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Die Pacific Division

Posted by Johannes Berendt on October 24, 2007 2:15 p.m. ET

GOLDEN STATE WARRIORS

NBAE/Getty Images
Baron Davis

“We Believe” – so lautete das Motto der Golden State Warriors für die Playoffs. Und mal ganz ehrlich: Wer hätte schon gedacht, dass die Jungs von Don Nelson Dirk Nowitzki und seine Dallas Mavericks ernsthaft gefährden könnten? Doch gegen „Nellieball“ hatten die Mavs keine Chance. Noch einmal würden sie die Liga jedoch nicht so überraschen können, und so hat Chris Mullin im Sommer einige tiefgreifende Änderungen vorgenommen. Als erstes schickte er Publikumsliebling Jason Richardson zu den Bobcats für Rookie Brandan Wright. Darüber hinaus schnappte Mullin sich Marco Belinelli, der von überall auf dem Platz schießen und treffen kann. Die beiden Free Agents Matt Barnes und Mickael Pietrus wurden mit neuen Verträgen ausgestattet. Besonders Barnes dürfte dem MVP der vergangenen Saison noch in äußerst schlechter Erinnerung sein.

In die Rolle des Shooting Guards wird wohl Monta Ellis schlüpfen, der Most Improved Player der vergangenen Saison. Er kann, genau wie Davis, schießen und passen. Im Front Court wird Nelson sicher auf eine konventionellere Aufstellung zurückgreifen – mit Stephen Jackson auf der 3, Al Harrington auf der 4 und Andris Biedrins als Center.

Wenn Baron Davis an seine unglaubliche Playoff-Form anknüpft und von Verletzungen verschont bleibt, dann könnten die Warriors den sechsten oder siebten Platz im Westen erreichen – wenn nicht sogar noch mehr. Die Erwartungen sind hoch. Um sie zu erfüllen, müssen sich auch die gewagten Transfers von Mullin bezahlt machen.

LA CLIPPERS

Enttäuschungen sind die Fans der LA Clippers ja gewöhnt, doch letzte Saison war besonders tragisch. Nach den überragenden Playoffs 2006, in denen man um ein Haar die Conference Finals erreicht hätte, fühlten sich viele schon zu Höherem berufen. Und dann schafften die Clippers nicht einmal den Sprung in die Playoffs. Zu allem Überfluss hat sich Elton Brand im August auch noch die Achillessehne gerissen. Vor dem All-Star-Break wird er nicht wieder auf dem Platz stehen, genauso wenig wie Shaun Livingston, der immer noch an seiner schweren Knieverletzung laboriert.

24 verschiedene Starting Line-ups schickte Coach Mike Dunleavy letztes Jahr auf das Feld. In 2007/08 könnten es noch mehr werden. Brevin Knight, Ruben Patterson (der selbsternannte „Kobe-Stopper“) und Josh Powell werden mit Draft Picks Al Thornton und Guillermo Diaz um Spielzeit konkurrieren. Sam Cassell wird im November 38 Jahre alt und braucht dringend genügend Pausen. So scheint es unmöglich, eine dauerhafte Starting Five vorherzusagen. Cory Maggette und Tim Thomas gelten im Front Court zu Anfang der Saison erst einmal als gesetzt.

Die Clippers müssen es irgendwie schaffen, im Playoff-Rennen zu bleiben, bis Brand und Livingston zurückkommen. Ist bis dahin der Abstand jedoch zu groß, könnte es unter Umständen besser sein, die beiden nicht zu einer verfrühten Rückkehr zu drängen. Dann hätten Clippers-Fans allerdings ein beschwerliches Jahr vor sich.

LA LAKERS

NBAE/Getty Images
Kobe Bryant

Wenn man bei den LA Lakers spielt, wird eine Offseason nie langweilig. Was gab es diesen Sommer nicht alles für Gerüchte. Will Kobe Bryant getradet werden? Will er bleiben? Definitiv lässt sich diese Frage immer noch nicht beantworten. Wer weiß, was noch alles passieren wird...

Mit Bryant haben die Lakers gute Chancen, einen der vier unteren Playoff-Plätze im Westen zu erreichen. Letztes Jahr konnten sie 26 der ersten 39 Spiele gewinnen, ehe Kwame Brown, Luke Walton und Lamar Odom sich verletzten. So konnten zumindest Rookie Point Guard Jordan Farmar und Andrew Bynum wertvolle Erfahrungen sammeln. Derek Fisher ist zurück, und er weiß, wie man eine Triangle Offense dirigiert. Das liegt Phil Jackson sehr am Herzen. Nicht nur Kobe, sondern dem gesamten Team wird es zugute kommen, einen so erfahrenen Point Guard in den eigenen Reihen zu haben.

