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Von Spielverderbern, Langweilern und Krebsgeschwüren

Posted by Johannes Berendt on May 23, 2007 11:30 a.m. ET

Nur noch vier Teams sind verblieben in dieser spannenden und für deutsche Fans so schmerzhaften NBA-Saison.

Höchste Zeit, sich die Detroit Pistons einmal genauer anzuschauen.

"Die Pistons sind so etwas wie das Krebsgeschwür der Liga – klammheimlich haben sie sich neben den San Antonio Spurs an der Spitze der Liga eingenistet – ein Heilmittel, um sie beseitigen, hat bisher noch kein Team gefunden", schreibt Emrah Kilic in seinem Portrait bei Welt Online.

Ohne Stars würden die Pistons spielen, und ihr Erfolgsrezept sei einfach:

"Bei den Pistons ist Teamplay angesagt, jeder Spieler auf dem Parkett muss sich strikt an die Anweisungen von Trainer Flip Saunders halten. Harte Defense, kontrollierte Offense, und bloß keine Egoshows!"

Ferner stellt Emrah die Starting Five vor, die kurioserweise nur aus Spielern besteht, die andere Teams nicht haben wollten. Wie beispielsweise Chris Webber.

"Bei seinem letzten Klub, den Philadelphia 76ers wollten sie Webber so sehr loswerden, dass sie ihm seine ausstehenden 44 Millionen Dollar ausbezahlt haben, damit er seine Karriere in einer anderen Stadt fortsetzt. Der Grund: Webber forderte zu viel Aufmerksamkeit. So wechselte Webber im Januar nach Detroit (...)."

NO NONSENSE, PLEASE

Die Spielverderber aus Utah hat Sven Simon bei (FIVE) ja schon letzte Woche bei Spiegel Online vorgestellt.

Für die Jazz sieht es in den Western Conference Finals gegen die Spurs jedoch alles andere als gut aus. 2-0 liegen sie schon hinten. Gegen die Spurs scheint kein Kraut gewachsen - Stefanie Boewe hat die besten Langweiler der Welt unter die Lupe genommen (Welt Online).

"Langweiliger Basketball aus dem Lehrbuch ist nun mal das, was dir in dieser Liga Siege einbringt", bekennt San Antonios Defensivspezialist Bruce Bowen. Und das Prinzip Langeweile funktioniert: Keine Mannschaft einer nordamerikanischen Major League hat in den vergangenen zehn Jahren ein besseres Sieg-Niederlage-Verhältnis erzielt als die San Antonio Spurs.“

Das Geheimnis der Erfolges? Unter anderem die sehr erfolgreiche Einkaufsstrategie von Besitzer Peter Holt.

"Seine Garanten für die Erfolge unterm Korb holt Holt bevorzugt aus dem Ausland und verzichtet stattdessen auf junge Amerikaner, die schon am College zu nationalen Sporthelden hochgejazzt werden. Gleich 70 Prozent der so genannten "Draft Picks" (Nachwuchsspieler-Auswahl) der Spurs stammen aus Regionen außerhalb der USA. Das konsequente Vertrauen auf internationale Größen garantiert den Spurs dazu weltweit eine große Anhängerschaft. (...) So bündelt San Antonio mit Spielern aus Argentinien (Ginobili, Fabricio Oberto), Frankreich (Tony Parker), Slowenien (Beno Udrih) und den Niederlanden (Francisco Elson) eine internationale Fangemeinde."

Ebenfalls charakteristisch für Holt, so Boewe, sei das streng verfolgte "No-Nonsene" Prinzip von Vietnam-Veteran Holt.

"Spieler, die den Anschein erwecken, sich selbst oder ihre Freizeit über die Belange des Teams zu stellen oder sich in kriminelle Machenschaften verwickeln zu lassen, bekommen in San Antonio keinen Kontrakt, was dem Team den Ruf von Langeweilern eingebracht hat."

EIN LAHMER RIESE ODER DER LÄNGSTE BASKETBALLER DER WELT?

Die Portland Trailblazers haben die Draft Lottery gewonnen.

Marcel Amruschkewitz stellt derweil bei Spiegel Online einen interessanten Jungspieler vor.

Für die einen ist es ein lahmer Riese, für die anderen der längste Basketballer der Welt.

"Nur ein paar Millimeter mehr und Sun Ming Ming wäre der größte lebende Mensch der Welt. Nur ein paar Zentimeter weniger und der 23-Jährige wäre vermutlich ein passabler Basketballer mit NBA-Format. Denn für seine Größe hat der Chinese ein erstaunlich gutes Ballgefühl. Doch der 2,35-Meter-Mann hat eben auch große Probleme, seine Extremitäten zu koordinieren."

Um es einmal in die NBA zu schaffen, müsste sich der Riese aber noch steigern.

„Sun Ming Ming konnte bis heute nicht beweisen, dass er das Zeug zum NBA-Profi hat. Auch bei seinem aktuellen Team, den Grand Rapids Flight in der International Basketball League (IBL), spielt der Riese sportlich eine kleine Rolle. Er macht knapp zehn Punkte im Schnitt, die Flight krebsen im Tabellenkeller ihrer Conference herum.“

 

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