Herzlich willkommen beim NBA Blog Squad Germany. Hier werden in regelmäßigen Abständen Insider ihre Gedanken zur NBA und WNBA niederschreiben. Stars und Journalisten – sie alle teilen dieselbe Leidenschaft für die NBA. In ihren „Blogs“ könnt Ihr nachlesen, was sie zur spannendsten Basketball-Liga der Welt zu sagen haben.

Die Meinungen, die vom Blog Squad geäußert werden, geben lediglich eine persönliche Einschätzung der Blogger wieder, nicht aber die Sichtweise von nba.com, der NBA oder irgendeinem NBA-Team. Nba.com prüft nicht den Wahrheitsgehalt resp. die Genauigkeit der Blogs.

Timo Böckenhüser
Journalist
Für Timo Böckenhüser ist Basketball die Sonne. Nicht nur, weil ihm jegliche Art von Korbakrobatik verzückt, sondern auch, weil sich sein Leben (so wie die Erde ja bekanntlich um die Sonne) komplett um die rote Lederpille dreht. Stats in jeder erdenklichen Form faszinieren den 29-Jährigen genauso wie NBBL-, EuroChallenge-, Regional- oder Bezirksliga-Spiele. Egal wie und wo, Hauptsache es wird mit Leidenschaft gezockt und es gibt ein paar herrlich klingende „Swishs“ auf die Ohren. It‘s all about the game! Seine innigste Liebe gilt jedoch der NBA, mit der der selbst ernannte „Hustle-Player“ seit 2004 seine Brötchen verdient. Wie Blog-Squad Kollege Emrah Kilic schreibt er als Redakteur für Deutschlands größtes Basketball-Mag BASKET.

Let us entertain you!
Posted by Timo Böckenhüser - Juni 12, 2009

Dwight Howard
NBAE/Getty Images
Wer Orlando Mitte Juni schon mal einen Besuch abgestattet hat, wird das Gefühl kennen: Kaum bist du angekommen, gibt’s gleich den doppelten Schock. Erst erwischt dich die große Sauna namens Florida erbarmungslos mit voller Wucht, dann erschlagen dich die Eindrücke der gefühlten 24 Millionen Freizeitpark-Plakatwände am Straßenrand. Von Jetlag keine Spur! Du hast nämlich gar keine Zeit, dir über diesen zuweilen fiesen Kollegen Gedanken zu machen. Welcome to Orlando!

Na ja, groß beschweren will ich mich aber natürlich auch nicht. Schließlich sind die Finals stets eine Reise wert. Und die United States of America haben definitiv unattraktivere NBA-Städte als die Micky-Maus-Metrolpole im Sunshine State im Angebot. Kobe versus Dwight unter der Sonne Floridas. Geht’s besser und schöner?!

Okay, es könnte etwas weniger schwül sein (klingt schon verdammt nach Jammern auf extrem hohem Niveau), aber dafür bekommt man auch in doppelter Hinsicht ein Unterhaltungsprogramm der Extraklasse geboten. Denn neben den Finals stehen in Orlando schlappe 16 Freizeitparks zur allgemeinen Bespaßung bereit. Disney World, Universal Studios, Sea World um nur ein paar zu nennen. Und die NBA wäre nicht die NBA, wenn sie an spielfreien Tagen kein nettes Ausgleichsprogramm auf Lager hätte.

So ging es frei nach dem Motto „Let us entertain you“ am Mittwoch schön für alle Journalisten nach Disney World. Für den Nachmittag gab’s ein so genanntes Park-Hopper-Ticket, mit dem man je nach Lust und Laune zwischen vier Themenparks pendeln konnte, abends folgte dann ein Medien-Dinner in der Indiana-Jones-Stunt-Arena mitten in Disney’s Hollywood Studios. Da könnte man schon fast vergessen, warum man genau jetzt das trübe Wetter in Deutschland gegen die strahlende (Sauna-)Sonne und satte 34 Grad in Florida getauscht hat.

Dabei ist das, was die Magic und Lakers bislang abliefern ebenfalls „very entertaining“! Und in Orlando passt dazu auch noch die Stimmung in der Amway Arena. Was die 17.461 Fans am Dienstagabend da für eine Performance abgeliefert haben, darf getrost als großer Sport bezeichnet werden. Wie das Wetter präsentierten sich auch die Magic-Anhänger vom ersten Moment an heiß wie sonst was, unterbrachen ihre Anfeuerungsschreie nur gelegentlich für (nicht weniger beeindruckend laute) „Beat L.A.“-Verbalhiebe auf die Lakers und gaben insgesamt dermaßen Gas, dass auf der Pressekonferenz Kobe direkt gefragt wurde, ob die Fans ein Faktor gewesen wären.

Vorhang auf für die NBA Finals 2009 - „Where amazing happens“. Denn wer hätte noch vor anderthalb Wochen gedacht, dass das geplatzte „Super-Endspiel“ Kobe vs. LeBron so dermaßen schnell vergessen sein würde. Doch die Stadt Orlando und ihre Magic haben es möglich gemacht. Und mit einem perfekten Mix aus Sonne, Urlaubsfeeling, ansteckender Begeisterung und Euphorie sowie vor allem einer geballten Ladung Unterhaltung die Finals „gerettet“.

Wer braucht eigentlich „King James“ und die Cavs, wo doch in Orlando jeder Wunsch erfüllt wird und ein NBA-Fan alles geboten bekommt?! Obwohl, die Schwüle müsste eigentlich nicht sein…

Posted by Timo Böckenhüser - Juni 12 2009