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Ein historischer Moment Posted by Johannes Berendt on May 15,
2007 4:30 p.m. ET
Nicht ganz zehn Jahre ist es her, da tourten Charles Barkley, Scottie Pippen und Co. in der Sommerpause durch Europa. Ihr Weg führte sie unter anderem ins Ruhrgebiet, wo sie in Dortmund zu einem Showmatch gegen eine deutsche Auswahl antraten. Obwohl den NBA-Stars ein Großteil der Aufmerksamkeit zuteil wurde, kam der spektakulärste Spielzug des Tages von einem 19-jährigen Youngster. Sir Charles machte unfreiwillig Bekanntschaft mit dem blonden Hünen, als dieser ihm einen krachenden in-your-face Dunk verpasste. "Das macht mir nichts aus", spielte Barkley nachher die Szene herunter. "Aber der Junge ist gut. Er sollte nach Amerika kommen. Wir war noch gleich sein Name?" Es war der MVP der Saison 2006/07 - Dirk Nowitzki. Der dürfte mittlerweile nicht nur Sir Charles, sondern der ganzen Welt bestens bekannt sein. In nur neun Jahren ist der deutsche Nationalspieler zum besten Basketballer der Welt gereift. 24.6 Punkte, 8.9 Rebounds und 3.4 Assists sind eindrucksvoller Beleg seiner Klasse. Hinzu kommen neue persönliche Bestleistungen bei der Field Goal Percentage (50,2%), Dreier-Quote (41,6%) und Freiwürfen (90,4%). Während der Regular Season führte er die Mavs zu 67 Siegen in 82 Spielen. Lange wurde spekuliert, seit Dienstag Abend ist es offiziell: Dirk Nowitzki ist der erste Europäer, der sich mit dem MVP-Titel schmücken darf. "Ich bin völlig überwältigt. Das ist ein großartiger Tag und eine große Ehre für mich. Es wird ein paar Tage dauern, bis ich das realisiert habe", sagte der 28-Jährige, als ihm David Stern die Trophäe überreichte. 129 Sportjournalisten hatten ihre Stimme abgegeben. Nowitzki landete mit 1.138 Punkten auf dem ersten Platz, gefolgt von Steve Nash (1.013) und Kobe Bryant (521). 83 sogenannte „First-Place-Votes“ entfielen auf Dirk . "Ich habe vor ein paar Tagen von der Auszeichnung erfahren, aber ich war immer noch traurig, dass ich die Playoffs nur noch als Zuschauer erleben kann." Zu tief sitzt der Stachel des sensationellen Erstrunden-Ausscheidens gegen die Golden State Warriors. "Die Eindrücke sind noch sehr frisch. Das waren wirklich harte Tage", so Nowitzki. "Der Titel wird mir helfen, im Sommer über einige Dinge hinwegzukommen." Zu möglichen Veränderungen des Mavericks-Rosters wollte – und konnte – er noch nichts sagen. „Was wir jetzt im Sommer für Trades machen, da habe ich überhaupt keine Meinung zu. Die Enttäuschung sitzt noch viel zu tief, als dass wird jetzt schon über neue Leute, die wir holen müssen, reden könnten. In den letzten Tagen war die Enttäuschung so groß, da hat jeder etwas abgekriegt. Ich stand auch im Zentrum der Kritik. Ich weiß, dass ich schlecht gespielt habe. Doch davon lasse ich mich nicht unterkriegen.“ Ihr, die deutschen Fans, habt Euer Idol nicht im Stich gelassen. Weit über 100 Zuschriften haben uns erreicht, in denen Ihr Dirk Mut zugesprochen habt. Nur wer das Bittere kennt, kann das Süße fühlen: Nun habt Ihr natürlich auch Gelegenheit, Nowitzki zu seinem Ritterschlag zu gratulieren. Wir werden die Glückwünsche weiterleiten. Mehr Reaktionen, Berichte und Meinungen zu Nowitzkis außergewöhnlichem Erfolg gibt es in den nächsten Tagen.
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Über die NBA wird nicht nur viel geredet, sondern auch immer mehr geschrieben. Grund genug für Click and Roll Germany, sich einmal genauer im Internet umzuschauen. Jede Woche wird Johannes Berendt die interessantesten deutschen Links und Artikel in heiterer Form präsentieren. Wer nicht genug über die NBA lesen kann, ist hier genau richtig.




