Herzlich willkommen beim NBA Blog Squad Germany. Hier werden in regelmäßigen Abständen Insider ihre Gedanken zur NBA und WNBA niederschreiben. Stars und Journalisten – sie alle teilen dieselbe Leidenschaft für die NBA. In ihren „Blogs“ könnt Ihr nachlesen, was sie zur spannendsten Basketball-Liga der Welt zu sagen haben.

Die Meinungen, die vom Blog Squad geäußert werden, geben lediglich eine persönliche Einschätzung der Blogger wieder, nicht aber die Sichtweise von nba.com, der NBA oder irgendeinem NBA-Team. NBA.com prüft nicht den Wahrheitsgehalt resp. die Genauigkeit der Blogs.


Haruka Gruber - Haruka's 2007-08 Blog Archive
Journalist
Haruka Gruber vereint viele Facetten der NBA in sich: Die schwache Freiwurfquote von Ben Wallace, den nicht vorhandenen Wurf von Darius Miles, die dünnen Arme von Martynas Andriuskevicius. Nichtsdestotrotz (oder genau aus dem Grund) ist er ein glühender Verehrer der NBA. Fantasy Games, NBA Live, die Nächte um die Ohren schlagen - das normale Programm eines Basketball-Fans halt. Und auch bei der Arbeit kommt sein Hobby nicht zu kurz: Für das neue Sportportal SPOX.com berichtet er von der großen weiten Welt der NBA. Zuvor war Haruka unter anderem bei Deutschlands größter Sportwebsite Sport1.de tätig.

Nowitzki am Seziertisch
Posted by Haruka Gruber - April 24, 2009

Haben die Spurs in den ersten beiden Playoff-Spielen Dirk Nowitzki so gut verteidigt? Oder war der Dirkster einfach nur passiv und hat sich auf seinen Sprungwurf verlassen?

Richtig schlau wurde man von Nowitzki auf jeden Fall nicht, so dass ich Spiel 3 mal zum Anlass genommen habe, (fast) ausschließlich auf ihn zu achten und alle seine Aktionen chronologisch zu bewerten – was ob der Dominanz der Mavs bekanntlich ein kurzes Vergnügen war.

1. Viertel: 10 Pkt. (4/5), 5 Reb., 0 Assists, 1 Block, 0 TO, 10:44 Min., +16

Plus: Gegenspieler Bonner nimmt den ersten Dreier, Dirk springt engagiert zum Block hoch, der Wurf geht vorbei. 0:0.

Plus: Duncan aus 3 Metern, vorbei, Dirk holt den Rebound. 4:0 Mavs.

Plus: Im Gegenzug zieht Dirk an Bonneer vorbei, Fadeaway aus 4 Metern, drin. 6:0.

Minus: Überhastet nimmt Dirk trotz Doppelverteidigung von Bonner und Mason aus 3 Metern den Jumper, vorbei. 8:0.

Neutral: 1-gegen-1 gegen Duncan, der gibt raus auf Parker. Dirk vermeidet das Foul, Parker zieht unbedrängt zum Leger. 8:2.

Neutral: Genau das gleiche. Parker zieht, Dirk schaut zu. 10:5.

Plus: Nowitzki aus 5 Metern in Bonners Visage. 12:5.

Plus: Dirk blockt Duncan, die AAC tobt! 14:7.

Plus: Schwieriger Sprungwurf aus 4,5 Metern, dennoch drin. 16:7.

Plus: Finleys Dreier macht nur klong, Dirk mit dem Rebound. 16:7.

Tolpatschig: Dirk stolpert über Kidds Fuß und reißt Duncan mit.

Plus: Anspiel von Barea, Drive gegen Bonner, Foul. Beide Freiwürfe drin. 21:9.

Plus: Gooden wirft, Dirk hält ihm die Hand ins Gesicht, vorbei. 21:9.

Plus: Und noch mal: Gooden wirft, Dirk hält ihm die Hand ins Gesicht, vorbei. 21:9.

