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Kavaliere gegen Bad Boys? Posted by Johannes Berendt on June8,
2007 12:30 p.m. ET
Kavaliere gegen Bad Boys, Enthusiasmus gegen Effizienz oder LeBron James gegen den Rest – die NBA Finals 2007 haben es in sich. Die erste Partie konnten die Spurs für sich entscheiden. Die weltweite Aufmerksamkeit konzentriert sich aber nach wie vor auf King James, den Auserwählten. Die Parallelen zu Michael Jordan seien verblüffend, schreibt Sebastian Gehrmann. "James verkörpert die selbe Kombination aus Talent, Athletik und Ehrgeiz. Und er hat das gewisse Etwas. Er ist der Traum aller Schwiegermütter und Liebling der Massen. Nicht allein die Stadt Cleveland in Ohio - ein ganzes Land liegt ihm zu Füßen." Die Parallelen zu Michael Jordan seien auffällig, schreibt der Blick. "Auch 1991 gewannen die Bulls überraschend die Finalserie gegen Detroit nach einer 0:2-Rückstand. Im Final trafen auch sie auf die erfahrenen Los Angeles Lakers, die damals mit Magic Johnson bereits einen Titel gewonnen hatten, und die vom Routinier Pat Riley trainiert wurden." Legendär schon jetzt seine Galavorstellung in Spiel 5 gegen die Pistons, als er 48 Punkte – inklusive der letzten 25 seiner Farben – einstreute. „Der 37-jährige Chefcoach Mike Brown gibt angesichts solcher Auftritte gerne zu, dass er James mitbestimmen lässt, wann trainiert und welche Systeme gespielt werden sollen. Es klingt wie das Reden über ein Kunstwerk, wenn Brown über James spricht, und der Trainer hat für besondere Leistungen bereits eigens ein Wort kreiert: <<LeBronesque>>“, so die NZZ. Auch Haruka Gruber beschäftigt sich in seinem neusten Blog-Eintrag mit dem Star der Cavs. AUFMERKSAMKEITSDEFIZITSYNDROM? Die Spurs würden sich in der Zwischenzeit auch über etwas Aufmerksamkeit freuen (Kurier.at). "Es wäre schön, auch mal etwas über uns im Fernsehen zu sehen. Aber die Zeit wird kommen, dass seine Szenen verschwinden und die Spurs in den Highlights des Tages auftauchen", so Tim Duncan. Trotzdem sind die Sympathien klar verteilt. Jan Hieronimi schreibt bei Spiegel Online: "Puristen schätzen die mörderische Präzision ihrer Verteidigung und den uneigennützigen Stil in der Offensive, doch der breiten Basketball-Öffentlichkeit sind die Spurs trotz - oder vielleicht gerade wegen - ihrer jahrelangen Brillanz herzlich egal. San Antonio wird respektiert, nicht geliebt. Unter den fünf Playoffserien mit den niedrigsten Einschaltquoten tauchen die Texaner drei Mal auf." Und Sebastian Moll berichtet im Tagesspiegel: „San Antonio ist unterkühlt, effizient und langweilig. Der Stil des Teams ist es, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, verkörpert durch den lakonischen, wortkargen Kapitän Tim Duncan. (...) Ganz anders sind da die Cavaliers. Ihr Kapitän LeBron James ist genau der Typ, auf den das Publikum anspricht. Er kann den Mund nicht voll genug nehmen, lässt sich bereitwillig als den größten Spieler seit Michael Jordan feiern und hat es sich zum Ziel gesteckt, als erster Sportler der Welt eine Milliarde Dollar zu verdienen.“ Die besseren Chancen gibt Moll den Spurs. "Gewinnen werden aller Voraussicht nach die Routine und die Professionalität. Manche mögen das langweilig finden. Duncan und seine Spurs wird das jedoch weiterhin herzlich wenig interessieren. " SPURS BESSER? Sven Kittelmann hat bei BASKET Online die beiden Teams analysiert. "Vergleicht man die einzelnen Mannschaftsteile, so stellen die Spurs natürlich das komplettere Team da. Mit Tony Parker und Michael Finley bieten die Texaner zwei Guards auf, an die ihre Gegenüber Larry Hughes und Sash Pavlovic in diesem Jahr nicht herankommen." Und weiter: "Interessanter wird es bei den Forwards - während LeBron James sich allerdings Allstar Bruce Bown gegenübersehen wird, können Drew Gooden oder Zydrunas Ilgauskas nur hoffen, dass Tim Duncan auch mal Aussetzer haben wird." Und was tippen die Fans? "Ich denke, dass die Spurs mit 4-1 gewinnen", schreibt beispielsweise Lukas bei unserer Feedback-Box-Umfrage. "Sie haben mit Tony Parker den besseren Aufbau, mit Bruce Bowen einen Verteidiger, der LeBron stoppen kann, und die Cavs haben keinen Spieler, der Tim Duncan stoppen kann."
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Uber die NBA wird nicht nur viel geredet, sondern auch immer mehr geschrieben. Grund genug fur Click and Roll Germany, sich einmal genauer im Internet umzuschauen. Jede Woche wird Johannes Berendt die interessantesten deutschen Links und Artikel in heiterer Form prasentieren. Wer nicht genug uber die NBA lesen kann, ist hier genau richtig.





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