Aus dem Englischen übersetzt von Johannes Berendt


Team-By-Team Fantasy Previews

CENTRAL DIVISION

INDIANA PACERS
Wir lieben:
Ron Artest wird sich als echter Geheimtipp für all diejenigen erweisen, die pfiffig genug sind, ihn zu nehmen. Sein Draft-Wert wird sinken (vielleicht bis in die dritte oder sogar fünfte Runde). Dieses Jahr sollte er sich als Superstar etablieren, auch wenn seine Offensiv-Statistiken nicht an die von Kobe Bryant herankommen werden. Er besitzt ungefähr die Klasse von Paul Pierce, hinzu kommen noch zwei Steals pro Partie. Seine 0.7 Blocks pro Spiel in 32.9 Minuten lassen ihn in einem besseren Licht als Jungs wie Carlos Boozer oder Zach Randolph erscheinen. Viele fürchten sein unberechenbares Verhalten – wir denken, er wird genau das als Motivation benutzen, um es seinen Kritikern endlich zu zeigen.

Wir raten ab von:
Jermaine O´Neal ist auf dem besten Wege, zu einem Spieler zu verkommen, der jedes Jahr von neuem überschätzt wird. Seine Trefferquote von 45.2 Prozent (und, noch schlechter, 43.4 in 2003-04) lässt ihn fast schon zu einem Power Forward werden, doch in Fantasy-Ligen gibt es dort nun mal die meiste Konkurrenz. Sein Jumper findet sein Ziel eher unkonstant, und solange er nicht zu seinem alten Low-Post Spiel zurückfindet, wird sich seine Quote auch nicht verbessern. Verschwendet keinen Zweitrunden-Pick für ihn. Da gibt es Bessere.

Ausblick:
Die Pacers wollen endlich den Bann brechen, aber schaffen sie es wirklich, all die zweifelhaften Charaktere im Team unter einen Hut zu bekommen? Der Fantasy-Wert dieses Teams ist dennoch sehr hoch, nicht zuletzt wegen der Rückkehr von Artest. Er ist wahrlich ein Fantasy-Monster!

 

CHICAGO BULLS
Wir lieben:
Schwer zu sagen bei dieser Mannschaft, aber wir haben uns für Luol Deng entschieden. Er hat so viel Potential, eine hervorragende Trainingseinstellung und so wie es ausschaut, ist er diesen Sommer sogar noch ein paar Zentimeter gewachsen. Ein fantastischer Sleeper: Kann hinter der Dreier-Linie hochsteigen, kleinere Small Forwards aufposten und vernachlässigt auch die kleinen Fantasy-Statistiken nicht.

Mit seiner Bulldoggen-Mentalität wird Michael Sweetney genügend Spielzeit bekommen. Wenn er von Foul-Trouble verschont bleibt, macht er bestimmt zwölf Punkte und acht Rebounds pro Partie. Und das alles bei einer Trefferquote von über 50 Prozent.

Wir raten ab von:
Solange es keine Kategorie für Führungsverhalten gibt, sollte man besser auf Chris Duhon verzichten. Er ist im wahren Leben von größerem Wert als in Fantasy-Ligen.

Ausblick:
Kirk Hinrichs Aufstieg (vielleicht sogar zu einem zweiten Mark Price) geht weiter. Seine größte Schwäche ist seine Freiwurfquote, doch auch da sollte er sich verbessern. Mal schauen, wie sich Ben Gordon so schlagen wird. 17 Punkte, 150 Dreier und eine 85-prozentige Freiwurfquote sind unser Tipp.

 

CLEVELAND CAVALIERS
Wir lieben:
Keine Frage: LeBron James wird dieses Jahr an Nummer eins gepickt, sogar noch vor Kevin Garnett. Das ist keine Vorhersage, sondern lediglich die Wahrheit. Fraglich bleibt allerdings, ob er die Leistungen der vergangenen Saison nach den Zugängen von Larry Hughes und Donyell Marshall bestätigen kann. Seine Assists und Steals sollten zunehmen, während Punkteschnitt und Trefferquote gleich bleiben. Er ist es definitiv wert, an Nummer eins gepickt zu werden.

Wir raten ab von:
Drew Gooden kommt in fast jedem Spiel an ein Double-Double heran. Bei Blocks und Steals ist er auch recht verlässlich. Seine Trefferquote ist hoch, und er geht erst in seine vierte Saison. Warum also sollte man ihn nicht nehmen? Zwei Gründe: Donyell Marshall und schwache Verteidigung.

Gooden sorgt für gute Statistiken, aber schon letzte Saison musste er wegen seiner Defensivschwäche Spielzeiteinbußen hinnehmen. Mit Marshall und Youngster Varejao im Nacken wird er wieder nicht viel spielen.

Ausblick:
Verbesserter Backcourt. Larry Hughes, Donyell Marshall und LeBron. Was kann man an ihnen nicht mögen? Tja, Coach Mike Brown ist ein Defensiv-Spezialist und wird so oft wie möglich versuchen, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Das ist niemals gut für Fantasy-Teams. Ebenfalls bleibt abzuwarten, wer wie viele Schüsse bekommen wird.

 

DETROIT PISTONS:
Wir lieben:
Es fällt schon schwer, sie nicht alle zu lieben. Alle spielen großartigen Basketball. Wir glauben, Rasheed Wallace wird sich im Vergleich zur vergangenen Saison noch steigern. Er ist zwar kein Sleeper, aber seine Freiwurfquote von 69,7 Prozent war die niedrigste der letzten sieben Jahre. Das sollte nicht noch einmal passieren, im Gegensatz zu den 8.2 Rebounds bei weiteren 16-17 Punkten pro Spiel.

Wir raten ab von:
Wir lieben ihn im wahren Leben, doch in Fantasy-Ligen ist es einfach nicht sinnvoll, Ben Wallace früh zu draften. Mit seinen Rebounds und Blocks hilft er seinen Managern in beiden Kategorien, doch die Freiwurf-Quote (42%) und die Scoring-Schwächen lassen doch arge Zweifel aufkommen.

Ausblick:
Nach dem Trainerwechsel wird es für die Pistons schwer, ihren Erfolg der vergangenen Saison zu wiederholen. Alle Starter werden viel spielen und punkten. Das macht sie zu soliden Fantasy-Kandidaten. Zu Überfliegern jedoch nicht.

 

MILWAUKEE BUCKS
Wir lieben:
Niemanden. Das wäre unsere ehrliche Antwort. Fast alle Spieler sind aus Fantasy-Gesichtspunkten überschätzt. Einzige Ausnahme könnte Joe Smith sein, der um einen neuen Vertrag spielt und als Center ähnlich gute Statistiken wie Andrew Bogut erreichen könnte. Aber von Liebe zu sprechen, wäre gerade bei Joe Smith ein bisschen zu viel. Besonders, wenn er nicht Center spielen wird.

Wir raten ab von:
In der Regel werden Spieler, die in der Vorsaison sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben, gerne schon einmal vergessen. T.J. Ford wäre folglich ein Sleeper. Doch auch ohne Verletzungen war er nicht wirklich ein Fantasy-Spieler. Ihn für einen Steal der letzten Runden zu halten, ist fast so, als würde man sich selbst dafür beglückwünschen, Jerome James einen teuren Multi-Jahr-Vertrag gegeben zu haben!

Ausblick:
Michael Redd wurde teilweise unterschätzt. Das Blatt hat sich gewendet, mittlerweile ist er überschätzt. Unterm Strich sind die Bucks mitten im Erneuerungsprozess und von geringem Fantasy-Nutzen.

 
 
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