Dirk geht, Singelton kommt. 22:11.

Singleton geht, Dirk kommt. 23:15.

Neutral: Howard blockt Parkers Layup, Dirk bekommt ein Rebound zugeschrieben. Warum? Keine Ahnung.

Minus: Bonner schleicht sich an die Dreierlinie, Dirk pennt und ist zu weit weg. Der Wurf geht aber nur an den Ring. 25:16.

Plus: Mittig an der Dreierlinie wird Dirk von Barea angespielt, drei, vier Schritte vor, butterweicher J aus 5 Metern. 27:16.

2. Viertel: 2 Pkt. (1/2), 2 Reb., 1 Assist, 0 Blocks, 1 TO, 8:08 Min., +2

Neutral: Dirk lässt Bonner an die Dreierlinie entwischen, der traut sich aber nicht, abzudrücken. Danach arbeitet Dirk gut in der Defense, schnappt sich den Rebound nach einem Mason-Dreier. 29:18.

Minus: Dirk schiebt allzu offensichtlich Bonner unter dem Korb weg. Unnötiges Offensivfoul. 29:18.

Plus: Gooden und Mason spielen Pick'n'Roll, Dirk muss bei Mason bleiben, hilft aber dennoch aus, als der Ball bei Gooden landet, und bekommt den Rebound. 29:18.

Plus: Wright mit einem schwachen Pass auf Dirk, Mason mit dem Break – doch Dirk sprintet hinterher und behindert Mason, so dass Bass den Rebound bekommt. 29:18.

Plus: Dirk gegen Bonner, locker rechts vorbei, Layup, 31:21.

Plus: Seltenes Duell zwischen Dirk und Duncan, Dirk gibt gleich raus auf Wright, dessen Dreier sitzt. 34:23.

Minus: Mason nutzt das Pick'n'Roll gegen Dirk, trifft in dessen Gesicht. 34:25.

Minus: Dirk gibt erneut raus auf Wright, diesmal ist der Pass aber zu unplatziert, Wright bekommt den TO. 34:25.

Plus: Duncan in seiner Paradeposition 2 Meter vom Korb weg, aber Dirk stört ihn entscheidend, der Wurf geht vorbei. 36:25.

Dirk geht für Bass raus, 37:25.

Ohne Dirk gelingt Dallas ein 12:0-Run, dann kommt er für Dampier. 46:27.

Plus: Rebound nach Hill-Fehlwurf.

Minus: Dallas mit dem Gegenstoß, Dirk gegen den 25 Zentimeter kleineren Hill, dennoch geht der Wurf aus 6 Metern vorbei. 46:27.

3. Viertel: 8 Pkt. (3/5), 0 Reb., 1 Assist, 0 Blocks, 0 TO, 7:42 Min., +15

Plus: Screen von Kidd gegen Bonner, so dass Dirk freisteht, Duncan kommt zu spät, der Wurf aus 6 Metern fällt. 48:30.

Minus: Die Spurs mit dem Pick'n'Roll zwischen Parker und Bonner, Dirk etwas unachtsam, doch Bonner trifft von Downtown nur den Ring. 48:30.

Plus: Ein Genuss. Dirk aus 5 Metern in Duncans Gesicht zum 53:32.

Minus: Wieder lässt Dirk Bonner aus den Augen, dessen Dreier aber geht – wie sollte es sein – vorbei. 55:32.

Minus: Aber auch bei Dirk läuft's nicht von draußen. Barea gibt raus auf Dirk, dessen Dreier gegen den 25 Zentimeter kleineren Parker muss rein – geht aber nicht. Dirks Dreierquote in der Serie: 0 von 7…

Minus: Spurs wieder mit dem üblichen Pick'n'Roll, Bonner zieht gegen Kidd zum Korb, Dirk hilft nur halbherzig aus, drin. 57:34.

Plus: Dirk von der Baseline aus vier Metern gegen Bonner UND Finley. 59:34.

Plus: Starker Pass von Dirk in die Ecke auf Kidd, Dreier, drin. 62:36.