Mit Odom und Walton sind die Lakers im Front Court bestens besetzt. Der Schlüssel zum Erfolg liegt auf der Center-Position. Brown muss immer noch beweisen, dass er damals (2001) ein würdiger Number One Pick war. Auch in den erst 20 Jahre alten Bynum werden große Erwartungen gesteckt. Damit nicht wieder in der ersten Playoff-Runde Schluss ist, muss Odom gesund bleiben und einer der beiden Center zu einer Macht unter den Körben werden – und Kobe natürlich weiter auf dem hohen Niveau spielen, das man von ihm gewohnt ist.

PHOENIX SUNS

Zugegeben, Defense wins Championships. Aber die Suns wollen beweisen, dass man sich auch mit starken Offensivleistungen einen Ring holen kann. Viel Zeit dazu bleibt ihnen jedoch nicht. Denn Steve Nash wird im Februar 34 Jahre alt. Und auch sonst gibt es einige kleine Fragezeichen. Trotzdem haben die Jungs von Mike D´Antoni alle Chancen, es dieses Jahr endlich bis ins Finale zu schaffen.

Als Shawn Marion diesen Sommer seine Wechselabsichten äußerte, sorgte das für ein gehöriges Maß an Unruhe. Geblieben ist er nun aber trotzdem. Falls er sich bewusst wird, was für ein Privileg es ist, mit Nash in einem Team spielen zu dürfen, dann gibt es keinen Grund, warum die Suns nicht mehr als 60 Spiele gewinnen sollten. Raja Bell ist wegen seiner Treffsicherheit und seinen Verteidigungskünsten einer der wertvollsten Role Player der Liga. Leandro Barbosa hat letztes Jahr den Durchbruch geschafft. Er bringt viel Schwung von der Bank. Viel mehr haben die Suns im Backcourt allerdings nicht zu bieten. Im Front Court ersetzt Grant Hill James Jones. Boris Diaw hat schon alles gespielt von Point Guard bis Back-up Center. Sollte Amare Stoudemire in Foulprobleme kommen, schlüpft der Franzose in dessen Rolle. Bleibt zu hoffen, dass STATs Knie-Operation zu Beginn des Trainingslagers keine schwerwiegenden Folgen hat. Stoudemires Rückkehr ist für Ende Oktober geplant. Seine 20.4 Punkte von vergangener Saison können die Suns gut gebrauchen. Nach dem unglücklichen Ausscheiden gegen die Spurs würden sich viele Fans sicher freuen, wenn die Suns Revanche nehmen könnten. Alle Möglichkeiten dazu haben sie.

SACRAMENTO KINGS

Nach der starken Leistung gegen die Spurs in den Playoffs 2006 kehrten die Kings in der vergangenen Spielzeit auf den harten Boden der Tatsachen zurück. Lediglich 33 Siege konnten sie einfahren. Ein Wechsel auf der Trainerbank soll nun für neuen Schwung sorgen – Reggie Theus wurde als neuer Head Coach verpflichtet. Viele Hoffnungen ruhen ebenfalls auf Kevin Martin, der letztes Jahr mit 20 Punkten und einer Trefferquote von über 45 Prozent auf sich aufmerksam machte. Er ist der neue Cornerstone der Franchise. Wie sehr die Verantwortlichen ihm vertrauen, zeigt auch sein neuer Long-Term-Contract.

Die Verpflichtungen von Mikki Moore sowie Rookie Spencer Hawes sorgen im Front Court für zusätzliche Tiefe. Ron Artest scheint motivierter als jemals zuvor, wozu nicht zuletzt der Trainerwechsel beigetragen haben dürfte. Und auch Mike Bibby und Brad Miller sind nach hartnäckigen Verletzungsproblemen endlich wieder gesund.

Um mit den Top-Teams im Westen zu konkurrieren, sind die Kings wahrscheinlich noch nicht gut genug. Aber wenn sie es schaffen, die Konzentration über die gesamte Spielzeit aufrecht zu erhalten, werden sie im Kampf um den achten Platz ein gehöriges Wörtchen mitreden können.

2006-07 ARCHIVE
Sam Cassell
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Steve Nash
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Mikki Moore
NBAE/Getty Images