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Von Mark Woods

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Samuel Dalembert (NBAE/Getty Images)

Lassen Sie Ihre Golfschläger und den Reiseführer zuhause und erwarten Sie nicht, dass Sie den Nachmittag faul am Swimmingpool verbringen können.

Es ist Zeit für das Trainingslager der National Basketball Association. Die Saison vor der Saison, wenn die Ausbildung in Sporthallen und nicht vor tausenden von Fans und im grellen Licht der Fernsehkameras stattfindet. Hier haben die Trainer Zeit, ihre Ideen umzusetzen und den Spielern ihre Philosophien einzuimpfen. Wenn die Wettkampfsaison erst einmal angefangen hat, ist dafür einfach keine Zeit mehr. Ab und an mal eine Stunde oder zwei, wenn es hoch kommt. Eine Videosession in einem Hotel in einem abgelegenen Teil des Landes. Ein leises Wort in das Ohr eines Spielers geflüstert. Ab Oktober heißt es nur noch spielen, spielen, spielen.

„Ich weiß, dass jeder Tag wichtig ist”, meint der Angreifer der Philadelphia 76ers, Andre Iguodola, der in diesem Jahr als Teil der von EA Sports präsentierten NBA Europe Live mit seiner Mannschaft in Spanien trainieren wird. „Wir müssen jeden Tag bestimmte Dinge schaffen. Jeder muss gleich weit sein. Man muss den Überblick über alles behalten, verstehen, wie wir dort jeden Tag spielen werden, damit wir einen Schritt zurück machen können, um besser zu werden und in dieser Saison gut zu spielen.“

Der Cheftrainer d er Sixers Maurice Cheeks hat einen simplen Trainingsplan. Zwei Trainings am Tag. Wurftraining . Spieltraining. Theorieunterricht. Es soll nicht leicht sein, aber es soll auch Spaß machen. „Ich möchte, dass sie gern zur Arbeit kommen“, darauf besteht er. „Wir werden acht oder neun Monate bei der Arbeit sein. Ich möchte, dass sie gern hierher kommen und ich versuche, es so angenehm wie möglich zu machen, aber gleichzeitig auch ein Arbeitsumfeld zu gestalten.“

NBA-Trainingslager bedeuten fünf Wochen harte Arbeit, Schweiß, strenge Anweisungen und intensives Lernen. Und das nur für die Spieler, die schon einen festen Vertrag haben. Für diejenigen, die noch um einen solchen kämpfen, ist hier die Möglichkeit, dem Trainer täglich den eigenen Wert zu beweisen, seine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, indem man ein kleines bisschen ehrgeiziger ist als der andere oder das gewisse Etwas bieten kann, das vorher nicht da war. Vielleicht beginnt man als Auswechselspieler. Aber – he, jeder fängt mal klein an.

Für San Antonio, Phoenix, Philadelphia und die Los Angeles Clippers beginnt diese Saison nicht zu Hause, sondern auf der anderen Seite des Atlantiks. Ein Trainingslager in Europa zu veranstalten ist eine neue Herausforderung, die die Spieler von ihren Familien und ihrer gewohnten Umgebung trennt und jede Mannschaft mit Trainer und Spielern in eine eigene abgeschlossene Welt versetzt, in der nur der Weg zu einem Titel zählt.

„Das wird eine tolle Erfahrung“, sagt Samuel Dalambert, Center der 76er. „Es ist ein schöner Gedanke, die Staaten zu verlassen und einen anderen Teil der Welt und das Spiel da drüben kennen zu lernen.”

Für Spieler, für die es die erste Profisaison ist, ist das besonders schwer. Eine neue Liga. Neue Mitspieler. Ein neuer Basketballstil. Die Verantwortung, seinen Preis zu rechtfertigen und der Druck, den Erwartungen der Mannschaftsleitung zu entsprechen. Da werden Fehler gemacht und Verbesserungen vorgenommen. Niemand erwartet gleich am ersten Tag Perfektion. Nur Fleiß und den Willen, besser zu werden.

Das betrifft jedoch jeden Spieler. Es kann keine Entspannung, kein Ausruhen und Nachlassen geben. Mindestens 82 Spiele müssen bestritten werden. 82 Bühnen, auf denen die Spieler auftreten. 82 Abende, an denen sie alles geben müssen. Im Trainingslager wird der Stil für die kommende Saison festgelegt.Titel werden hier wohl nicht gewonnen – aber sie können verloren werden. Ein Trainingslager ist ganz sicher kein Urlaub.