Plus: Bowen zieht gegen Dirk zum Korb, Dirk macht geschickt den direkten Weg zu, Bowens Layup geht vorbei.

Plus: Howard spielt Dirk in den Lauf, der sich schön von Gooden gelöst hat und ein Foul zieht. Dirk versenkt beide Freiwürfe. 64:36.

Minus: Oberto bedrängt Dirk, dessen Wurf aus 4,5 Metern ist zu kurz. 68:36.

Plus: Hill läuft den Break, Dirk macht nur den direkten Weg zum Korb zu und vermeidet das Foul, Hill geht über rechts an Dirk vorbei – und wird von Howard so was von weggeblockt. Sah geplant aus.

Plus: Dirk zieht zwei Mann auf sich, spielt raus auf Howard, der mit dem Extrapass zu Kidd. Auch wenn der Dreier erfolglos bleibt: starker Angriff.

Beim Stand von 68:38 geht Dirk für Bass vom Parkett und darf Feierabend machen. Und das 16:18 Minuten vor dem Ende.

Fazit: 27 Pkt. (8/12), 7 Reb., 2 Assits, 1 Block, 1 TO, 26:34 Min., +29

Selbstredend hat ein 88:67 nur wenig Aussagekraft. Derart leicht lassen sich die Spurs wohl nicht mehr abschlachten. Dennoch bleibt festzuhalten: Trotz recht moderater Zahlen im Boxscore war Nowitzkis Leistung sehr gut.

Durchschnittlich in fast jeder Spielminute hatte er eine gute Szene, insgesamt 25 positiven Aktionen standen lediglich 10 negative gegenüber. Besonders im ersten Viertel, als der Grundstein für den Sieg gelegt wurde, spielte Dirk nahezu fehlerlos (11:2).

Dennoch gibt’s bei aller Euphorie zwei Dinge zu bemängeln: Nowitzki zog im kompletten Spiel nur dreimal zum Korb, ansonsten verließ er sich wieder einmal auf seinen - diesmal sicheren – Mitteldistanzwurf.

Und: Phasenweise spielte Nowitzki in der Verteidigung sehr engagiert, doch zu oft ließ er Bonner aus den Augen. Es war reines Glück, dass der Spurs-Scharfschütze mit der Dreierquote von 44 Prozent diesmal einen Backstein nach dem nächsten warf.


Weird-Faktor hoch sechs
Posted by Haruka Gruber - Januar 12, 2009 8:47 AM
Ed Tapscott
Ed Tapscott
NBAE/Getty Images

Danke, Stefan Raab. Wegen deinem Nippel kommen mir derzeit wiederholt diese "Watt, wer bist du denn?"-Momente hoch, wenn ich etwas über die NBA lese.

Die Washington Wizards empfingen beispielsweise vor einigen Tagen die Toronto Raptors, wobei das Team von Jay Triano (Watt, wer bist du denn?) gegen die Mannschaft von Ed Tapscott (Watt, wer bist du denn?) mit 99:93 die Oberhand behielt.

Hmmmm… Triano???... Tapscott???.... Wer hat denn jetzt gewonnen?... (Tipp: die Raptors).

Dieses Jahr laufen in der NBA einige Dinge sehr merkwürdig ab. Orlando rangiert plötzlich vor Boston, Atlanta hat eine bessere Bilanz als Dallas, Phoenix, Houston und Portland, Titelaspirant Utah würde Stand heute die Playoffs verpassen, Michael Jordan hat beim Draft was richtig gemacht, Charles "Mugshot" Barkley arbeitet vorerst nicht mehr als TV-Experte, undundund.

Doch das Bizarrste sind die eigenartigen Trainerwechsel. Noch nie wurden in der Geschichte der NBA mehr als drei Chefcoaches vor Weihnachten entlassen, in dieser Saison hingegen bekamen sechs (für Leute ohne Taschenrechner: doppelt so viele wie drei) Trainer die Papiere, bevor Sean May… ähh... Santa Claus seinen dicken Hintern durch den Schornstein gezwängt hat.

