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Aus dem Englischen übersetzt von Johannes Berendt
Team-By-Team Fantasy Previews
ATLANTIC DIVISION
BOSTON CELTICS
Wir lieben:
Al Jefferson. Um ihm mehr Freiheiten zu geben, haben die Celtics Antoine Walker ziehen lassen. In Ansätzen hat er schon gezeigt, dass er ein sehr wertvoller Power Forward sein kann. Nach Paul Pierce wird Jefferson bestimmt der Spieler mit dem zweitgrößten Fantasy-Wert sein. Allzu produktiv war er letztes Jahr noch nicht, deswegen könnte er erst recht spät gedraftet werden. Nichtsdestotrotz wird er über Jahre eine der Säulen der Celtics werden.
Wir raten ab von:
Tony Allen. Wie Jefferson geht auch er in sein zweites Jahr, doch er sieht sich bei den Spielanteilen größerer Konkurrenz ausgesetzt. Ricky Davis wird wohl auf Allens Position die meiste Spielzeit bekommen – egal, wer anfängt.
Ausblick:
Boston hat sich noch weiter verjüngt. Und mit 16 Spielern unter garantiertem Vertrag stehen wohl noch einige Wechsel bevor.
NEW JERSEY NETS
Wir lieben:
Jason Kidd ist und bleibt der beste Fantasy Point Guard. Er muss sich nicht mehr wie in 2002 und 2003 alleine auf das Scoring konzentrieren, was ihm eine durchwachsene Field Goal Percentage bescherte. Das Zusammenspiel mit Carter und Jefferson sollte ihm mindestens zehn Assists pro Spiel garantieren – wie zu besten Zeiten.
Von jeher ist Kidd der Guard, der am besten rebounden kann. Damit macht er sogar Small Forwards Konkurrenz. Er beherrscht alle Kategorien: Assists, Steals, Dreier und Rebounds. Solide auch sein Punkteschnitt und seine Freiwurfquote. Mit den exzellenten Ball-Handling-Skills von Vince Carter sollten auch seine Turnover unter 3.0 sinken.
Vince Carter und Jason Kidd im gleichen Team – das ist einfach ein Traum. Im Open Court sind die beiden das gefährlichste Duo der Liga. Carters Field Goal Percentage sollte über 46 Prozent bleiben. Er wird von großem Wert für Manager sein.
Wir raten ab von:
Auf keinen Fall sollte man Marc Jackson nehmen, es sei denn, man hat wirklich riesige Probleme auf der Center-Position. Im Vergleich mit anderen Centern wird er nicht von großem Nutzen sein, auch dann nicht, wenn man seine Karrierebestleistung bei der Field Goal Percentage mit in Betracht zieht (46.7%). Er macht zwar um die 15 Punkte, doch wenn ein Center nur 0.3 Würfe pro Spiel blockt, dann weiß man, dass man ein Problem hat.
Ausblick:
Kidd und Carter werden in jeder Fantasy-Liga vordere Positionen einnehmen. Wer weiß, vielleicht werden sie am Tag des Drafts ja sogar etwas unterschätzt. Kidd sollte an Nummer eins auf jeder Point Guard Liste stehen, und vielleicht bekommt man in Carter viel Qualität zu einem niedrigeren Preis.
Probleme bekommen könnten die Nets, wenn sich neben Kidd und Carter entweder Jefferson oder Jackson verletzen.
NEW YORK KNICKS
Wir lieben:
Hier sollte eigentlich Michael Sweetney stehen. Mit seiner Bulldoggen-Mentalität hätte er den Knicks besonders nach dem Wechsel von Kurt Thomas geholfen. Doch er wurde nach Chicago getradet.
Wir raten ab von:
Jerome James. Er befindet sich nun in einer schwächeren Division, in der für ihn auf jeden Fall ein Platz in der Startaufstellung vorgesehen ist. Er ist athletisch, kann gut blocken und hielt sich schadlos in der ersten Playoff-Runde gegen die Kings. Der neue Coach Larry Brown könnte ihn zu einer verlockenden Fantasy-Alternative machen.
