Spannung erwartet wird das Debüt von Scola. Für viele Scouts galt er über Jahre hinweg als der beste Spieler in Europa (Tau). Der Argentinier hat Championship-Erfahrung, besitzt die notwendige Härte und ist sehr athletisch. Mit Yao wird er unterm Korb ein schlagkräftiges Duo formen. Hinzu kommt ja noch T-Mac. Bleibt diese Font Line gesund, wird sie vielen Gegnern Kopfzerbrechen bereiten. MEMPHIS GRIZZLIES Bei dem schlechtesten Team der Liga (22 Siege, 60 Niederlagen) hat sich im Sommer einiges getan. Mit General Manager Chris Wallace und Rookie Head Coach Marc Iavaroni ziehen nun zwei neue Männer die Fäden. Sie haben versucht, das Team auf Pau Gasol zuzuschneiden. Nachdem der Spanier letztes Jahr nur 59 Spiele bestreiten konnte, erwarten nicht wenige eine grandiose Leistungsexplosion von ihm. Im Draft schnappten sich die Grizzlies mit dem vierten Pick Point Guard Mike Conley Jr. Dessen Schnelligkeit sollte Gasol - wie auch dem neu verpflichteten Center Darko Militic - viele freie Würfe unter dem Korb bescheren. Ebenfalls unter Vertrag genommen wurde Juan Carlos Navarro, ein vielversprechender Playmaker und zudem der beste Freund von Gasol. Darüber hinaus haben die Grizzlies in Mike Miller, Rudy Gay, Stromile Swift und Hakim Warick verlässliche Scorer – und könnten eines der am meisten verbesserten Team der Liga werden. NEW ORLEANS HORNETS Zu behaupten, die Hornets hätten letztes Jahr Verletzungspech gehabt, ist wohl das Understatement der Saison. Ihre drei besten Scorer – Chris Paul, David West und Peja Stojakovic – fielen zusammen 117 Spiele aus. Bobby Jackson und Marc Jackson kamen zudem auf 26 verpasste Begegnungen. Trotzdem haben die Hornets die Playoffs nur knapp verpasst (39 Siege, 43 Niederlagen). Bleibt die Frage, ob sie dieses Jahr gesund genug bleiben können, um es endlich unter die letzten Acht im Westen zu schaffen. Viel wird von Stojakovic abhängen, der sich Berichten zufolge gut von seiner Rückenoperation erholt haben soll. Neu dabei ist Swingman Morris Peterson, wohingegen Brandon Bass und Desmond Mason als Free Agents fortgegangen sind. Nach dem unfreiwilligen Ausweichen nach Oklahoma City werden die Hornets dieses Jahr alle 41 Heimspiele in New Orleans austragen. SAN ANTONIO SPURS Vier Titel haben die Spurs in den vergangenen neun Jahren gewonnen – allerdings konnten sie ihn nicht ein einziges Mal in der Folgesaison verteidigen. Wird sich das jetzt ändern? Wie es scheint, haben die Spurs alles, um auf Jahre hinweg um den Titel mitspielen zu können. Zwölf von 15 Spielern der vergangenen Saison (darunter alle, die in den Playoffs gespielt haben), sind wieder an Bord, zudem stehen die Big Three – Tim Duncan, Tony Parker und Manu Ginobili – alle bis 2010 unter Vertrag. „Big Shot“ Robert Horry, seines Zeichens siebenmaliger Champion, konnte überredet werden, noch eine Saison dranzuhängen. Und der gedraftete Ime Udoka könnte ein geklonter Bruce Bowen sein. Parker ist erst 25 Jahre alt, scheint aber noch längst nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen zu sein. Er könnte dieses Jahr einer der drei besten Point Guards der NBA werden. Ginobili ist einer der spektakulärsten Spieler der Liga, der sich nicht zu schade ist, sich für das Wohl des Teams zurückzunehmen. So geschehen, als Finley für ihn in die Startformation rückte. Über Tim Duncan – neunmaliger All-Star, dreimaliger Finals MVP, zweimaliger Regular Season MVP – muss wohl nichts mehr gesagt werden. Sorgen könnten Spurs-Fans lediglich der hohe Altersschnitt machen. Mit 30.37 Jahren war San Antonio in der vergangenen Saison das älteste Team. Trotzdem gelten die Jungs von Gregg Popovich als Top-Favorit auf den Titel. |
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