Und um den Weird-Faktor zu erhöhen, entschlossen sich alle Klubbosse, die sechs vakanten Posten mit sechs Trainern zu besetzen, die als Chefcoaches fast gänzlich ohne Erfahrung sind.

Triano etwa stand als Assistenztrainer unter Vertrag, bevor er bei den Raptors das Amt seines Vorgesetzten Sam Mitchell übernahm. Tapscott war als Director of Player Development ebenfalls eine recht kleine Nummer, als ihm Washington die Möglichkeit gab, Eddie Jordans Nachfolge anzutreten. Ähnlich wie Triano vom Co- zum Cheftrainer befördert wurden zudem Scott Brooks (Oklahoma City), Tony DiLeo (Philadelphia) und Kenny Natt (Sacramento).

Damit ist Kevin McHale (Minnesosta), eine NBA-Legende als Spieler und eine NBA-Lachnummer als Executive, der einzige neue Headcoach der Saison, dessen Name nicht sofort nach "Watt, wer bist du denn?" schreit.

McHale ist auch der einzige, der in seiner Karriere zuvor schon mal als Headcoach gearbeitet hat (2004/05: 19-12). Sprich: Zusammengerechnet verfügen die anderen fünf Trainer über die Routine von sagenhaften 0 Spielen als NBA-Cheftrainer.

Der Trend geht also hin zum Second-Hand-Coach. Doch wie lässt sich die jüngste Entwicklung erklären? Zumal mit Avery Johnson, Eddie Jordan oder Flip Saunders ambitionierte und gleichzeitig in der NBA bereits bewährte und erfolgreiche Trainer auf eine neue Anstellung warten?

Die Antwort: keine Ahnung.

Erste Vermutung wäre, dass den Teams egal ist, wer die Spieler trainiert, weil sie nach den Fehlstarts die Saison schon abgeschrieben haben und auf einen hohen Pick spekulieren. Nur: Der Draft in diesem Jahr ist nicht besonders tief und der nächste Derrick Rose oder Greg Oden ist nicht in Sicht. Warum also schon so früh die Flinte ins Korn werfen?

Zweite Vermutung: Die Teams sehen in ihren neuen Trainern den zweiten Pat Riley. Dem ehemaligen Co-Trainer der Lakers, der in den 80ern ebenfalls überraschend befördert wurde und die Showtime-Pomade-Ära einleitete. Nur: Für ein Urteil ist es zwar zu früh, aber die ersten Eindrücke sprechen nicht dafür, dass Triano, Tapscott und Co. geholt wurden, um die Klubs zu reformieren. Nicht umsonst tragen die neuen Trainer allesamt ein wenig schmuckes "Interims-" vor ihrer Jobbezeichnung.

Und es wird bei den meisten wohl auch beim "Interims-Trainer" bleiben. Keinem gelang es wirklich, für einen Kurswechsel zu sorgen. Am ehesten noch DiLeo, dessen Bilanz in Philadelphia (7-6, vorher 9-14) zumindest okay ist. Nach 8 Niederlagen zum Debüt zeigen auch McHales Wolves (seitdem 6-2) Zeichen der Besserung.

Toronto hingegen setzt das durchwachsene Irgendetwas in der Saison auch unter Triano (8-12) fort, Washington verliert mit Tapscott (6-18) munter weiter, ebenso Brooks (4-20) mit den Thunder.

Den Tiefpunkt hat jedoch Sacramentos Kenny Natt erreicht. Von 13 Spielen gingen gleich 11 verloren, zudem scheint es mit seiner Autorität nicht zum Besten zu stehen, wie die öffentliche Kritik von John Salmons andeutet.

Um das Schlimme nicht zu verschlimmern, wurde ihm nun von den Kings ein Aufpasser hingestellt. Pete Carril, eine ehemalige Trainerkoryphäe und 78 Jahre alt, fungiert seit dieser Woche als Berater. Oder wenn man so will als Babysitter. Damit es irgendwann aufhört mit dem "Watt, wer bist du denn?"


