Über die NBA wird nicht nur viel geredet, sondern auch immer mehr geschrieben. Grund genug für Click and Roll Germany, sich einmal genauer im Internet umzuschauen. Jede Woche wird Johannes Berendt die interessantesten deutschen Links und Artikel in heiterer Form präsentieren. Wer nicht genug über die NBA lesen kann, ist hier genau richtig.
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Die Mavs auf Rekordjagd

Posted by Johannes Berendt on Mar. 7, 2007 16:30 a.m. ET

In der NBA purzeln derzeit nicht nur die Rekorde. Doch zu Vlad-Rad kommen wir erst später.

Nichts und niemand kann derzeit die Mavs stoppen – in Texas hat man Grund zur Freude, wie Stefan Sessler von Europolitan verrät:

"51 Siege bei nur 9 Niederlagen und damit bestes Team der Liga. 23 Heimsiege in Folge. Auch nicht schlecht: sechstschnellstes Team der NBA-Geschichte, das die 50-Siege-Marke knacken konnte. Zudem: erstes Team, das sich dieses Jahr bereits 22 Spieltage vor Ende der regulären Saison für die Playoffs qualifiziert hat. Punkteschnitt von Dirk Nowitzki: 25,4 pro Spiel. Rebounds pro Spiel: 9,6. Außerdem: Dirk Nowitzki – NBA-Spieler des Monats Februar 2007."

Dem deutschen Nationalspieler ist das alles relativ bis ziemlich egal.

„Ein Rekord ist immer etwas Besonderes. Aber selbst, wenn wir sämtliche 82 Saisonspiele gewinnen würden, bedeutet das nichts. Im Endeffekt zählen nur die Playoffs und die Meisterschaft", sagte Dirk Nowitzki bei der SZ.

Ganz Unrecht hat er damit natürlich nicht.

Dennoch ist es nicht verwunderlich, dass die Mavs beim Sport1 Power Ranking ganz weit oben stehen. Absteiger des Monats Februar ist übrigens Orlando, Aufsteiger die Toronto Raptors.

OH JE, OH WEH

Lügen haben kurze Beine - und kaputte Schultern. Vladimir Radmanovic muss eine halbe Million Dollar berappen, weil er sich beim vertraglich verbotenen Snowboard-Fahren die Schulter verletzte und das seinem Arbeitgeber verheimlichte.

"Ich entschuldige mich bei meinen Teamkollegen, Trainern, dem Lakers-Management und den Lakers-Fans. Ich habe in meiner ersten Panik nach einer Notlüge gesucht", so der Serbe, der knapp acht Wochen ausfallen wird (Kurier).

Lustig auch der Kommentar im Five-Log von Daniel Oberschewen:

"We got ourselves a Brainballer! Vladimir Radmanovic wollte der Welt unbedingt beweisen, dass man auch mit 2,08 Meter vernünftig snowboarden kann. Hat nicht so ganz geklappt, bis Mitte April ist er mindestens draußen (Er hat Schulter)."

DICKE LUFT IM HAUSE ARTEST

Dass es noch nie eine gute Idee war, Dinge auf Ron Artest zu schmeißen, daran erinnert Tobias Seitz bei Hoopnation.

In der Tat hat der Forward wieder einmal für einen Eklat gesorgt. Mit seiner Ehefrau lieferte er sich einen handfesten Streit (Sport1). Bis zur endgültigen Klärung der Vorfälle haben die Kings ihn auf unbestimmte Zeit aus dem Kader gestrichen.

VON WEGEN THEY NEVER COME BACK

Comebacks scheinen in der Sportwelt derzeit ja groß in Mode zu sein. Nach Axel Schulz und Henry Maske (der Vergleich hinkt irgendwie) nun auch noch Scottie Pippen.

"Nun ist es dem Jung-Senior anscheinend langweilig geworden in seiner vielen Freizeit, neulich hat er jedenfalls verlauten lassen, fit zu sein für ein Comeback; wenn ein Klub interessiert sei, könne der sich ruhig melden. Anfang der Woche klingelte tatsächlich das Telefon."

Phil Jackson war am anderen Ende der Leitung, wie Joachim Mölter in der SZ weiter berichtet.

,Ich hab’ mit ihm gesprochen‘‘, gab Phil Jackson zu, Cheftrainer der Los Angeles Lakers, ,,aber es ging nur darum, wie’s ihm geht, was er so macht, wie er sich fühlt‘‘, wiegelte er ab: ,,Ich glaube, ich hatte ihn gerade beim Grillen im Garten erwischt.‘‘ Das genügte, um in den USA die Gerüchtegrills anzuheizen, und Pippen legte nach. Die Lakers seien nur eins von einigen Teams, mit denen er sich ernsthaft beschäftige, sagte er, ließ aber durchblicken, dass er Los Angeles favorisiere, auch wegen des angenehmen Klimas an der Pazifikküste. ,,Ich kenne ihr Angriffssystem im Schlaf‘‘, pries Pippen seine Vorzüge."

Bei den Dallas Mavericks war eine zeitlang ja sogar Reggie Miller im Gespräch. Killer-Miller arbeitet derzeit als TV-Kommentator, würde aber dem Vernehmen nach gerne mal eine Meisterschaft gewinnen. In Texas wiegelt man ab.

"Da könnte man auch gleich Doctor J in Betracht ziehen‘‘, sagte der Sportdirektor der Mavs, Donnie Nelson.

Wie findet Ihr das Comeback von Michael Jordans kongenialem Partner? Stimmt ab!

HARTE ZEITEN FÜR ROCKY

Warum trägt der Sieger des diesjährigen Three-Point Shootouts in Las Vegas eigentlich den Spitznamen Rocky? Adrian Bauer (FIVE) klärt bei Spiegel Online auf.

"(...) weil Jason Kapono nicht nur das mächtige Kinn mit Schauspieler Sylvester Stallone teilt, sondern auch stimmlich auf einer Wellenlänge mit dem Filmstar liegt."

Ähnlich wie das Leben seines Stimmdoubles verlief auch Kaponos Karriere nicht immer nach Plan - schon gar nicht in Miami. Das Championship-Jahr war eine reine Katastrophen-Saison.

"Als schlechter Rebounder und mieser Eins-gegen-eins-Verteidiger gehörte der 2,03 Meter große Forward nicht zu den Lieblingsspielern von Heat-Coach Pat Riley. Doch auch die zugedachte Rolle als Distanzspezialist konnte Kapono nicht zufriedenstellend ausfüllen. (...) Zum ersten Mal in seiner Karriere rutschte seine Dreierquote unter 40 Prozent. Das sah der Coach nicht gern, und Kaponos Spielzeit wurde deutlich eingeschränkt."

Ganze zwei Minuten stand er in den Playoffs auf dem Feld. Bauer: "Die Umstellung auf ein neues System und der Trainerwechsel von Stan Van Gundy zu Pat Riley treffen "Rocky" wie ein Leberhaken von Mr. T und kosten ihn Rhythmus und Spielzeit."

In dieser Saison läuft es mit 9,7 Punkten pro Spiel und einer Dreierquote von 54 Prozent aber wieder bedeutend besser. So ist das im Leben, nicht nur bei Rocky - ein ständiges Auf und Ab.

SONSTIGES

Shaq bekommt eine eigene Reality-Serie (Serienjunkies.de).


2006-07 ARCHIVE

Dirk Nowitzki.
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Scottie Pippen
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Vladimir Radmanovic
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Reggie Miller
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Jason Kapono
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