Über die NBA wird nicht nur viel geredet, sondern auch immer mehr geschrieben. Grund genug für Click and Roll Germany, sich einmal genauer im Internet umzuschauen. Jede Woche wird Johannes Berendt die interessantesten deutschen Links und Artikel in heiterer Form präsentieren. Wer nicht genug über die NBA lesen kann, ist hier genau richtig.
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Weniger ist mehr
Posted by Johannes Berendt on Jan. 12, 2007 6:40 p.m. ET

Ein Rasta-Mann mit Lyrik-Fimmel und der Rosenkrieg im Hause Jason Kidd – diese Woche bleibt den Lesern von Click and Roll Germany aber auch nichts erspart. Fangen wir lieber mit dem Sportlichen an.

ERSTE, ZWEITE UND DRITTE WAHL

Weniger kann ja manchmal mehr sein. Aber auch in Texas?

Weniger Nowitzki, mehr Erfolg? Das berichtet zumindest die Welt. Zwar ist sein Punkteschnitt im Vergleich zur vergangenen Saison gesunken (Rang 14 mit 23,9 PPG), dennoch sind die Mavericks Meisterschaftskandidat Nummer eins. Denn wenn es mal knapp wird, ist der deutsche Nationalspieler voll da.

„Wenn es brenzlig wird, geht kein Weg an ihm vorbei“, lobt Coach Avery Johnson. „In den entscheidenden Spielphasen ist Dirk für uns die erste, zweite und dritte Wahl." Sein Superstar, so der Trainer, wüsste halt, wann es darauf ankommt, mal 40 Punkte zu machen.

Und zur Not sind Jason Terry, Jerry Stackhouse und Josh Howard ja auch noch da. Das freut wiederum den Dirkster. Früher musste er oft „aus aussichtslosen Positionen werfen. Heute haben wir den Luxus, den Ball zum besser platzierten Mitspieler zu passen.“

„FAST WIE BEI JAMES BOND“

Ein Basketball ist nicht das einzige, was in letzter Zeit in Richtung Jason Kidd geworfen wurde. So ein Rosenkrieg kann aber auch schmutzig werden.

„Bereits am Montag hatte Kidd eine Klage gegen seine Frau wegen häuslicher Gewalt eingereicht und eine Einstweilige Verfügung gegen sie angestrebt - unter anderem habe Joumana ihren Mann getreten, geschlagen und Haushaltgeräte nach ihm geworfen“, berichtet Haruka Gruber bei Sport1. Die Scheidungspapiere sind mittlerweile überstellt worden.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – doch scheinbar hat es Mrs Kidd übertrieben. Gruber schreibt weiter: „Ende Dezember soll sich Joumana in die Umkleide der Nets geschlichen haben, um das Handy von Kidd zu kontrollieren. Laut Kidd brachte sie zudem noch Ortungssender an seinen Autos und Laptops an und schikanierte seine Trainer, Freunde und Verwandte.“

All das hielt den Playmaker nicht davon ab, mal eben beim 101-86 Erfolg über die Raptors 14 Assists auszuteilen.

ZWISCHENBILANZ – EINÄUGIG UNTER BLINDEN?

Jan Hieronimi (FIVE) zieht Bilanz. Fast so schwach wie der Osten sind dabei die Neulinge. Wer auch immer Rookie of the Year werden sollte – er wäre wohl der Einäugige unter den Blinden:

„Kein Neuling erzielte mehr als 13,8 Punkte im Schnitt. Der zweite Pick der Draft, Blazers-Center LaMarcus Aldridge, könnte sich schon bald in der Aufbauliga NBDL wiederfinden, wo er Spielpraxis sammeln soll. Charlottes mit viel Hype angekündigter Forward Adam Morrison ist bester Scorer unter den Frischlingen, trifft jedoch nur unverzeihliche 37 Prozent seiner Würfe und zeichnet sich ansonsten durch mangelhafte Defense aus.“

SPIKE UND DAVID

Nur gut, wenn man im Big Apple prominente Fürsprecher hat. Filmproduzent Spike Lee ist jedenfalls einer der wenigen, die Forward David Lee wohlgesonnen sind. Ob das am gleichen Nachnamen liegt? Jörg Bähren (FIVE) stellt den 23-Jährigen bei Spiegel Online vor.

NOTTY DREADLOCK?

Bähren ist es auch, der an gleicher Stelle seinen Lesern Etan Thomas näherbringt – der Rasta-Mann hat nämlich einen Lyrik-Fimmel. „Eigene Meinung, eigenes Styling, eigene Poesie. Richtig: Poesie. Der Center mag auch die seichten Klänge und brachte unter dem Synonym Notty Dreadlock unlängst seine Reime zu Papier. Der Titel der salbungsvollen Lektüre: "More than an athlete".“

Nur weil man Gedicht schreibt, muss man kein friedfertiger Mensch sein: „Nach einer Trainingseinheit Anfang November flogen die Fäuste zwischen ihm und Haywood, der ebenfalls den Platz als Starting Center beansprucht.“

HARGREAVES BLOGGT

Unser Blogger Owen Hargreaves war, bevor es nach der Winterpause mit dem FC Bayern ins Trainingslager nach Dubai ging, zurück in der Heimat in Kanada. Das hat er sichtlich genossen – endlich konnte er wieder rund um die Uhr Basketball schauen. In seinem neusten Blog-Eintrag berichtet von seinem Besuch bei Steve Nash.

2006-07 ARCHIVE

Dirk Nowitzki. NBAE/Getty Images

Jason Kidd. NBAE/
Getty Images

David Lee. NBAE/Getty Images

Etan Thomas NBAE/Getty Images