Spurs of the Dead
Posted by Haruka Gruber - Dezember 4, 2008 10:37 AM

Preisfrage: Ein Cheerleader, ein Highschool-Quarterback, ein Scherzbold, ein Quoten-Ausländer und eine Jungfrau verstecken sich im einem abgelegenen Motel nahe eines kleinen Dorfs in Maine oder Massachusetts vor einem Massenmörder/Psychopathen/Schizophrenen/Halbtoten/Blutsauger/Videotape. Wer überlebt?

Ganz klar: die Jungfrau. Denn wer immer sich im Horrorfilm-Genre auskennt, weiß, dass die Grundregeln des kollektiven Dahinsiechens unumstößlich sind. Sprich: Wer sündigt, stirbt.

Als erstes ist üblicherweise der Cheerleader dran (Sünde: ..., Alkohol, blondierte Haare), danach kommt der Quarterback (Sünde: siehe Cheerleader), zwischendurch erwischt es auch den Quoten-Ausländer (Sünde: Vertreter einer Minderheit), und kurz vor dem Ende des Films muss auch der Scherzbold daran glauben (Sünde: Beim Inspizieren des vermeintlich toten Killers schlechte Witze reißen).

Noch eine Preisfrage: Die Lakers, die Celtics, die Hornets, die Rockets und die Jazz galten vor Saisonbeginn bei den meisten NBA-Experten als die größten Titelkandidaten. Wer fehlt?

Ganz klar: die San Antonio Spurs. Denn wer immer sich im Horrorfilm-Genre auskennt, weiß, dass die Grundregeln der kollektiven Langeweile unumstößlich sind. Wer sündigt und die Spurs unterschätzt, verliert.

Zugegeben, die aktuelle Bilanz von 9-8 ist wenig Furcht einflößend und der Spielstil San Antonios stinkt zum Himmel (oder besser gesagt zur Hölle) - doch bei den Spurs gilt eben das gleiche Prinzip wie bei jedem guten Horror-Schocker von John Carpenter: Wenn man am wenigsten damit rechnet, bricht das Grauen herein.

Einen ersten diabolischen Vorgeschmack lieferte San Antonio von Mitte bis Ende November, als den Spurs trotz der verletzten Tony "Layup-Leatherface" Parker sowie Manu "Flop-Blob" Ginobili und einer Ansammlung bewegungsfauler Zombies (Bruce Bowen, Michael Finley, Kurt Thomas, Jacque Vaughn) sieben Siege in acht Spielen gelangen.

No-Name-Rookie George Hill mauserte sich dabei zum Überraschungshit wie einst Wes Cravens "Scream" und Neuzugang Roger Mason jr. entpuppt sich dank der erhöhten Aufmerksamkeit für Tim Duncan als fleischgewordene Fortsetzung der "Killer(wurf)hand": 51 Prozent getroffene Dreier lassen bei jedem Gegenspielern das Blut in den Adern gefrieren.

"Mit Tony und Manu kehrten zwei All-Stars zurück. Dadurch haben wir noch mehr Optionen. Für unsere Gegner wird es jetzt richtig hart", droht Mason der Konkurrenz. Ginobili: "Wenn Tony und ich bald richtig fit sind, werdet ihr die alten Spurs sehen!"

Die Armee der Finsternis ist demnach wieder komplett und arbeitet an der Fortsetzung ihrer unheimlichen Ring-Trilogie. 2003, 2005 und 2007 gewann San Antonio zuletzt den Titel, konsequenterweise heißt der Meister 2009…

Welch schauriger Gedanke – selbst für einen Horrorfilm-Fan.


