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Der Nährwert von Toastbrot und diverse Zonen-Monster
Posted by Johannes Berendt on Nov 16,
2006 11:08 a.m. ET
Es wird DAS Spektakel in der Wüste - 2007 findet das NBA All-Star Game in Las Vegas statt. Schon jetzt könnt Ihr Eure Lieblingsspieler in die Startformation wählen. Mehr dazu in unserem All-Star Special (English) oder direkt bei der Abstimmung. NA ALSO, ES GEHT DOCH Nachdem es für die Mavs nach vier Niederlagen in Serie von allen Seiten Kritik hagelte (ja, ja, auch Click and Roll Germany hat mitgemacht), haben die Mavs mit drei Siegen in Folge (Sport1) mal gerade das Ruder herum gerissen. Unsere Leser haben das natürlich geahnt: 37 Prozent sagen den Mavs eine sehr erfolgreiche Saison voraus (zwischen 50 und 60 Siegen). 27 Prozent tippen auf ein Finish zwischen 40 und 50 Siegen, und 14 Prozent glauben (oder hoffen) sogar, dass die Jungs von Avery Johnson mehr als 60 Spiele gewinnen werden. Die Aussagekraft der Tabelle ist ohnehin noch begrenzt. Vielmehr erinnert ihr Nährwert an ein labbriges Toastbrot, wie Jens Möller in seinem Wochenrückblick bei Crossover-Online schreibt. DA OBEN IST DIE LUFT DÜNN Mit dem Aufeinandertreffen von Yao Ming und Shaquille O´Neal beschäftigt sich Oliver Wittenburg bei Sport1. Er geht der Frage nach, ob die Wachablösung bereits vollzogen ist. "Den einen interessiert das Thema überhaupt nicht, der andere ist zu höflich, um allzu großes Aufheben darum zu machen. Und doch spricht die ganze NBA darüber." Das Duell in Miami ging ganz klar an den Chinesen, der Shaq mit 34 (gegenüber 15) Punkten und 14 Rebounds (gegenüber 10) richtig alt aussehen ließ. Wittenburg schreibt: "`ESPN` rechnete anschließend vor, dass O'Neal noch nie in seiner Karriere ein Center-Duell so klar verloren hatte. David Robinson (1 Mal) und Patrick Ewing (2 Mal) gelangen ähnliche Coups. Die sind aber 13 Jahre her, und Shaq war ein Rookie." Ergo: "Yao Ming hat sich urplötzlich in den Kreis der ganz Großen der Liga katapultiert. Die Zeit des Zögern und Zauderns scheint vorbei. Er lässt sich nicht mehr herumschubsen, nicht einmal von Shaq." Der Höhenflug der Rockets lässt sich auch eindrucksvoll in Zahlen fassen: Die beiden Finalisten Miami und Dallas wurden zusammengezählt mit 53 Punkten geschlagen. Bleibt zu hoffen, dass Yao - genau wie T-Mac - diese Saison von Verletzungen verschont bleiben. EIN OFFENSIV-REBOUND ALS EINZIGE GELUNGENE AKTION In der Schweiz verfolgt die Presse die erste NBA-Saison von Thabo Sefolosha mit Argusaugen. Nach seinem hervorragenden Saisonstart hat der Eidgenosse nun aber doch ein bisschen nachgelassen. Dabei entgeht den Schweizer Kollegen, wie hier im Grencher Tagblatt, aber auch nichts. "Der 22-jährige Waadtländer kam lediglich während sechs Minuten zum Einsatz. Sefolosha verfehlte bei jedem seiner vier Abschlussversuche den Korb und konnte sich als einzige gelungene Aktion einen Offensiv-Rebound gutschreiben lassen. Sein Punktschnitt liegt nun bei 5,9 Zählern pro Partie." VOM BRETT-MONSTER ZUM ZONEN-WEICHEI Der arme Chris Kaman. Was hat er nicht schon alles einstecken müssen. Unser Blogger Uli Tangl bezeichnete ihn einst als Zombie. Nun legt Haruka Gruber nach. In seinem neusten Blog-Eintrag schreibt er über die Wandlung vom Brett-Monster zum Zonen-Weichei. Es stellt sich heraus, dass Chris so arm gar nicht ist. "Der Center legte die beste Saison seiner Karriere hin, und da solide Big Men in der NBA so rar sind wie weiße Bambis in Sachsen, belohnten ihn die Clippers mit einer vorzeitigen Vertragsverlängerung bis 2012 - dotiert mit 55 Millionen Dollar." Und was hat es gebracht? "7,4 Punkten bei einer 38-prozentigen Wurfquote, 6,0 Rebounds sowie 0,7 Blocks", die eine Berufung ins All-Star Team illusorisch machen. Dabei hinterließ Kaman bei NBA Europe Live einen wirklich guten Eindruck. Und was man nicht glauben mag: Er ist einer der beliebtesten Interview-Partner der Journalisten. Er kann nämlich reden ohne Ende... NEULICH IN MILWAUKEE Keine Frage, in Milwaukee tut sich was. Immerhin gibt es auf nba.com nun schon eine Kolumne aus Sicht eines Bucks Fans: Central Intelligence von Rob Peterson (Englisch). Dieses Mal: Q&A mit dem Leading Scorer der NBA. Scheinbar hat den Bucks wirklich etwas mediale Aufmerksamkeit gefehlt. Kaum hatte Peterson angefangen zu schreiben, machte Michael Redd auch gleich 57 Punkte im Spiel gegen die Jazz (ARD). Dumm nur, dass es trotzdem nicht zum Sieg gereicht hat. Als Trost könnte sich MR57 noch einmal seine persönliche Fotogalerie vom Spiel anschauen. WENIGER FLAIR ALS STOCKTONS HAARSCHHNITT? Als potentieller Nachfolger von John Stockton hat man es nicht leicht - zumindest nicht in Utah. Man frage Deron Williams. Goranka Zloporubovic (FIVE) berichtet bei Spiegel Online. "Der Pointguard der Utah Jazz hat ein typisches erstes Profijahr hinter sich, mit Höhen und Tiefen. Jazz-Mann Jerry Sloan ist ein Coach der alten Schule. Das bekommen vor allem die Neuen zu spüren. Wer nicht intensiv verteidigt, erlebt schnell, wie kurz der Weg von der Starting Five zur Bank ist." Doch auch Stockton gelang erst in seinem dritten Jahr der Durchbruch. Vielleicht hat er seinem Nachfolger davon erzählt, als sie sich diesen Sommer getroffen haben. "(...) verbrachte Williams bei Stockton eine Sommerwoche in dessen Heimat Spokane/Washington. Eine Stadt, die noch weniger Flair besitzt als Stocktons Haarschnitt. Der 1,91 Meter große Williams ist dankbar für alle Tipps, die ihm der Altmeister mit auf den Weg gibt: "Nicht viele Profis bekommen die Chance, Zeit mit dem großartigsten Spieler ihrer Position zu verbringen." Williams´ selbst erklärtes Ziel: "Jedes Jahr ein All-Star zu sein und eine Meisterschaft zu gewinnen." Vielleicht kommt Stockton ihn dann mal besuchen, um sich den Ring anzuschauen. |
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Über die NBA wird nicht nur viel geredet, sondern auch immer mehr geschrieben. Grund genug für Click and Roll Germany, sich einmal genauer im Internet umzuschauen. Jede Woche wird Johannes Berendt die interessantesten deutschen Links und Artikel in heiterer Form präsentieren. Wer nicht genug über die NBA lesen kann, ist hier genau richtig.




