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Nowitzki: Prügel von der Presse, Rückendeckung von den Fans Posted by Johannes Berendt on May 8,
2007 12:30 p.m. ET
Wie sagte doch einst unser Blogger Uli Tangl? Das Leben ist nicht gerecht. Schon gar nicht in den Playoffs. Sein Wort in Dirk Nowitzkis Ohr. Eine schlechte Serie und schon sind alle früheren Heldentaten auf einen Schlag vergessen. Die amerikanische Basketball-Welt lässt nach dem Ausscheiden gegen Golden State kein gutes Haar an unserem Dirk. Nicht hingegen die deutschen Fans – ihr steht auch in dieser schweren Stunde zu Eurem Idol und habt es mit aufmunternden Botschaften überhäuft. Diese Woche noch könnt ihr Dirk per Mailbox Trost spenden (siehe unten). FROM HERO TO ZERO Denn besonders in Amerika ist Ruhm schnell vergänglich. Das schreibt auch Matthias B. Krause im Tagesspiegel. Am Flughafen warteten nach dem KO nur zwei Fans auf die Mavs. Der Rest blieb daheim und diskutierte „die unfassbare Implosion des besten Teams der regulären Saison gegen die Golden State Warriors in der ersten Play-off-Runde der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA mit Fassungslosigkeit, Häme und Bitternis. Eine Enttäuschung historischer Dimension, für die in den Augen der meisten zwei Männer die Verantwortung tragen, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Mavericks-Headcoach Avery Johnson und Dirk Nowitzki, der gefallene Superstar." KEINE COMPETITION? Unser Blogger Haruka Gruber hat fehlende "Competition" bei den Mavs ausgemacht. "Als ob der Maverick vom Dan-Marino-Kevin-Garnett-Alex-Rodriguez-Virus befallen worden wäre, war er fünfdreiviertel Spiele völlig neben der Spur. Und das in den bislang wichtigsten Partien seiner Karriere." DIRK BASHING So heißt nun Dirk-Bashing der neue Volkssport in Texas, wie Jan Christoph Wiechmann im Stern berichtet. "Keine Leidenschaft selbst beim Leiden. Kein Fighter. Kein Leader. Auch im Reden: ein Weichei. Ein deutsches Weichei. Da hatten die US-Medien wieder etwas gefunden für ihr Zerrbild. Etwas zum Draufschlagen.Und das tun sie seit Freitagmorgen unaufhörlich. Draufschlagen. Die Lokalzeitung Dallas Morning News nennt es das "Dirk-Bashing" der Fans und Medien und beteiligt sich selbst in fast genussvoller Hingabe. Sie beschreiben die Transformation vom "German Giant" zur "German Goat", vom deutschen Giganten zur deutschen Ziege, vom "wertvollsten" Spieler der NBA zum "unsichtbarsten". "Hat einer unserer Stars sich je so in die Hose gemacht?" fragt das Konkurrenzblatt "Fort Worth Star Telegram" und ergänzt: "Er ist der Inbegriff vom Stereotyp eines weichen Spielers aus Europa." Mavs-Besitzer Mark Cuban hingegen bezeichnet die ganze Kritk als "irre" (Hamburger Abendblatt). RÜCKENDECKUNG VON BAUERMANN Auch Bundestrainer Dirk Bauermann nimmt seinen Schützling in Schutz (Sport1): "Die Kritik an Dirk ist einfach albern. Er hat bei der EM gezeigt, dass er ein Gewinnertyp ist, die allerwichtigsten Würfe trifft und eine Mannschaft alleine tragen kann. Es gibt viele Gründe für das Aus. Ihm die Alleinschuld zu geben, ist absolut unangemessen und für mich nicht nachvollziehbar. Ich bin sicher, dass er beweisen wird, dass er die Gewinnermentalität hat, die manche ihm jetzt absprechen." In der Bild-Zeitung wird über einen möglichen Wechsel im Sommer spekuliert. „Aber der einzige Kandidat wäre Kevin Garnett (31/ Minnesota Timberwolves). Und der ist mit Sicherheit nicht besser als Nowitzki. Also werden sie versuchen, ihm einen Spieler zur Seite zu stellen, der mal einspringt, wenn es bei Dirk nicht so läuft. Genau das hat in den Playoffs gefehlt.“ VOM WUNDERKIND ZUM WEICHEI? Spiel 5 hatte Dirk noch im Alleingang gewonnen, doch nun trägt er den Stempel des Versagers. Jan Hieronimi erinnert in seinem Artikel bei Spiegel Online ("Vom Wunderkind zum Weichei") noch einmal an seine vielen Heldentaten: "Noch vor einem Jahr hatte der Mavericks-Star in den Playoffs mit gerade solchen scheinbar übermenschlichen Heldentaten geglänzt: Gegen den amtierenden Champ aus San Antonio rettete er Spiel sieben der Zweitrundenserie kurz vor Schluss mit einem energischen Zug zum Korb und einem Block in die Verlängerung und zum Sieg. Phoenix schenkte er in Spiel fünf des Conference-Finales 50 Punkte ein. Deutschen Basketballfans ist sein Game-Winner gegen Spanien bei der Europameisterschaft 2005 im Halbfinale gegen Spanien in guter Erinnerung. Doch die epochale Katastrophe des Erstrunden-Ausscheidens hat die Großtaten der Vergangenheit hinweg gewischt.“ TROST FÜR DIRK Vielen Dank schon jetzt einmal für das überwältigende Feedback. Auf über 25 Seiten in einem bekannten Textverarbeitungsprogramm erstreckt sich Euer Mitleid. Wir werden es wie versprochen weiterleiten – und geben Euch noch diese Woche die Chance, Dirk Trost zu spenden. Stellvertretend für viele Fans hier die Botschaft von Valerie. „Es tut mir echt leid für dich und deine Mannschaft, ihr hättet den Titel echt verdient. Lass dich bloß nicht fertig machen von den Medien; es ist schließlich so, wie du selber gesagt hast: Wenn man gut spielt, ist man der Held des Tages, wenn nicht, dann der große Loser. So sind die Zeitungen und viele Menschen leider. Aber echte Fans sind nicht so. Fans halten zu ihrem Team, egal was passiert.“ Lustig auch die Nachricht von Thomas: „Schade das mit dem Meistertitel, hätte es deiner Mannschaft und Dir echt gewünscht. Mein Trainer ist geborener Dallas-Fan und seine Reaktion im Training war Laufen und Krafttraining.“ EIN TIPP FÜR DEN BUNDESTRAINER Nicht einmal Dirk Bauermann konnte seinen Star bislang erreichen. „Ich habe ihm nach dem Aus eine SMS geschrieben und versucht ihn anzurufen, aber das Handy war aus. Das habe ich auch nicht anders erwartet. Er muss das jetzt mit der Familie und Holger Geschwindner verarbeiten“, sagte er bei Sport1. Über unsere Feedback Box kommt Eure Nachricht garantiert an!
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Über die NBA wird nicht nur viel geredet, sondern auch immer mehr geschrieben. Grund genug für Click and Roll Germany, sich einmal genauer im Internet umzuschauen. Jede Woche wird Johannes Berendt die interessantesten deutschen Links und Artikel in heiterer Form präsentieren. Wer nicht genug über die NBA lesen kann, ist hier genau richtig.