Doch wir meinen: Eine gute Serie macht noch lange keinen Fantasy-All-Star. Mit seinen 29 Jahren hat er niemals mehr als 17 Minuten pro Spiel auf dem Feld gestanden. Seine Anfälligkeit für Fouls könnte ihn mehr und mehr Minuten an Frye verlieren lassen.
Und dann raten wir noch von Eddy Curry ab. Nicht etwa, weil wir ihn nicht mögen. Aber jedes Jahr ist er auf unserer Sleeper-Liste. Und jedes Jahr enttäuscht er uns! Unser Gedankengang dabei ist wie folgt: Dieses Jahr raten wir von ihm ab, was zu seiner Breakout-Saison führen wird. Dann wird er endlich die Macht unterm Korb, auf die wir schon lange gesetzt haben.
Ausblick:
Brown wird einen ähnlichen Effekt auf die Knicks haben wie damals Jeff van Gundy auf Houston. Playoff-Teilnahme ja, mehr aber auch nicht. Die Knicks haben ein paar gute Fantasy-Spieler, aber es reicht nicht, um im wahren Leben wirklich erfolgreich zu sein.
PHILADELPHIA 76ERS
Wir lieben:
Andre Iguodala. Seinen früheren Coach Jim O´Brien hat er während der Preseason 2004 so sehr beeindruckt, dass er ihn für keinen geringeren als Glenn Robinson, immerhin seit Jahren ein zuverlässiger 20-Punkte-Scorer, in die Startformation beorderte. Das sagt einiges über sein Potential. Er hat alles, was ein kompletter Small Forward mitbringen muss, fast so wie damals Scottie Pippen. Er kann fast alles und hat sein Potential noch nicht einmal voll ausgeschöpft. Was kann man an ihm nicht mögen?
Wenn Ihr ein Championship-Team haben wollt, ist er genau derjenige, den Ihr wollt. Nein, mehr noch, er ist derjenige, den Ihr haben müsst!
Wir raten ab von:
Chris Webber, allerdings unter Vorbehalt. Er ist immer noch einer der produktivsten Spieler der Liga. Dennoch bleibt er verletzungsanfällig, und seine Statistiken sind seit seinem Trade zu den 76ers rapide in den Keller gegangen. Ein Star-Power-Forward sollte mehr als nur 40 Prozent seiner Würfe treffen.
Webber fällt es schwer, neben Iverson zu spielen. Vielleicht werden Manager für Ihren Mut belohnt ein Restrisiko bleibt jedoch bestehen. Solange man ihn nicht spät im Draft bekommt, sollte man ihn lieber anderen überlassen.
Willie Green: Falls Ihr es nicht wissen solltet – Willie Green wird einen Großteil der Saison aufgrund einer Knieverletzung fehlen. Nicht draften!
Ausblick:
Die fünf Starter werden alle viel Spielzeit bekommen, da die Bank recht dünn besetzt ist. Das ist für Manager immer gut. Ohne Verletzungen wird die Starting Line-up eine der produktivsten der ganzen Liga sein.
TORONTO RAPTORS:
Wir lieben:
Rafer Alston spielte sich letztes Jahr ins Rampenlicht. Seine Probleme mit Sam Mitchell könnten ihn wieder etwas in der Versenkung verschwinden lassen, da manche Manager fürchten, vor ihm steht eine harte Zeit auf der Bank. Aber trotz des ganzen Ärgers der Vorsaison: Alston spielte in 80 Spielen; in 78 davon sogar von Beginn an. Keiner im Team kann ihm derzeit den Platz streitig machen.
Wir raten ab von:
Zu Anfang der Saison mag Jalen Rose noch Starter sein, doch sobald Toronto aus dem Playoff-Rennen ausscheidet, könnten die Raptors es vorziehen, Joey Graham als vielversprechendem Youngster mehr Spielanteile zu geben. Lange haben die Raptors gezögert, Rose zu traden, doch mit einer Restvertragslaufzeit von zwei Jahren ist vielleicht der Zeitpunkt des Abschieds gekommen.
Ausblick:
Auch wenn die Raptors nicht viele Spiele gewinnen werden, so haben sie doch viele solide Fantasy-Spieler in ihrem Team. Alle Starter werden viel spielen, und spätestens ab Mitte der Saison (wenn nicht sogar schon früher) werden beide Rookies einen guten Fantasy-Wert haben.
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