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„Die Basketballwelt änderte sich für immer Mittwochabend“, lautete die Meldung der Associated Press am Donnerstag, dem 5. September 2002. „Mit dem 87:80 über die USA bei der Weltmeisterschaft schaffte Argentinien einen Sieg, der bis dahin für fast unmöglich galt“.
Das Spiel der zweiten Runde bei der Weltmeisterschaft 2002 war nicht nur die erste Niederlage der USA in 59 Spielen – und die erste seit 10 Jahren, in denen NBA-Profis an internationalen Turnieren teilnehmen – sondern es symbolisierte auch den Schlachtruf einer Basketballnation, die bald zu internationaler Größe aufsteigen sollte. „Manu hat Argentinien in puncto Basketball weltweit bekannt gemacht und zwingt die Welt dazu, sich mit Argentinien zu befassen“, sagte Guillermo Vecchio, ehemaliger argentinischer Nationaltrainer bei der Olympiade 1996, letzten Sommer im Houston Chronicle. „Wer hat schon mehr im Basketball geleistet?“ Als einer von vier Argentiniern, die gegenwärtig in der NBA spielen, wurde Ginobili zum MVP (Wertvollster Spieler) bei der Sommerolympiade gewählt und erreichte einen Durchschnitt von 19,3 Punkten, 4,0 Rebounds, 3,3 Assists und 1,38 Steals. Im darauf folgenden Herbst kehrte Ginobili als veränderter Spieler zu den Spurs zurück. Er verzeichnete Karrierehöhepunkte in der Saison 2004-2005 bei Punkten (16,0 pro Spiel), Rebounds (4,4 pro Spiel), Assists (3,9 pro Spiel), Steals (1,61 pro Spiel) und 47,1 % seiner Würfe trafen das Ziel. Zeitweise riss er das Meisterschaftsteam in den Finals mit sich und verfestigte damit seinen Starstatus in der NBA. „Es hilft meinem Vertrauen sehr“, sagte Ginobili während des Endspurts der Spurs in den Finals. „Bist du einmal Olympiasieger und zum MVP gewählt, beginnst du mehr und mehr an dich selbst zu glauben, besonders im Bewusstsein, wirklich sein Bestes zu geben. Deshalb war die Saison auch eine Art Fortsetzung von Athen“. Ginobili ist nicht der einzige Spieler der Nationalmannschaft, der einen Eindruck in der NBA hinterlässt. In seiner zweiten Saison bei den Chicago Bulls erreicht Forward Andrés Nocioni einen Durchschnitt von 12,7 Punkten, 6,0 Rebounds und 0,65 Blocks pro Spiel als gelegentlicher Starter in der „Windy City“. Er hat sich inzwischen als hartnäckiger Defender und zuverlässiger aus dem Stand werfender Schütze einen Stammplatz im Team erkämpft. Carlos Delfino von den Detroit Pistons wurde in der zweiten Runde (Gesamtwahl Nr. 25) der 2003 NBA Draft von Detroit gezogen. Nach einer Saison bei Skipper Bologna begann Delfino die Saison 2004-05 bei den Pistons. Der Shooting Guard hat gegenwärtig einen Karrieredurchschnitt von 3,2 Punkten pro Spiel in insgesamt 94 Spielen. Pivot Fabricio Oberto, Mitglied der Nationalmannschaft seit 1995, unterzeichnete einen Vertrag als „free agent“ bei den San Antonio Spurs am 2. August 2005. Mit 31 Jahren ist er der älteste „Rookie“ (neue Spieler) der NBA in dieser Saison. In den vergangenen Jahren spielten die Mitglieder der Nationalmannschaft Ruben Wolkowyski und Juan „Pepe“ Sanchez ebenfalls in der NBA. Wolkowyski spielte für Seattle, Dallas und Boston, während Sanchez für Atlanta, Philadelphia und Detroit spielte. Der Forward der Nationalmannschaft Luis Scola, dessen Draftrechte den Spurs gehören, gilt als einer der besten Forwards in der Euroliga. Aufgrund seiner beträchtlichen Fähigkeiten wird erwartet, dass Scola bald in der NBA spielen wird. Der in der zweiten Runde der 2002 Draft von Portland gezogene Forward Federico Kammerichs könnte letzten Endes ebenso in der NBA spielen. Zu den argentinischen Spielern, die zwar in der Draft gezogen wurden, aber niemals in der NBA spielten, gehören Marcelo Nicola (1993, 2. Runde), Jorge Gonzalez (1988, 3. Runde) und Hernan Montenegro (1988, 3. Runde).
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Argentiniens Leistung gipfelte in dem Erreichen des zweiten Platzes bei diesem Turnier, womit der Impuls gesetzt wurde für die Gewinnung der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2004 zwei Jahre später. Besonders beeindruckend deshalb, weil es erst die vierte Olympiade war, an der die Nationalmannschaft teilnahm.
Aufgrund dieses Erfolges ist im Land des Tangos, der Gauchos und Diego Maradonas heutzutage Basketball eine der beliebtesten Sportarten. Im Mittelpunkt dieses Fankultes steht der Held der Nationalmannschaft und Star der San Antonio Spurs Manu Ginobili.

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