Eat this, Jordan!!!
Posted by Haruka Gruber - November 5, 2008 10:37 AM

War doch lang gestern, bis der Hobby-Basketballer als Sieger feststand. Beim ZDF machte Claus-Gundula Kleber-Gause auf innovativ und entdeckte das Internet (Hoho!), Moni Löw-Lierhaus talkte für ARD mit Christian Oliver (deutscher Schauspieler in den USA, den keiner kennt), Jessika Cardinahl (deutsche Schauspielerin in den USA, die keiner kennt) sowie Wolfgang Fierek (Ralf Möller hatte wohl keine Zeit) und RTL langweilte mit diesem Typ, der aussieht wie einer bei Switch Reloaded, und dessen n-tv-Sidekick.

Josh Howard
NBAE/Getty Images

Zeit totschlagen hieß also die Devise, und daher ging's ins Internet (für alle ZDF-Zuschauer: dieses Ding mit dem www vorne dran) zum NBA-Statistik-Dienstleister meines Vertrauens, um mein Team in der SPOX-Redaktions-Fantasy-Liga zu scouten.

Josh Howard…. 14 Punkte (Buh!)…. 12 Rebounds (Supi!)… 64 Prozent Quote (Noch superer!)… Amare Stoudemire… 14 Punkte (Buh!)… 5 Rebounds (Doppelt buh!)… Devin Harris… 11 Punkte (Grummel!)… 7 Assists (Gut!)… aber 18 Prozent Quote (Grummelbuhgrummelbuh!).

Ein "Ihr lasst mich verdammt noch mal im Stich!" später sehe ich jedoch, dass "His Ai-R-ness", mein Gegner in dieser Woche, überhaupt keinen Spieler hatte, der in der Nacht auf Mittwoch im Einsatz war. Daher der Zwischenstand: 8:2 für mich! Eat this, Jordan!!!

Schon klar, ist alles nur ein Spiel. Zwei Ausrufezeichen hätten auch gereicht… Aber nicht, wenn mein Ruf als halbseidener NBA-Fachmann vom Tabellenstand in der Fantasy League abhängt. Und da bin ich nun mal Letzter, zusammen mit FC-Bayern-Edelfan "Tommy Cavalier", dessen NBA-Kompetenz darin besteht, mit seinem ersten Pick Vince Carter zu wählen.

Der Zwischenstand:

9.: "Bazooka Harooka" und "Tommy Cavalier"
8.: "Willybald Warriors" (Formel-1-Experte)
7.: "Lehner Rockets" (Fußball-Experte)
6.: "Horster Kurve" (Schalke-Experte)
5.: "His Ai-R-ness" (Schwaben-Experte)
4.: "Fantastic Fivers" (Fünfer-Experte)
3.: "Meran Globetrotters" (Südtirol-Experte)
1.: "Pitt Panther" (NHL-NBA-NFL-MLB-Handball-Golf-Eishockey-VfB-Springreitem-Tennis-Experte) und "Munich Cheerleaders" (Box-Expertin)

Ergo: Haruka Gruber – der NBA.com-Blogger – steckt beim NBA-Manger-Spiel gleich mal im Keller fest. Und was am meisten demütigt: Einige haben noch nicht mal richtig aufgestellt, wie die folgende Mail von "Fantastic Fivers" beweist:

Gesendet: Sonntag, 2. November 2008 17:12
An: Gruber, Haruka, XXX, XXX, XXX, XXX, XXX, XXX, XXX, XXX
Betreff: NBA-Fantasy-Spiel

"Freunde der Sonne,

geht besonders an die Kollegen XXX, XXX, XXX, XXX und XXX, die in dieser Woche nach meiner Recherche ein bis mehrere Male bei den Aufstellungen gemurkst haben.

Ich bin aus der Liga schneller raus als normalerweise beim Rauchen, wenn nicht alle ihr Team aufstellen und so für Wettbewerbsverzerrung sorgen. Anders als bei Comunio geht es hier um MATCHUPS, also müssen auch alle ernsthaft dabei sein, weil es sonst weder Sinn noch Spaß macht. Also stellt wenigstens euer Team auf!!!"

Und das sind sie wieder, die drei Ausrufezeichen. Wenn ich es noch nicht erwähnt haben sollte: Eat this, Jordan!!!