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Shawn Marionträgt keine lange schwarze Mäntel. Gelegentlich sieht man ihn mit Sonnenbrille. Aber der Forward bekam seinen Spitznamen ‘The Matrix’ nicht aufgrund seines Aussehen. Laut Ex-NBA-Guard Kenny Smith, der die Bezeichnung aufbrachte, passt es genau, „weil er alles tun kann.“
Vielseitigkeit kann in jedem Sport ein Segen oder ein Fluch sein. Denken Sie an den Mittelfeldspieler im Fussball, der auch Stürmer spielen kann. Jemand verletzt sich, er wechselt die Position. Aber er bekommt nicht die Chance sich in der einen oder der anderen Rolle zu etablieren. Marion hat Zeiten als Center, Power Forward und Small Forward verbracht – und das nur in dieser Sasion. Aber man wird Suns Cheftrainer Mike D’Antoni nicht klagen hören. Nicht wenn sein All-Star Wirkung zeigt wo und wie auch immer er spielt.
![]() Shawn Marion (Barry Gossage/NBAE/Getty) |
Marion, der dieses und letztes Jahr in das All-NBA Third Team berufen wurde, bekommt nun die Wertschätzung, die sein Spiel verdient. Das geschieht, wenn man ein Chamäleon ist. Man entzieht sich der Aufmerksamkeit. Nicht, dass es ihm etwas ausmachte unter dem Radar zu fliegen. „Ich bin stolz darauf, was ich Nacht für Nacht tue“, gesteht er ein. „Es ist ein Bestätigung für das, was ich als Individuum tue und was mein Team als Ganzes leistet. Es ist ein gutes Zeichen für uns.“
„Man kann da nicht rausgehen und alleine gewinnen. Man braucht fünf Leute um dort rauszugehen und zu gewinnen. Man braucht 13 Mann, um ein Team zu bilden und zu gewinnen. Alles dreht sich ums Team und das ist es, was ich bei alle dem besonders berücksichtige, meine Teamkameraden. Ich tue alle diese Dinge für meine Teamkameraden. Ja, einiges von dem was passiert, liegt an mir, aber es ist nicht möglich ohne meine Teamkameraden.“
Marions Bereitschaft die Last zu tragen ist einer der Hauptgründe, warum die Suns durch die reguläre Saison heizten, bishin zum Erlangen des Pacific Division Titels in diesem Jahr; trotz des Verlustes des All-Star Centers Amare Stoudemire, der aufgrund seiner Verletzung nur eine Hand voll Spiele bestreiten konnte. „Das bin nicht nur ich“, erklärt er bescheiden. „Jeder hat die Herausforderung akzeptiert und versucht dort rauszugehen und Leute zu stoppen.“
Harte Arbeit war nie ein Problem. Als Teenager arbeitete er bei Burger King während seiner Schulferien und reinigte alte Gebäude in seiner Geburtsstadt Chicago. Es war nicht immer leicht, was einer der Gründe ist, warum er seine Zeit und sein Geld widmet, um anderen eine helfende Hand zu reichen. Basketballplätze errichten. Tickets kaufen für Kinder. Und die amerikanischen Truppen in Übersee besuchen.
Zwischendurch geht er ins Kino, wählt eine von CDs aus seiner umfangreichen Sammlung aus und greift zum Joystick, um mit einem Videospiel loszulegen. Hatte er als Heranwachsender ein Lieblingsspiel? „Es musste NBA Live von Super Nintendo sein“, gibt er an. „Ich spielte Bulls gegen Blazers und Bulls gegen Lakers. Es war grossartig.”
Jetzt ist es Suns gegen wer auch immer kommt. ‚The Matrix’ gegen wer auch immer ihn decken soll. Mit etwas Hilfe vom Pointguard und Weggefährten Steve Nash, der diese Saison erneut zum wertvollsten Spieler gekröhnt wurde. Mit so vielen Veränderungen in Phoenix in diesem Jahr hat keiner erwartet, dass die Mannschaft an der Spitze bleibt. Marions Bereitschaft sein Spiel umzustellen und es um 360 Grad zu drehen, wenn nötig, war ein ausschlaggebender Bestandteil des Erfolges.
„Es kommt darauf an, wie schnell man zusammenfindet“, erklärt er. „Ich denke, die Leute verstehen manchmal nicht, dass die Spieler Zeit brauchen, um eine Teamchemie aufzubauen.“ „Für uns, mit neuen Gesichtern im Team am Anfang, war es zunächst etwas schwierig; aber Steve und ich als uneigennützige Vorreiter haben geholfen, diese Entwicklung zu erleichtern.“
Das ist Marions einfache Formel. Eine Formel, die man so nicht in der Matrix findet.


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