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NBA Talentsucher sehen europäische Spieler gewöhnlich als Durchschnittspieler; Frankreich macht da allerdings eine Ausnahme. Schaut man sich bloß einmal Namen an, die das Land hervorgebracht hat - den ultraschnellen Tony Parker, den „Hochspringer“ Mickael Pietrus, den athletischen Riesen Johan Petro und den quicklebendigen Mickael Gelabale, und der Begriff „Ausnahme“ wird leichter verständlich.
Unglaublicherweise sind die ältesten französischen Spieler in der NBA erst 24 Jahre alt. Ein weiterer prominenter Spieler aus Frankreich ist Boris Diaw von den Phoenix Suns. In der letzten Saison spielte er für Phoenix auf allen Positionen, zweifelsohne eine bemerkenswerte Leistung. Diese Allroundaktion, in der er einen Durchschnitt von 13,3 Punkten, 6,9 Rebounds und 6,2 Assists verzeichnen konnte, verhalf ihm zu dem Titel „Most Improved Player“ (am meisten verbesserter Spieler) für das Jahr 2006. Der Durchbruch für Diaw kam teilweise weil Gelegenheit und Spielsystem zusammenpassten. Das rasant schnelle Tempo des Phoenixer „Small Ball“-Spiels kommt ihm gelegen. Sollte Pietrus sich in einer ähnlichen Situation finden, könnte es auch bei ihm zum Durchbruch kommen. Seine Durchschnittszahlen in einer bisher dreijährigen NBA-Karriere lauten 40 Minuten, 17,1 Punkte und 5,8 Rebounds pro Spiel. Auch er ist, wie Parker und Diaw, erst 24 Jahre alt. Vier weitere junge Talente wollen es den „Großen Drei“ aus Frankreich nachmachen: Ronny Turiaf von den L.A. Lakers; Yakhouba Diawara von den Denver Nuggets; und Johan Petro und Mickael Gelabale von den Seattle Sonics. Turiafs bemerkenswerte Story als Neuzugang („Rookie“) bei den Lakers hinterließ einen tiefen Eindruck. Nachdem er als insgesamt 37. Spieler in der Spielerlotterie im Juni von den Lakers gezogen wurde, diagnostizierte man bei ihm eine ausgeweitete Aorta und er unterzog sich im Juli einer Herzoperation. Turiaf schwor, auf das Basketballparkett zurückzukehren, und genau das geschah, als er nach einem kurzen Zwischenspiel in der CBA in der Mitte der Saison wieder zu den Lakers stieß. Er erreichte als „Rookie“ in 23 Spielen einen Durchschnitt von 2,0 Punkten und 1,6 Rebounds. Als „Rookie“ bei den Sonics erwartete man von Petro nicht, dass er viel Spielzeit sehen würde, aber er startete in 41 von 68 Spielen als Center. Im Januar wurde er ganze 20 Jahre alt und hat einen Durchschnitt von 5,2 Punkten, 4,4 Rebounds und 0,75 abgeblockten Versuchen („Blocks“) bei 18,9 Spielminuten pro Spiel. Diawara, 24 Jahre alt, und Gelabale, 23 Jahre alt, werden wahrscheinlich in der nächsten Saison ihr NBA-Debüt machen. Diawara spielte in der letzten Saison in Frankreich und Italien, nachdem er seine College-Karriere bei der Pepperdine-Universität beendet hatte. Gelabale war Schlüsselspieler bei einem der bekanntesten europäischen Basketballclubs, Real Madrid. Sein Durchschnitt in der letzten Saison der Euroliga lag bei 7,8 Punkten, 3,5 Rebounds und 23,1 Spielminuten pro Spiel. Zwei NBA-Teams haben Ansprüche auf zwei weitere französische Talente, die gegenwärtig in Europa spielen. Ian Mahinmi war 2005 die Wahl der San Antonio Spurs in der ersten Lotterierunde. Die Rechte an Paccelis Morlende, Wahl der Philadelphia 76ers 2004 in der zweiten Runde, wurden an Seattle abgetreten. Um der Geschichte Genüge zu tun, müssen drei Franzosen genannt werden, die in der NBA spielten und nicht mehr dabei sind: Tariq Abdul-Wahad, der allererste französische Spieler in der NBA überhaupt, Jerome Moiso, eine Wahl in der 2004 Lotterie, und Antoine Rigaudeau, der 2003 nur kurz für die Mavericks spielte. Erster Franzose in einer NBA-Spielerlotterie war Jean-Claude Lefebvre, der 1960 in der neunten Runde von den damaligen Minneapolis Lakers gezogen wurde. Alain Digbeu wurde 1997 in der zweiten Runde von den Hawks und Frédéric Weis 1999 als insgesamt Nr.15 von den Knicks gezogen. Keiner dieser Spieler trat je in der NBA auf. |
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NBA Talentsucher sehen europäische Spieler gewöhnlich als Durchschnittspieler; Frankreich macht da allerdings eine Ausnahme. Schaut man sich bloß einmal Namen an, die das Land hervorgebracht hat - den ultraschnellen Tony Parker, den „Hochspringer“ Mickael Pietrus, den athletischen Riesen Johan Petro und den quicklebendigen Mickael Gelabale, und der Begriff „Ausnahme“ wird leichter verständlich.
Parker ist der perfekteste Spieler der genannten Gruppe und zweifellos auch in Frankreichs Basketball-Geschichte. Er trat als 19jähriger in die NBA ein und schon ein Jahr später verhalf er den San Antonio Spurs als startender Point Guard zur NBA Meisterschaft. Parker wurde 2006 erstmalig NBA All-Star und hat vor Erreichen seines 24. Geburtstags an mehr Playoff-Spielen teilgenommen als irgendein anderer Spieler in der Geschichte der NBA. Er hat in seiner Karriere einen Durchschnitt von 15,0 Punkten und 5,4 Assists pro Spiel in der regulären Saison.

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